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Tokio (dpa) – Japanische
Forscher haben einen künstlichen Zahnschmelz entwickelt, mit dem sich ohne
vorhergehendes Bohren kleine Löcher füllen lassen. Die weiße Paste repariert
kleine Schadstellen auf schnelle Weise durch so genanntes nanokristallines
Wachstum.
Das
schreiben die Forscher um den Wissenschaftler Kazue Yama-gishi vom FAP
Dental Institute in Tokio im britischen Fachmagazin „Nature“ (Bd. 433, S.
819) von letzter Woche. Auf diese Weise könne die Zahnglasur ohne vorheriges
Ausbohren der betroffenen Schadstelle wieder in Stand gesetzt werden.
Bisher werden auch kleine Löcher in
Zähnen auf herkömmliche Weise durch Bohren behandelt und dann zum Beispiel
mit einer Metallfüllung gestopft. Bei kleineren Löchern ist dies jedoch
nicht optimal, da viel an gesunder Zahnsubstanz entfernt werden muss, damit
die Füllung auch richtig sitzt. Die neue Paste repariere nicht nur kleinere
Löcher, sondern helfe auch, dass keine weiteren entstehen, indem die
natürliche Glasur gestärkt werde, erklären die Forscher weiter. |