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Walchensee (dpa) - Schnitzel in
allen Variationen sowie die Spezialität Walchensee-Renke", ein Fisch aus dem
gleichnamigen Gewässer. Serviert wird er unten" in den Gasthöfen am
Walchensee in Oberbayern, während der Blick nach oben" zum Herzogstand geht.
1731 Meter hoch ist der Hausberg des Sees, ein beliebtes Wanderziel.
Namenspatron des Bergs ist Herzog Wilhelm von Bayern, der hier in den Jahren
1508 bis 1550 zusammen mit seinem Bruder Herzog Ludwig oft zur Jagd ging.
Heute ist die Region 75 Kilometer südlich von München ein Geheimtipp für
alle, die zu Fuß sind und Naturerkundungen mögen. Die Wege rund um den
sieben Kilometer langen und fünf Kilometer breiten Walchensee sind für
Spaziergänger genauso geeignet wie für ambitionierte Bergsteiger. Der Weg
auf den Herzogstand kann aber nicht nur zu Fuß, sondern auch mit der
Herzogstandbahn zurückgelegt werden. Die Gondel führt in wenigen Minuten
hinauf auf 1600 Meter.
Kuhglockengeläut empfängt den Wanderer beim Aussteigen von allen Seiten.
Überall sind zufrieden wirkende und vor sich hin käuende Horntiere zu sehen.
Vom Herzogstandhaus nahe der Bergstation starten mehrere ausgeschilderte
Wanderrundwege von unterschiedlicher Dauer.
Lohnend ist bei gutem Wetter in jedem Fall die Tour auf den Gipfel. Auf dem
Weg dorthin fasziniert nicht nur der Seeblick, sondern auch die Sicht auf
die Oberbayerische Seenplatte im Norden, die Benedik-tinerwand und die
Tegernseer Berge im Osten, den Großglockner und den Großvenediger sowie das
Karwendelgebirge und die Zugspitze im Süden und Südwesten. Die Allgäuer
Berge grüßen von Westen her. Für den Abstieg gibt es verschiedene Wege:
zurück mit der Herzogstandbahn oder direkt vom Gipfel durch den Wald bis in
die auf 800 Meter Höhe gelegene Ortschaft Walchensee. Gute Schuhe sind dabei
wichtig: Der Weg ist oft sehr steil und teilweise steinig.
Die Romantik des Sees und seiner Umgebung wusste bereits Johann Wolfgang von
Goethe zu schätzen, der auf seiner Italienreise 1768 am Walchensee Station
machte. Panorama und See lassen sich aber auch bei einem Rundweg um das
Gewässer genießen - oder noch sanfter und romantischer: bei einer
Ruderbootsfahrt. Mehrere Bootsverleihe gibt es an der Uferstraße. Auch
Surfer, Segler, Taucher, Angler und Mountainbiker finden entsprechende
Verleihstationen. Seine gemütliche Atmosphäre ist dem See dadurch geblieben,
dass es hier keine großen Hotels, sondern nur Gasthöfe, Pensionen und
Campingplätze an den Ufern gibt.
Unterkunft und Essen gehen
In
den Dörfern Walchensee, Urfeld und Einsiedl gibt es Hotels und Restaurants.
Vor allem in der Ferienzeit und an Wochenenden lohnt sich eine
Zimmerreservierung, da der See für viele Münchner ein beliebtes Ausflugsziel
ist. Abendessen gibt es in den Gasthöfen oft nur bis 20.00 Uhr. Auch manche
Cafés schließen selbst bei schönem Wetter schon um 18.00 Uhr.
INFORMATIONEN: Tourist-Information Walchensee, 82432
Walchensee. Internet: www.walchensee.de
www.walchensee.net |