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Windsor Nachdem ein gewaltiger
Schneesturm das für den 16. Dezember anberaumte Weih-nachtskonzert des
Windsor Teutonia Club's zur Absage zwang, wurde es um eine Woche verschoben
und für den 23. Dezember neu angesetzt. Obgleich der neue Termin so nahe vor
dem Fest lag, kamen doch über 150 Zuhörer. Und sie wurden nicht enttäuscht.
Die zwanzig Sänger und Sängerinnen, des unter der Leitung von Henry Boon
befindlichen Chores, waren in bester Verfassung. Es schien, als hätte der
einwöchige Aufschub die Stimmen zu voller Reife gebracht.
Das Programm bestand aus einer Mischung von weltlichen und dem
Weihnachtsfest entsprechenden Liedern und reichte von J.S. Bach bis zu
Kompositionen des Dirigenten Henry Boon.
Aufgelockert wurden die Chorgesänge durch Vorträge des Duos Annette Koerner
und Wilfried Mozer sowie Solo Einlagen von Louise Connon und Peter McBean.
Das Octett Klassika, zumeist aus Mitgliedern des Teutonia Chores bestehend,
war ebenfalls zu hören. Ein Piano Solo von Monique Simone und zwei Gedichte,
je eines in deutsch und englisch, vorgetragen von Gerdi Prechter-Slama,
rundeten das Programm ab.
Doch ehe es zum Abschluss mit dem gemeinsamen Singen von Stille Nacht" kam,
ehrte die Präsidentin des Chores, Katherine Gossmann, zwei verdiente Sänger.
Gustav Zeh - er feierte am 10. Januar 2008 seinen 87. Geburtstag - wurde
Ehrenmitglied des Chores. Er ist das einzige, noch lebende Gründungsmitglied
des Chores. In den frühen fünfziger Jahren traf man sich im Weinkeller von
George Reiter, wo der selbst gekellterte Wein die Stimmung hob und die
Zungen löste und man den so begossenen Kehlen manches deutsche Lied
entlockte.
Die Sangesfreude war entdeckt und wurde gepflegt. Dem Kreise gehörten noch
an Willi Schob, Frank Seider und Joe Klingl. Man formte einen Männerchor und
legte sich den Namen Frohsinn" zu unter dem Motto: Frisch der Gesang , heil
deutschem Wort und Sang."
Bald schloss man sich dem Teutonia Verein an und änderte den Namen auf
Teutonia Männer Chor, aus dem einige Jahre später der Gemischte Chor
wurde. Das Motto hatte man variiert und es lautet bis zum heutigen Tage:
Frisch der Gesang, Teutonia treu ein Leben lang.".
Engelbert Willi" Trittler wurde für seine langjährige Zugehörigkeit und
Treue geehrt.
Gesundheitlich ist er verhindert, aktiv an den Proben und Konzerten
teilzunehmen. Nach Erhalt der Urkunde flüsterte er: Wenn ich nur wieder
singen könnte."
Beiden wurde reichlicher Applaus zuteil.
Bei würzigen Glühwein und hausgemachten Kuchen und Plätzchen verweilte man
noch in gesellschaftlicher Runde.
risl |