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Hamburg (dpa) - Österreich-Urlauber
werden 2006 in Salzburg und Wien eines der umfangreichsten Mozart-Programme
aller Zeiten erleben können. Das teilten Vertreter der Organisatoren in
Hamburg mit.
Allein in diesen beiden Städten sind mehrere tausend Veranstaltungen rund um
den Komponisten geplant, dessen Geburtstag sich am 27. Januar zum 250. Mal
jährt. Der Popstar des Barock" soll vor allem mit Ausstellungen, Festivals
und Konzerten gefeiert werden. Das Mozartjahr soll allerdings kein Spektakel
werden, kein kitschig-nostalgisches, unreflektier-tes Gedenkjahr", sagte
Peter Marboe, der Intendant der Organisation Wiener Mozartjahr. Vielmehr
gehe es darum, ein Musik- und Kulturjahr zu inszenieren, das ein Ereignis
statt ein Event" ist: Wir wollen die Spreu des Flüchtigen vom Weizen des
Bleibenden trennen", kündigte Marboe an. Offiziell eröffnet wird das
Mozartjahr am 27. Januar 2006 in Salzburg. Zu den Höhepunkten der
Veranstaltungen dort soll die Ausstellung Viva! Mozart!" im neuen Haus des
Museums Carolino Augusteum zählen, die bis zum 7. Januar 2007 gezeigt wird.
Zu
sehen sein wird dabei auch das Original der ersten Komposition Mozarts,
eines Menuetts, das der kleine Wolfgang Amadeus im Kindergartenalter zu
Papier gebracht hat und die Köchelver-zeichnis-Nummer eins trägt. Es sei
eine gute Mischung zwischen Originalen und modernen Elementen gefunden
worden, sagte Museumsdirektor Erich Marx. Auch Mozart selbst begleitet die
Ausstellungsbesucher: als Erzähler in einem Audioguide.
Zu
den Konzerten und -Aufführungen des Festjahres gehört, dass im Rahmen der
Salzburger Festspiele (24. Juli bis 31. August) alle 22 szenischen Werke
Mozarts dargeboten werden. Sein kirchenmusikalisches Werk wird zum Teil in
den Salzburger Kirchen erklingen, in denen die Messen im 18. Jahrhundert
uraufgeführt wurden. Außerdem gibt es von Februar bis November die
Konzertreihe Best of Mozart". Auch Mozarts Geburtshaus werde im Mittelpunkt
des Interesses stehen, sagte Marx. In Wien werden Touristen unter anderem
das renovierte Mozarthaus an der Domgasse 5 besichtigen können. Dort hat der
Künstler lange gelebt und unter anderem die Hochzeit des Figaro" komponiert.
Das zuletzt als Musicalbühne genutzte Theater an der Wien" steht vom 1.
Januar an wieder für Opern zur Verfügung - allein dort sind mehr als 80
Veranstaltungen geplant. Ein Ziel des Programms sei es auch, Hemmschwellen
zu senken und junge Leute mit Mozarts Musik in Kontakt zu bringen. Dazu
werde es unter anderem Liedworkshops mit Schülern sowie 350
Straßenmusik-Konzerte überall in Wien geben, sagte Marboe.
www.mozart2006.net
www.wienmozart2006.at
www.wien.info
www.vivamozart.at
www.salzburg.info |