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Schmerzen in der Brust, Atemnot und Kaltschweißigkeit das sind typische
Zeichen eines Herzinfarkts. Doch das muss nicht die Ursache sein.
Hinter solchen Symptomen kann sich auch eine akute seelische Belastung
verbergen, die dem Herzmuskel lebensbedrohlich zusetzt. US-Mediziner von der
Johns-Hopkins-Klinik in Baltimore untersuchten 19 Notfall- Patienten, bei
denen sich der anfängliche Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht bestätigt
hatte. Dennoch fanden die Ärzte bei den Kranken Zeichen für einen
Herzschaden insbesondere eine spürbare Pumpschwäche und Veränderungen im
Elektrokardiogramm (EKG). Es stellte sich heraus, dass alle Betroffenen kurz
vor der Herzattacke psychische Schockerlebnisse durchgemacht hatten: Sie
mussten etwa den plötzlichen Tod eines nahen Menschen verkraften, waren
Opfer eines Raubüberfalls oder eines Verkehrsunfalls geworden. Die Patienten
wiesen massiv erhöhte Pegel an Stresshormonen auf", erklärt Forscher Dr.
Hunter Champion. Diese Stoffe können den Herzmuskel angreifen oder in den
Herzkranzgefäßen Krämpfe auslösen." Ältere Frauen sind offenbar besonders
anfällig für das Syndrom des gebrochenen Herzens". Die gute Nachricht: In
der Regel erholt sich das angeschlagene Herz innerhalb weniger Tage. In
jedem Fall aber sind akute Herzbeschwerden ein lebensgefährlicher Notfall
und erfordern rasche ärztliche Hilfe.
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