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St. Moritz (dpa) - Mercedes-Benz
will mit der neuen S-Klasse seine Marktführerschaft im Premium-Segment
ausbauen. Man habe gute Chancen, wieder einen Marktanteil von rund 50
Prozent in dieser Fahrzeugklasse zu erreichen, sagte Joachim Kramer, Leiter
des Produktmanagements S-Klasse am Dienstag in St. Moritz. Das
Vorgängermodell sei im letzten Produktionsjahr noch auf 38 Prozent
Marktanteil gekommen und habe damit noch immer in Führung gelegen.
DaimlerChrysler setzt in den kommenden Jahren auf Wachstum im
Premium-Segment. Heute würden in dieser Klasse jährlich 155000 Limousinen
gebaut. Im Jahr 2013 rechnen Marktforscher mit einem Absatz von rund 230000
Autos in dem Segment, in dem vor allem BMW, Audi und auch Jaguar, Maserati
oder Lexus die Konkurrenten der S- Klasse sind. Wachstum werde es vor allem
in den USA und Japan geben, sagte Kramer. Ein starker Zukunftsmarkt werde
auch in China und Südostasien liegen, während der Absatz in Westeuropa
stagniere. Der Optimismus bei Mercedes-Benz rührt auch daher, dass
Marktforschungen ergeben hätten, dass nur wenige S-Klasse-Käufer zu anderen
Modellen abwandern. Die so genannte Loyalitätsquote liegt laut Kramer bei
über 70 Prozent.
Die alte S-Klasse war seit 1998 eine halbe Million mal verkauft worden. Der
Nachfolger kommt ab 24. September zu den Händlern - die Preise beginnen in
Deutschland ab 70760 Euro (inkl. Mehrwertsteuer). Dieselmodelle und das
zweitürige Coupé kommen 2006 auf den Markt. Das Auto, das in der vergangenen
Woche auf der IAA in Frankfurt vom neuen Mercedes-Chef Dieter Zetsche
vorgestellt worden war, zeichnet sich vor allem durch neue
Sicherheitselemente wie Nachtsichtradar auf Infrarotbasis sowie Abstands-
und Bremsassistenzsysteme ebenfalls mit Radarhilfe aus. |