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Sterling Heights Eine
vorweihnachtliche Stimmung war es wieder am 9. Dezember, dem zweiten
Adventssonntag in der Carpathia Halle bei der Monatsversammlung und
Weihnachtsfeier des G.T.E.V. Edelweiss".
Erster Vorstand, Erwin Rauschendorfer brachte den kurzen geschäftlichen Teil
der Monatsversammlung zum Abschluß und richtete einen herzlichen Will-kommensgruß
zu unserer Weih-nachtsfeier an die Mitglieder und Gäste.
Als Leiter unseres Weihnachtsprogrammes Musikwart, Richard Michels übernahm
das Mikrophon, er begrüßte alle, er erwähnte, daß Advent in Bayern als die
staade Zeit" genannt wird, und er erklärte, daß nach mehreren, langen
Probenstunden die Mitwirkenden aus unseren Musikgruppen alle Anwesende auf
eine besinnliche Weihnacht einstimmen wollen. Er machte bekannt, daß die
musikalische Aufführung in dem von Frau Marianne Billo vorgelesenen
Evangelium nach Lukas eingefügt wird.
Man merkt, welche eine große bedeutende Rolle die Beziehung zwischen den
Hirtenleit' in Bethlehem und die Bauernleit' in den Bergenländer von Bayern,
Salzburg und Tirol (Nord, Ost und Süd) durch Spiele und Volksweisen
besonders spielt. Die armen und braven Hirten im Feld wurden von den Engeln
als Ersten den Himmlischen Gruß über die Geburt des Heilands gewählt. Sie
sind gschwind aufs Weg gegangen, Ihn zu finden und loben, aber nicht in
einem behaglichen Palastzimmer, sondern in einer Krippe im Stall umrahmt und
gewärmt von Seiner Heiligen Mutter, dem Heiligen Josef und den Viachatn. Daß
der Heiland und Gottessohn in schlichtem Armut geboren wurde, prägte so eine
persönliche Wichtigheit in die Herzen des Bauernleitn ein. Deshalb feierten
sie besinnlich und staad die Advent und Weihnachtzeit: Die guten Bauernleit
waren als Ersten gewählt. Man denkt ans weltbekannte und beliebte Salzburger
Weihnachtslied - Stille Nacht" - Hirten erst Kund gemacht."
Die Holzbläsergruppe begann das Programm mit dem Adventlied nr. 2". Unsere
Klarinettenmusi" spielte zwei Stücke -"Krippeng'sangl" und Hirtabuam
Boarischer". Die Hackbrett und Blockflötenmädla" spielten den "Staader
Walzer". Unsere Hackbrett und Klarinettenmusi bot Es wird scho glei dumpa"
dar, Die Michelshauser Okarinamusi spielte den Huat Tanz", den Hirten
Boarischer" wurde von den Geschwistern Edelhauser gespielt. Vier Soloisten
aus unserer Musikantengruppe hatten durch ihre schönen Aufführungen die
Anwesenden erfreuen lassen- Michael Campbell spielte den Kletzenbrot
Landler" mit dem Ziachatn (Ziehharmonika), Dennis Hoshield spielte eine
Adventliche Weiss' mit dem Ziachatn, Christina Michels sang den
Eng(e)lischen Gruß" (Gegrüsset Seist Du Maria) und Kevin Walker spielte
First Noel" mit der Gitarre. Die Flötengruppe" vervollkommnete den
instrumentalischen Teil des Programmes mit dem Lied Für Schtille Schtunde".
Unsere Mitglieder der Jugendgruppe, Garret Ritterhaus, Maria und Rachel
Winquest sprachen im perfektem Deutsch drei von unserer Richarda Ritterhaus
verfaßten Weihnachtsgedichte.
Vortrefflich sangen Die Laurissi Zwoagesang" in bayerischer Mundart Joseph,
lieber Joseph mein" und auch das Andachtsjodler".
Das Programm endete mit dem von Allen Anwesenden gesungenen beliebten
Weihnachtslied Stille Nacht, Heilige Nacht".
Nach dem Essen erschien zur Überraschung der Kinder der Weihnachtsmann. Der
gute Mann bescherte Geschenke an die sehnlichst erwarteten Kleinen.
Gegen 18 Uhr klang der Adventsnachmittag mit einer Verlosung des
Glückshaferl" aus. Viele schöne von den großzügigen Mitgliedern gespendeten
Geschenke wurden heimgetragen.
Einen besonderen Dank und Vergelt's Gott gehen an unseren Musikwart Richard
Michels für seine unermüdliche Arbeit und an alle Mitwirkenden für so eine
einmalige und gelungende Aufführung.
Die Mitwirkenden des Weihnachtsprogrammes:
Musikwart: Richard Michels
Die Musikanten: Richard Michels, Erwin und Caroline Rauschendorfer, Andrea,
Maria und Renee Edelhauser, Colleen Lachat, Lauren Kraft, Stan Lichota, Anni
und Christina Michels, Eric, Fred and Kevin Walker, Maria und Rachel
Winquist, Michael Campbell und Dennis Hoshield.
Die Laurissi Zwoagesang: Lauren Kraft und Christina Michels.
Die Leserin: Marianne Billo
Gedichte: Garret Ritterhaus, Maria und Rachel Winquest
Der Weihnachtsmann: John Edelhauser
Die Programmschrift: Karin Dean Kraft
Drei Königstag - nach bayerischem und
österreichischem Brauch
20
+C+M+B 08
Am
6. Jänner zieht man nach altem Brauch betend durch das Haus, sprengt
geweihtes Wasser in die Räume und läßt Weihrauch duften. An die Türen werden
mit Kreide die Jahreszahl und Kreuze sowie die Buchstaben C M B geschrieben
(Christus Mansionem Benedicat) - Christus segne dieses Haus, oft als Caspar,
Melchior und Balthasar gedeutet. Die Sternsinger ziehen vielerorts durch die
Straßen und besuchen die Häuser. Sie bitten um eine Gabe für die Weltmission.
Ein recht frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr
wünscht
Rolf Kurt Frühauf |