19 August, 2008

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Deutsche Sportler glänzen bei World-Games - Spiele laufen heiß

Duisburg (dpa) - Strahlende Gesichter bei den Organisatoren, prächtige Stimmung bei den Fans, glänzende Leistungen der deutschen Athleten: Das Auftaktwochenende der World Games in Duisburg hat alle Erwartungen übertroffen und Appetit auf die ungewöhnlichen und spektakulären Sportarten gemacht. Schon an den ersten drei Wettkampftagen bestiegen deutsche Sportler bei 50 Entscheidungen schon 20 Mal das Siegerpodest: Zehn Goldmedaillen, vier Mal Silber und sechs dritte Plätze gab es bislang zu feiern.

Artistisch und spektakulär ging es in der Rhein-Ruhr-Halle zu. Der deutschen Trampolin-Olympiasiegerin von Athen, Anna Dogonadze, gelang am Sonntag mit ihrer Partnerin Jessica Simon im Synchronspringen ein blitzsauberer Finaldurchgang, so dass das Duo aus Bad Kreuznach am Ende Gold bejubelte. Zu Zweit macht es viel mehr Spaß. Wir haben prima harmoniert", sagte Dogonadze. Nico Gärtner (Cottbus) war schon am Samstag auf dem Doppel-Minitrampolin mit einem atemberaubenden Dreifachsalto vor 1500 Fans zu Bronze gesprungen. Keinen Finalisten hatte Deutschland bei der Sportakrobatik und beim Tumbling, dem artistischen Bodenturnen über eine 25-Meter-Bahn.

Treffsicher waren dagegen die deutschen Feldbogenschützinnen Monika Jentges (Ganderkesee) und Martina Schacht (Hamburg). Jentges gewann den Titel mit dem Blankbogen, Schacht war mit dem Compoundbogen nicht zu schlagen. Auch die American Footballer setzten sich die Krone" auf. Im Finale bezwang die deutsche Mannschaft Schweden mit 20:6.

Eine fast punktgenaue Landung gelang Stefan Wiesner aus Altenstadt beim Fallschirm-Zielspringen. Der Junioren-Weltmeister verfehlte den Zielpunkt am Toeppersee nur um einen Zentimeter. Platz zwei belegte auch das deutsche Freeflying-Trio. Erfolge feierten die deutschen Kanuten im Drachenboot, das zu den Einladungswettbewerben zählt: Über 2000 Meter gewann das Wuppertaler Drachenboot Gold, im Sprint (200 m) gab es Rang drei.

Allein die Bodybuilder holten schon am Samstag fünf Medaillen in sieben Disziplinen, darunter einmal Gold für Werner Zenk (München) im Leichtgewicht bis 75 Kilogramm. Gleichzeitig wurde auf der Scherenbahn gefeiert. Deutschlands beste Keglerin, Elgin Justen aus Brühl, schaffte das Double. Sie gewann die Titel im Einzel und im Mixed mit Holger Mayer aus Heddert. Das ist ein toller Triumph", sagte Justen, die im Einzel die Konkurrenz deklassierte. Ihr Mixed- Partner Mayer freute sich über die Anfeuerungen der mehr als 700 Zuschauer: Die standen wie eine Wand hinter uns."

Auch bei vielen anderen Wettkämpfen war die Resonanz im Land des Fußballs" erfreulich. Nur beim Orientierungslauf in der Hochburg Bottrop hatten sich die Organisatoren mehr als die gekommenen 200 Besucher erhofft. Das Fallschirmspringen war dagegen auch ohne Entscheidungen schon samstags mit 1200 Zuschauern ausverkauft. Stets randvoll war auch die Tribüne (500 Plätze) beim Tauziehen.

Dort herrschte durch die Mischung von fast altertümlichem Charme und Trendsport-Stimmung ohnehin ein besonderes Flair. Ein Erlebnis waren die Züge" der Schweizer, die auf die Unterstützung eines halben Dutzend Alpenglocken bauten und in der Klasse bis 640 Kilogramm im Halbfinale den deutschen Goldtraum zerstörten. Im kleinen Finale" waren die Deutsche wieder bei Kräften und bezwangen unter dem Jubel der Fans die Engländer. Die drittplatzierten Iren sorgten in der Klasse bis 680 Kilogramm für eine ganz spezielle Bestmarke: Die Brüder James, Dermot und Bill Kehoe nahmen an allen 7 World Games seit 1981 teil.

Das deutsche Tauziehteam in Aktion beim Wettbewerb bis 640 Kilogramm der World Games im Kampf gegen die Schweden.

Teilnehmerinnen an den 7. World Games in Duisburg zeigen beim Schwergewicht im Bodybuilding ihre Muskeln.

 

 

Last modified on:07/19/2005

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