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Wolfsburg
(dpa) Auf dem Weg zu drastischen Kostensenkungen
ist der Autobauer Volkswagen ein weiteres Stück vorangekommen.
Unternehmensspitze und Betriebsrat am VW-Stammsitz Wolfsburg einigten sich
jetzt endgültig auf ein neues Schichtmodell. Durch neue
Arbeitszeitregelungen würden Einsparungen von 50 Millionen Euro pro Jahr
erzielt, teilte VW mit. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Wolfsburg
sei maßgeblich" gestärkt worden.
Der Vorstand der
Marke VW habe nach der Einigung entschieden, im nächsten Jahr mehr als 390
000 Fahrzeuge in Wolfsburg zu bauen. Ohne die Einigung wären es rund 90 000
Fahrzeuge weniger gewesen.
VW fährt derzeit
einen harten Sparkurs. Die Traditionsmarke VW schrieb im dritten Quartal
rote Zahlen. VW hatte in Wolfsburg zuletzt bereits bei dem geplanten Bau
eines neuen kleinen Geländewagens Kostensenkungen erzielt.
Insgesamt will der
VW-Konzern bis 2008 alleine bei seiner Kernmarke VW sieben Milliarden Euro
einsparen. Dazu gehört auch ein Abbau von mehreren tausend Stellen.
Beim neuen
Schichtmodell für das Werk Wolfsburg hatten Unternehmensführung und
Betriebsrat bereits Mitte Oktober einen Durchbruch erzielt. Vorausgegangen
waren monatelange Verhandlungen.
Wie VW mitteilte,
werden die Einsparungen von 50 Millionen Euro jährlich unter anderem durch
den Wegfall bezahlter Pausen sowie den Wegfall von Nachtschichtzuschlägen
erzielt. Zudem erwarte VW eine erhöhte Produktivität. Betroffen vom neuen
Schichtmodell sind die rund 18000 Beschäftigten in der Golf V-Fertigung.
Der Betriebsrat
hatte als Hauptgrund für die Zustimmung zum neuen Schichtmodell die Zusage
des Unternehmens angeführt, im kommenden Jahr rund 100000 zusätzliche Golf V
in Wolfsburg zu bauen. Damit seien rund 5300 Arbeitsplätze gesichert. VW
hatte damit gedroht, Produktion aus Wolfsburg abzuziehen, wenn sie nicht zu
wettbewerbsfähigen Kosten zu erstellen wäre. |