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Hamburg - Wolkenbruchartige
Regenfälle, Erdrutsche und Überschwemmungen: In mehreren europäischen
Ländern sind bei Unwettern zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.
In
der Zentralschweiz verschärften anhaltende Regenfälle die Hochwasserlage. Im
Kanton Luzern wurden zwei Feuerwehrmänner von Erdrutschen verschüttet und
konnten nur noch tot geborgen werden. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde
etwa 15 Kilometer östlich von Basel bis nach Frankreich eingestellt. Mehrere
Flüsse traten über die Ufer, Straßen und Brücken wurden gesperrt. Der
Schienenverkehr war in der Zentralschweiz fast völlig lahm gelegt. Der
Fernverkehr ab Zürich-Hauptbahnhof ins Tessin und in Richtung Italien stand
still. Einige Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten.
In
Österreich starb eine etwa 50-jährige Frau, nachdem eine Schlammlawine ihr
Wohnhaus in Gasen knapp 50 Kilometer nördlich von Graz zerstört hatte. Ihre
77-jährige Schwiegermutter überlebte entgegen ersten Angaben das Unglück.
Heftige Regenfälle führten in der Steiermark und in Kärnten sowie in
Niederösterreich zu Überschwemmungen und Erdrutschen. In Graz, wo am Sonntag
zeitweise Katastrophenalarm galt, war die Lage am Montag leicht entspannt.
Bei den seit einer Woche andauernden verheerenden Überschwemmungen in weiten
Teilen Rumäniens hat sich die Zahl der Todesopfer bis Montag auf 18 erhöht.
Nach einer neuen offiziellen Bilanz wurden insgesamt 342 Wohnhäuser völlig
zerstört und weitere 2751 schwer beschädigt. In der Nacht zum Montag hatten
die Fluten vor allem im Osten und in den Westkarpaten Uferstücke
weggeschwemmt und Deiche zerstört. Landesweit waren tausende Helfer damit
beschäftigt, Deiche zu reparieren und die fast 1500 Menschen zu versorgen,
die ihre Häuser verlassen mussten. Die Meteorologen erwarteten bis Mittwoch
weitere heftige Regenfälle.
Auch in Ungarn mussten hunderte Keller ausgepumpt werden. Ein mit Stahl
beladener Güterzug entgleiste nahe der westungarischen Stadt Veszprém auf
den nassen Schienen. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Höchste
Alarmstufe herrschte am Ufer der aus Österreich nach Ungarn fließenden Raab,
am westlichen Grenzort Szentgotthard.
In
Deutschland leidet der Süden und Südwesten unter heftigen Regenfällen.
Verantwortlich dafür ist das Tief Norbert". Dabei ist laut Wetterdienst
Meteomedia vor allem am Alpenrand mit erheblichen Regenmengen zu rechnen. In
einigen Lagen könnte es dramatisch werden", sagte ein Sprecher von
Meteomedia. Anhaltende Regenfälle ließen die Flusspegel in Bayern stark
ansteigen. Die Speicherseen im Alpenvorland wurden abgelassen, um die
Rückhaltekapazität für das Hochwasser zu erhöhen. Starke Regenfälle führten
in der Nacht zum Montag auch in Baden-Württemberg zu Straßensperrungen.
Regenmassen auch im Sonnenland Türkei: In der nordosttürkischen
Schwarzmeerprovinz Rize wurden am Montag vier Dorfbewohner tot aus einer
Schlammlawine geborgen. |