06 October, 2008

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Zetsche fordert bessere Effizienz bei DaimlerChrysler

Der designierte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche präsentiert auf der 61. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt die neue Mercedes S-Klasse (Archivfoto). Foto: Uli Deck dpa

München/Stuttgart (dpa) - Der künftige DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hat bei dem Stuttgarter Autokonzern mehr Effizienz angemahnt. Es müsse möglich sein, mit geringerem Aufwand die Modellpalette zu gestalten, sagte Zetsche am Rande einer Fahrzeugpräsentation in München. Ich bin nicht zufrieden mit der Effizienz im Einsatz von Mitteln, um Produktnischen zu füllen", meinte Zetsche.

Er sprach sich auch für mehr Zusammenarbeit innerhalb der Konzernmarken wie Mercedes-Benz oder Chrysler aus. Da gebe es noch nennenswerte Felder, die mit dem Charakter der Marke nichts zu tun hätten. Bei der Qualität sei die Faktenlage" dramatisch besser geworden. Er glaube nicht, dass dieses Thema im nächsten Jahr noch einen besonderen Stellenwert haben werde. DaimlerChrysler hatte einen hohen dreistelligen Millionenbetrag für die Beseitigung von Qualitätsmängeln vor allem bei der E-Klasse aufwenden müssen.

Zur Zusammenarbeit mit VW sagte der Automanager, dass es einvernehmliche Gespräche über die Möglichkeit von gemeinsamen Projekten gebe. Dazu gehörten auch ein Van-Projekt in den USA. Als ein weitere Feld nannte Zetsche die Tatsache, dass die Chrysler-Marke Dodge über keinen Kleinwagen verfüge, wie er in verschiedenen Ländern gefragt sei. Auch hier sei eine Zusammenarbeit mit VW (Polo) möglich. Zum Thema Kapitalbeteiligung bei VW, dass aus DaimlerChrysler-Sicht erledigt ist, meinte der designierte Konzernchef: Wenn es aus meiner Sicht ein sinnvolles Investment gewesen wäre, dann hätte ich es versucht, zu betreiben." Heute ist der Sportwagenbauer Porsche mit 18,5 Prozent größter Aktionär bei Volkswagen.

Zetsche stellte in München die neue R-Klasse vor. Den Großraumwagen mit bis zu sechs Plätzen bezeichnete er als Trendsetter für das neue Segment der Sportstourer. In den USA ist das Fahrzeug seit zwei Wochen auf dem Markt, in Deutschland geht die im US-Werk in Tuscaloosa (Alabama) gebaute R-Klasse im Februar 2006 an den Start. Nicht ohne Stolz erwähnte der Chef der Mercedes Car Group, dass die Rolling Stones die R-Klasse als Tourmobil auf ihrer aktuellen US- Tournee benutzen. Die beiden dienstältesten Premium-Marken haben zusammengefunden", sagte er dazu.

Zetsche sagte weiter, dass er hoffe, dass der Verkauf des Dieselmotorenbauers MTU Fried-richshafen noch in diesem Jahr über die Bühne gehen könnte.

 

 

Last modified on:11/01/2005

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