|
Auch den Reinhardt
Reissner Musikanten" unseren herzlichen Dank!
Sterling Heights Zur Zeit des
Schreibens befinden sich die beiden Unterhaltungs-Gruppen bestimmt noch auf
Tournee durch die USA und Kanada.
Möchte im Voraus erwähnen dass ich leider keine Gelegenheit hatte , dem
Besuch Der Reinhardt Reissner Musikanten-Kapelle" persönlich beizuwohnen.
Aus diesem Grund kann ich nur vom Besuch der Trachtengruppe Ulm" berichten.
(Aber, Freunde die bei der R. Reissner-Kapelle dabei waren lobten sie als "erstklassige
Stimmungsmacher!")
Nicht oft bietet sich die Gelegenheit gleich zwei bekannte und beliebte
deutsche Unterhaltungsgruppen, die noch dazu an den Ufern der Donau zuhause
sind, zu engagieren. Aber Carpathia's 2. Vize. Mike Talan ,setzte sich in
Verbindung mit anderen Vereinen von gleichen Interessen und somit wurden
Wünsche zur Realität.
Über das Wochenende vom 10. bis 12. August 2007 gastierte die
donauschwäbische Tanz-& Trachten-Gruppe ULM" bei uns hier im Klub Carpathia
in Sterling Heights, Michigan.
Die Tanzgruppe (23 an der Zahl,) kam noch am späten Freitag-Nachmittag bei
uns im Klubhaus an und Alle wurden sogleich vom Empfangs-Komitee und Scharen
von Mitgliedern mit offenen Armen begrüsst und sogleich als alte Freunde" in
die Reihen aufgenommen. Das alte Sprichwort: Zum ersten Mal geseh'n und
sofort erkannt", wurde Wahrheit. Denn was uns Erdenwandler miteinander
verbindet ist für alle Zeit das, was uns die Eltern in die Wiege legten: Die
deutsche Sprache, das deutsche Lied, Liebe zur alten Heimat ..wo der stolze
Ahnenstamm aus deutscher Erde Nahrung zieht.
Der schöne Abend wurde mit volkstümlicher Musik und heimatlichen Liedern,
neben erfrischenden Getränken und köstlichen Imbissen bis spät in die Nacht
hinein gefeiert. Nachdem wurden alle 23 Gäste bei verschiedenen
Vereinsmitgliedern (in deren Privat - Häusern) untergebracht.
Dann kam der Samstag! Im Carpathia Klub war Hochbetrieb mit Zubereitungen
für den erwartungsvollen Abend. Die freundlichen Gäste machten sich im schön
geschmückten grossen Saal gemütlich. Und nachdem das sehr wohlschmeckende
Nachtmahl verspeist war, nachdem jedes Weinglas, jeder Bierkrug wieder
vollgefüllt auf den Tischen stand wurde es aufeinmal ganz still. Alle Augen
drehten sich dem Eingang zu: Die Türen flogen auf .. Ja da kommen sie...
einmarschiert im Polka-Takt.. die scheene Maadle.. die stramme Buwa... in
ihre scheene Feschtdaags-Tracht! A scheener donauschwowischr Feiertag!"
Die Tänzer wurden mit viel Applaus empfangen, der sich dann langsam in den
Polkatakt einreihte. Der Programmleiter war Franz Flock. (Noch a Schwob vun
D'rhom/D'rhom.. obwohl sein Dialekt schon mit'm Schwabeländle/Deutschland
vermischt war, a Schwob kennt a Schwob.) Die musikalische Begleitung - für
Tanz und Lied - wurde von Gabi Anger, einer erstklassigen Musikantin,
dargeboten. Die Programm-Gestalterin war Ulrike Schiebli, eine vielseitig
talentierte Frau, die auch gleichzeitig im Duett mit ihrem Gatten, Rudolf
Schiebli die schönen alten Weisen überlieferten.
Das dreistündige, sehr inhaltsreiche Programm versetzte uns zurück in die
altvertraute Welt unserer Eltern und Vorfahren... noch bevor dem
Zusammenbruch 1945. Das Programm wurde in drei Teilen vorgeführt und jeder
Auftritt war umschlungen mit Heimatliedern wie.." Nach meiner Heimat zieht's
mich wieder .." Einmal wieder glücklich sein.." Wenn der Wein blüht.." sowie...
"Als Freunde kamen wir."
Der erste Teil des Programmes hiess:" Donauschwäbischer Festtag!" Der
Feiertagstanz zeigte jedes Mädel oder Frau, jeden Bub oder Mann in seiner
schönsten Sonntags-Tracht... drei Tanze mit Hut.. einen Polka ohne Hut. Bei
jedem Trachten-Wechsel wurden die Zuschauer über die einzelnen Bestandteile
der Tracht"... sehr genau informiert... von keinem Anderen als dem schon
väterlichen Ansager Franz Flock. Hanajo, a bissl Spass kann net schaade!"
Schöne Heimattrachten, schöne Tänze, lustige Menschen.. alles wurde belohnt
Mit viel Applaus!
Der zweite Teil: Erinnerungen an die Donaumonarchie!" Ah Ungarland! Puszta-Land...
wo der frisch-Csardas" lockt.. wo des Zigeuners Geige weint.. Schöne
Erinnerungen wurden wieder wach an eine vergangene niemals wiederkehrende
Zeit. Es war eine wahre Freude die jungen Tänzer in der schönen ungarischen
Tracht die ungarischen Tänze so völlig zu beherrschen. Darunter einen frisch
Csardas," sowie den Palotas-Csardas" und Verbunkos? Die Mädchen sangen ein
ungarisches Lied, in Herr Flocks eigenen Worten "Ohne ein Wort ungarisch zu
sprechen." Grosser Applaus war ihr Lohn!
Der dritte Teil: Donauschwäbische Arbeit!" Gekleidet im Alltags-Gwand"...
von Anno dazumal . Die lustigen Paare tanzten drei Polka's.. den
Donauschwaben- den Kukuruz- und den Herz-Schmerz Polka. Das Lied, wenn der
Wein blüht.." folgte. Darauf folgte auch der geerntete" Applaus!
Die Vorstellung neigte sich dem Ende zu und Worte des Abschieds wurden
gewechselt. Herr Flock bedankte sich herzlichst im Namen aller Tänzer bei
Präsident John Huth, für die Einladung und gute Bewirtung. Beim 2.
Vizepräsident Mike Talan, .für alle geschäftlichen Bedingungen vortrefflich
durchführen. Ein danke schön zu allen Mitglieder die für die wohlverdiente
Übernachtung sorgten . Und nicht zuletzt, an alle Mitglieder und Freunde
vielen Dank für die grossartige Unterstützung!" Geschenke wurden gegenseitig
überreicht und mit dem Lied: "Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir
.. endete auch eine erstklassige Tanz-Aufführung, aber die Freundschaft die
unsere Club-Mitglieder mit den Ulmer" schlossen lebt an!
Auf Wiederseh'n!
Herzlichst, Kaethie Schwager |