15 July, 2008

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Kein Tier als Urlaubssouvenir

Kampagne auf deutschen Flughäfen

 

Dresden (dpa) - Unter dem Motto Kein Tier als Urlaubssouvenir" hat vor Kurzem auf dem Dresdner Flughafen eine bundesweite Kampagne für den Artenschutz begonnen. Trotz vielfältiger Aufklärung haben Reisende häufig verbotene tierische" Mitbringsel im Gepäck, teilten die Organisatoren mit. Nach Angaben des Zolls wurden 2004 bundesweit in 1150 Fällen rund 37000 geschützte Tiere und Pflanzen oder daraus entstandene Produkte sicher gestellt. An der Kampagne ist auch der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) beteiligt.

Der Zoll beschlagnahmte unter anderem Elfenbeinschnitzereien, Schildkrötenpanzer, Korallen, Muscheln und Stoßzähne. Als besonders grausam wertet der IFAW die Einfuhr lebender Tiere. So würden Schildkröten in Einmachgläsern transportiert, kleine Schlangen in Zigarettenschachteln oder Chamäleons in der Schmutzwäsche. Viele Tiere sterben bereits auf dem Transport nach Deutschland, weil sie ersticken, verdursten, zerquetscht werden oder dem Stress des Transportes nicht standhalten", hieß es.

In 80 Prozent der Fälle haben Touristen solche Dinge im Gepäck", sagte die Sprecherin des Hauptzollamtes Dresden, Heike Wilsdorf. Erschwerend sei, dass viele Souvenirs in den Urlaubsländern ganz offen verkauft würden. Viele Menschen kämen gar nicht auf die Idee, dass dies eine massive Bedrohung für Tierarten sei.

Ihr Schutz ist im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen geregelt. Verstöße können sogar mit Gefängnis geahndet werden. Die Kampagne auf den Flughäfen soll demnächst in Bremen und Berlin weitergehen

Zollbetriebsinspektorin Heike Wilsdorf präsentierte kürzlich auf dem Flughafen Dresden beschlagnahmte Tier-Präparate.

 

 

Last modified on:06/06/2005

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