30 June, 2008

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Wiener Ball am Ufer des Detroit River

Straussball 2005 Photo Gallery

Detroit – Es ist 1 Uhr früh, der letzte Takt Tanzmusik ist verklungen und fröhliche Tänzer mit müden Füßen verlassen den großen Saal im Cobo Center. Damit ging der nun schon 58. Johann Strauss Ball des Vereins der Österreicher in Detroit zu Ende. 750 Gäste und Mitwirkende fanden sich am Samstag dem 5. Februar im Ambassador Saal ein, um einen „Wiener Ball“ mitzuerleben und zu tanzen, ohne nach Österreich reisen zu müssen.

Nach einem gemeinsamen Abendessen folgte um 20 Uhr die Eröffnung des Balles. Zunächst begrüßten Vereinspräsident Horst Griesser und der österreichische Honorargeneralkonsul für Detroit, Aloys Schwarz, alle Gäste. Aloys Schwarz entbot vor allem den erschienen Ehrengästen: Konsul Gernot Wiedner vom Generalkonsulat in Chicago, Kizzi Montgomery in Vertretung von Detroit Bürgermeister Kwame Kilpatrick, und Michael Benzinger, Präsident des Austrian Club Windsor, mit Gattin ein herzliches Willkommen. Konsul Wiedner gratulierte dem Verein  zu dieser großen Veranstaltung und wünschte noch viele erfolgreiche Jahre. Er freue sich schon auf den Ball im nächsten Jahr, verkündete er. Ms. Montgomery verlas eine Proklamation des Bürgermeisters und überreichte das Dokument Präsident Griesser mit den besten Wünschen des Bürgermeisters. Präsident Horst Griesser dankte dem Strauss Ball Komitee mit herzlichen Worten für die geleistete Arbeit.

Als dann das Orchester unter der Leitung von George G. Stepulla den Marsch „Wien bleibt Wien“ erklingen ließ, übernahm Zeremonienmeister Alex Suczek das Mikrophon und führte mit eleganter Fertigkeit durch das Programm. Ein Anziehungspunkt neben der schönen Musik ist natürlich auch die Eröffnungspolonaise. Aller liebst waren unsere jüngsten Teilnehmer, Kinder und Enkelkinder von Mitgliedern, im Alter zwischen sechs und neun (zukünftige Polonaisetänzer!). Angeführt von Polonaiseleiterin, Zdzislawa Gumul, marschierten sie herein.  Nachdem sie eine kurze Tanzfigur vorführten standen sie bereit den Debütantinnen ein Sträußchen roter Rosen zu überreichen. Zu den Klängen von Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ wurden siebzehn junge Damen mit ihren Begleitern einzeln mit Namen vorgestellt; mit tiefem Hofknicks bedankten sich die Debütantinnen bei den Gästen für den warmen Applaus.

Der Radetzkymarsch erklang und all 28 jungen Paare schritten in verschiedenen Formationen über den Tanzboden, sodass jedes Paar von allen Gästen bewundert werden konnte. Eine lebhafte Polonaise, ein Tanz der königlich-kaiserlichen Höfe, folgte. Wie jedes Jahr wurde die Vorführung mit begeistertem Applaus bedacht. Das Walzertanzen der jungen Paare aber erhielt heuer besondere Komplimente. „So gut haben sie noch nie getanzt“ hörte man von vielen Seiten. Also ein lautes BRAVO den Tänzern und Tanzlehrern, im Besonderen Jochen Ohlendorf. Nach alter Tradition tanzen zum Abschluss der Vorführung die Väter mit ihren Debutantentöchtern den Donauwalzer. Als besondere Einlage durften dieses Jahr zum ersten Mal auch die Großväter mit ihren Enkelinnen, unter allgemeinem Beifall, einige Takte Walzer tanzen. Danach hieß es: “alles Walzer“ und der Tanzboden wurde für das Publikum freigegeben.

Die Erich Neubauer Tanzkapelle setzte den Abend mit flotten Weisen fort und wurde dann wiederum vom großen Ball Orchester abgelöst. So blieb der Tanzboden den ganzen Abend mit begeisterten Tänzern gefüllt, Jung und Alt schien sich bestens zu unterhalten. So auch eine Gruppe von 20 Mitgliedern des Edelweiss Clubs in Grand Rapids, die sich sogar mit einer Tanzstunde im Walzertanzen auf unseren Ball vorbereitet hatte. Langjährige Gäste reisten aus Ohio und Kanada an. Wir schätzen uns besonders geehrt, dass die Familie Ulli Edelbachers unserem Ball die Treue hält; einige Familienmitglieder lassen es sich nicht nehmen, sogar von Oklahoma und New York City zu unserem Ball anzureisen.

Gegen 22:30 wurde aber doch eine Tanzpause für das Publikum eingelegt. Das Parkett wurde drei Turniertanzpaaren überlassen. Diese internationale Gruppe - ein deutsches Paar, ein Tänzer aus Sibirien, seine Partnerin aus Lettland und ein Paar von Detroit - zeigten verschiedene Tänze aus dem „Internationalen Tanzprogramm“ und begeisterten die Zuschauer mit ihrem Können. Wie wohl nicht anders zu erwarten, fand der „Wiener Walzer“ besonderen Anklang.

Wir, die Veranstalter, danken allen unseren Gästen, die durch ihr Mitwirken unserem Ball wieder seinen allgemeinen Erfolg brachten und deren Treue es uns erlaubt, die nun schon bald 60 jährige Tradition fortzusetzen. Auf ein Wiedersehen beim 59. Johann Strauss Ball am 18. Februar 2006.

Straussball 2005 Photo Gallery

 

Last modified on:02/22/2005

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