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An
meine Mutter
So
gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht Von Deiner Liebe, deiner treuen
Weise; Die Gabe, die für andre immer wacht, Hätt' ich so gern geweckt zu
deinem Preise.
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr, Und wie ich auch die Reime mochte
stellen, Des Herzens Fluten wallten darüber her,An meine Mutter
So
gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht Von Deiner Liebe, deiner treuen
Weise; Die Gabe, die für andre immer wacht, Hätt' ich so gern geweckt zu
deinem Preise.
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr, Und wie ich auch die Reime mochte
stellen, Des Herzens Fluten wallten darüber her, Zerstörten mir des Liedes
zarte Wellen.
So
nimm die einfach schlichte Gabe hin, Von einfach ungeschmücktem Wort
getragen, Und meine ganze Seele nimm darin: Wo man am meisten fühlt, weiß
man nicht viel zu sagen.
Annette von Droste-Hülshoff |