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Wolfsburg (dpa) - Die Lage für Europas größten
Autobauer Volkswagen bleibt schwierig. Die Kernmarke schreibt weiter rote
Zahlen. Das Geschäft in China rutschte in die Verlustzone und in den USA ist
ebenfalls keine Trendwende in Sicht. Das geht aus dem Quartalsbericht hervor,
den der Autokonzern am Freitag in Wolfsburg veröffentlichte. Nur dank des
Sparprogramms ForMotion" nahm der operative Konzerngewinn in den ersten drei
Monaten kräftig um 41 Prozent auf 464 Millionen Euro zu.
In den ersten drei Monaten wurden 684 Millionen Euro
eingespart und damit mehr als an der Börse erwartet. Der Kurs der
Volkswagen- Aktien kletterte am Freitag kräftig um zwischenzeitlich 1,57
Prozent auf 32,38 Euro. Nach Steuern blieb im Konzern ein Gewinn von 70
Millionen Euro nach 26 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Erste Kennzahlen
hatte VW schon in der vergangenen Woche mitgeteilt.
Trotz der anhaltend schwierigen Lage auf den Automärkten
erwartet VW in diesem Jahr ein besseres Ergebnis als im Vorjahr, bekräftigte
der Bericht. Die folgenden Quartale werden auf jeden Fall besser ausfallen
als das erste Quartal 2005", hatte VW-Chef Bernd Pischetsrieder den
Aktionären auf der Hauptversammlung vorige Woche versprochen.
Einen ersten leichten Aufwärtstrend konnte die
Markengruppe VW, Skoda, Bentley und Bugatti laut Quartalsbericht bereits
verbuchen. Das operative Ergebnis blieb zwar im Minus, der Verlust
verringerte sich aber von 71 Millionen auf 53 Millionen Euro. Weiter
notwendige Verkaufsförderungsmaßnahmen" sowie negative Wechselkurseinflüsse
seien wesentliche Faktoren für das unbefriedigende Ergebnis.
In China rutschte das Ergebnis von plus 106 Millionen
Euro im Vorjahr jetzt mit einem Minus von 17 Millionen Euro in die
Verlustzone. Der einstige VW-Vorzeigemarkt und nach Deutschland
zweitwichtigste Abnehmer ist zum Krisenfall geworden. In den USA fuhr VW im
ersten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen. Die Verluste betrugen dort
328 Millionen Euro nach 235 Millionen Euro Minus im Vorjahr.
Die Markengruppe Audi (Audi, Seat, Lamborghini) steigerte
dagegen ihren operativen Gewinn gegenüber Vorjahresquartal um 22,5 Prozent
auf 303 Millionen Euro. Die Nutzfahrzeugsparte verringerte ihren Verlust auf
39 (Vorjahr: 88) Millionen Euro. Die Sparte Finanzdienstleistungen hielt ihr
operatives Ergebnis mit 230 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe.
Rabattschlachten, die hohen Stahlpreise und der starke
Euro machen VW nach wie vor zu schaffen und sind auch für das Gesamtergebnis
des Jahres die größten Risikofaktoren, wie Pischetsrieder unlängst schon
deutlich machte. Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 21,12 Milliarden Euro
um 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. |