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München/Stuttgart (dpa) - Der
künftige DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hat bei dem Stuttgarter
Autokonzern mehr Effizienz angemahnt. Es müsse möglich sein, mit geringerem
Aufwand die Modellpalette zu gestalten, sagte Zetsche am Rande einer
Fahrzeugpräsentation in München. Ich bin nicht zufrieden mit der Effizienz
im Einsatz von Mitteln, um Produktnischen zu füllen", meinte Zetsche.
Er
sprach sich auch für mehr Zusammenarbeit innerhalb der Konzernmarken wie
Mercedes-Benz oder Chrysler aus. Da gebe es noch nennenswerte Felder, die
mit dem Charakter der Marke nichts zu tun hätten. Bei der Qualität sei die
Faktenlage" dramatisch besser geworden. Er glaube nicht, dass dieses Thema
im nächsten Jahr noch einen besonderen Stellenwert haben werde.
DaimlerChrysler hatte einen hohen dreistelligen Millionenbetrag für die
Beseitigung von Qualitätsmängeln vor allem bei der E-Klasse aufwenden müssen.
Zur Zusammenarbeit mit VW sagte der Automanager, dass es einvernehmliche
Gespräche über die Möglichkeit von gemeinsamen Projekten gebe. Dazu gehörten
auch ein Van-Projekt in den USA. Als ein weitere Feld nannte Zetsche die
Tatsache, dass die Chrysler-Marke Dodge über keinen Kleinwagen verfüge, wie
er in verschiedenen Ländern gefragt sei. Auch hier sei eine Zusammenarbeit
mit VW (Polo) möglich. Zum Thema Kapitalbeteiligung bei VW, dass aus
DaimlerChrysler-Sicht erledigt ist, meinte der designierte Konzernchef: Wenn
es aus meiner Sicht ein sinnvolles Investment gewesen wäre, dann hätte ich
es versucht, zu betreiben." Heute ist der Sportwagenbauer Porsche mit 18,5
Prozent größter Aktionär bei Volkswagen.
Zetsche stellte in München die neue R-Klasse vor. Den Großraumwagen mit bis
zu sechs Plätzen bezeichnete er als Trendsetter für das neue Segment der
Sportstourer. In den USA ist das Fahrzeug seit zwei Wochen auf dem Markt, in
Deutschland geht die im US-Werk in Tuscaloosa (Alabama) gebaute R-Klasse im
Februar 2006 an den Start. Nicht ohne Stolz erwähnte der Chef der Mercedes
Car Group, dass die Rolling Stones die R-Klasse als Tourmobil auf ihrer
aktuellen US- Tournee benutzen. Die beiden dienstältesten Premium-Marken
haben zusammengefunden", sagte er dazu.
Zetsche sagte weiter, dass er hoffe, dass der Verkauf des
Dieselmotorenbauers MTU Fried-richshafen noch in diesem Jahr über die Bühne
gehen könnte. |