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Duisburg (dpa) - Strahlende
Gesichter bei den Organisatoren, prächtige Stimmung bei den Fans, glänzende
Leistungen der deutschen Athleten: Das Auftaktwochenende der World Games in
Duisburg hat alle Erwartungen übertroffen und Appetit auf die ungewöhnlichen
und spektakulären Sportarten gemacht. Schon an den ersten drei
Wettkampftagen bestiegen deutsche Sportler bei 50 Entscheidungen schon 20
Mal das Siegerpodest: Zehn Goldmedaillen, vier Mal Silber und sechs dritte
Plätze gab es bislang zu feiern.
Artistisch und spektakulär ging es in der Rhein-Ruhr-Halle zu. Der deutschen
Trampolin-Olympiasiegerin von Athen, Anna Dogonadze, gelang am Sonntag mit
ihrer Partnerin Jessica Simon im Synchronspringen ein blitzsauberer
Finaldurchgang, so dass das Duo aus Bad Kreuznach am Ende Gold bejubelte. Zu
Zweit macht es viel mehr Spaß. Wir haben prima harmoniert", sagte Dogonadze.
Nico Gärtner (Cottbus) war schon am Samstag auf dem Doppel-Minitrampolin mit
einem atemberaubenden Dreifachsalto vor 1500 Fans zu Bronze gesprungen.
Keinen Finalisten hatte Deutschland bei der Sportakrobatik und beim
Tumbling, dem artistischen Bodenturnen über eine 25-Meter-Bahn.
Treffsicher waren dagegen die deutschen Feldbogenschützinnen Monika Jentges
(Ganderkesee) und Martina Schacht (Hamburg). Jentges gewann den Titel mit
dem Blankbogen, Schacht war mit dem Compoundbogen nicht zu schlagen. Auch
die American Footballer setzten sich die Krone" auf. Im Finale bezwang die
deutsche Mannschaft Schweden mit 20:6.
Eine fast punktgenaue Landung gelang Stefan Wiesner aus Altenstadt beim
Fallschirm-Zielspringen. Der Junioren-Weltmeister verfehlte den Zielpunkt am
Toeppersee nur um einen Zentimeter. Platz zwei belegte auch das deutsche
Freeflying-Trio. Erfolge feierten die deutschen Kanuten im Drachenboot, das
zu den Einladungswettbewerben zählt: Über 2000 Meter gewann das Wuppertaler
Drachenboot Gold, im Sprint (200 m) gab es Rang drei.
Allein die Bodybuilder holten schon am Samstag fünf Medaillen in sieben
Disziplinen, darunter einmal Gold für Werner Zenk (München) im Leichtgewicht
bis 75 Kilogramm. Gleichzeitig wurde auf der Scherenbahn gefeiert.
Deutschlands beste Keglerin, Elgin Justen aus Brühl, schaffte das Double.
Sie gewann die Titel im Einzel und im Mixed mit Holger Mayer aus Heddert.
Das ist ein toller Triumph", sagte Justen, die im Einzel die Konkurrenz
deklassierte. Ihr Mixed- Partner Mayer freute sich über die Anfeuerungen der
mehr als 700 Zuschauer: Die standen wie eine Wand hinter uns."
Auch bei vielen anderen Wettkämpfen war die Resonanz im Land des Fußballs"
erfreulich. Nur beim Orientierungslauf in der Hochburg Bottrop hatten sich
die Organisatoren mehr als die gekommenen 200 Besucher erhofft. Das
Fallschirmspringen war dagegen auch ohne Entscheidungen schon samstags mit
1200 Zuschauern ausverkauft. Stets randvoll war auch die Tribüne (500 Plätze)
beim Tauziehen.
Dort herrschte durch die Mischung von fast altertümlichem Charme und
Trendsport-Stimmung ohnehin ein besonderes Flair. Ein Erlebnis waren die
Züge" der Schweizer, die auf die Unterstützung eines halben Dutzend
Alpenglocken bauten und in der Klasse bis 640 Kilogramm im Halbfinale den
deutschen Goldtraum zerstörten. Im kleinen Finale" waren die Deutsche wieder
bei Kräften und bezwangen unter dem Jubel der Fans die Engländer. Die
drittplatzierten Iren sorgten in der Klasse bis 680 Kilogramm für eine ganz
spezielle Bestmarke: Die Brüder James, Dermot und Bill Kehoe nahmen an allen
7 World Games seit 1981 teil. |