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Macomb Township - St. Peter hatte,
wie schon oft, die Obhut übernommen, indem er den Engeln den Befehl gab, am
Tag des Österreicher Waldfests den Wasserhahn nicht aufzudrehen, aber wie es
manchmal ist - so auch im himmlischen Wirrwar - wurde der Petrusbefehl nicht
prompt ausgeführt. Am Morgen hatte es ganz schön geregnet und St. Peter hat
gewittert und gedonnert. Und hat dem Erzengel, der verantwortlich war, die
Leviten gelesen, der daraufhin auch gleich den Wasserhahn zudrehte. Dies war
nun der Anfang eines klimaerträglichen Tages, und wir danken St. Peter für
sein Verständnis, denn ohne seinen Einfluss wäre dieser Tag für uns alle
eine Misere gewesen. Mit Kind und Kegel sind sie gekommen, um diesen
herrlichen Tag mit Familie und Freunden zu geniessen.
Das Zeremoniell begann mit dem Einmarsch des Deutsch-Amerikanischen
Schützenvereins und dessen Präsident Paul Holler. Unter den Klängen des
Radetzkymarsch wurden die Fahnen präsentiert. Präsident Horst Griesser
eröffnete das Fest offiziell und hieß alle Anwesenden herzlich willkommen.
Er
bedankte sich vor allem bei den aktiven Mitgliedern des Vereins für ihre
freiwillige und aufopfernde Hilfe, denn ohne sie gäbe es kein Waldfest. Er
dankte auch den Präsidenten anderer Vereine und deren Vertreter, die
gekommen waren, um diesen Tag erfolgreich zu machen. Besonders bedankte er
sich bei denen, die von weither gekommen waren wie die Vizepräsidentin Ruth
Speer vom Germania Club Down River; Präsident Arno Erdmann vom Teutonia
Verein Windsor, Ontario, der instrumental gewesen war, seine Volkstanz- und
Schuhplattler Gruppe zu diesem Fest zu bringen.
Horst Griesser hatte noch eine besondere Aufgabe und Ehre, den früheren
Präsidenten und gegenwärtigen Vorsitzenden des German-American Cultural
Centers vorzustellen. Er wurde dieses Jahr zum German-American of the Year
2005 gewählt. Es ist niemand anders als unser treues und unentbehrliches
Mitglied Franz Sinz. Wir sind alle stolz, einen Mann, wie Franz, unter uns
zu haben, der immer bemüht ist, uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Ganz besonders möchten wir unserer genialen Truppenführung, unter dem
Generalstab unserer Vizepräsidentin Elfriede Sofe, unsere Anerkennung und
innigsten Dank aussprechen. Sie hat mit ihren vielen Truppen Enormes
geleistet. Ja, ja, arbeiten ist etwas Schönes - stundenlang könnte man
zusehen! Und es ist bestimmt nicht einfach und leicht, für über 1000
Besucher das Essen und Trinken zu beschaffen und zuzubereiten. Die Wiener
Schnitzel wurden von den meisten Feinschmeckern hoch gepriesen. Unseren
Chefs, Randy Mathy und Frau Fina, gebührt ein Extralob, denn diese Schnitzel
waren - wie man auf Deutsch heute so schön sagt - einfach Tops". Also kurzum,
es war ein opulentes Mahl mit allem Drum und Dran.
Die Teutonia Volkstanz- und Schuhplattlergruppe war wohl der Höhepunkt der
Unterhaltung. Es war schön, zu sehen, mit welcher Freude diese jungen
Personen ihre Tänze mit Elan und Ausgelassenheit auf den Tanzboden legten.
Das Publikum war begeistert von ihren Darbietungen. Den Eltern und
Großeltern dieser Tänzer gebührt ein großes Lob, diesen Jungen und Mädchen
Ansporn zu geben, um die Sitten und Gebräuche der alten Heimat zu fördern
und aufrecht zu erhalten. Wir sind Arno Erdmann zu tiefstem Dank
verpflichtet, uns diesen Tag zu verschönern.
Kinder und Enkelkinder hatten alle einen Heidenspaß. Unter der Obhut von
Christine Griesser wurde die Kinderparade zu einem Bombenerfolg. Es waren
über 140 Kinder, die mit bemalten Gesichtern an der Parade teilnahmen. Der
Moonwalk" war für sie eine Hauptattraktion. Jedes Kind bekam später ein
Geschenk für die Mühe und Anstrengungen des Tages. Wir möchten uns hiermit
bei Christine für die selbstlose Opferung ihrer Zeit herzlichst danken.
Trotz der Wärme gab die musikalische Unterhaltung ihr Bestes, um die Tänzer
auf den Tanzboden zu locken: Die Kapellen The Tradewinds", The Vagabonds"
und Kathy und Arnold" brachten Schwung in die Bude.
Es
war in der Tat ein gelungener Tag. Wir möchten hiermit allen Helfern und
Mitarbeitern unseren herzlichen Dank aussprechen, denn ohne sie wäre das
Fest nicht so erfolgreich ausgefallen. Es waren über 1000 Besucher, die sie
betreuen mussten.
Wir sehen uns wieder am 5. November 2005 zu der Veranstaltung Abend in Wien",
bei dem auch der Schwäbische Männerchor" auftreten wird. Also bis dahin
Servus".
Claus Koerbel |