26 July, 2010

154th YEAR - THE AMERICAN NEWSPAPER WRITTEN IN THE GERMAN LANGUAGE

Stand vom Montag

1 US $ = 0,7701  Euro

1 Euro = 1,2985  US $

Contact Us

Home/Start

Store

Newsstands

 

Sections

Ads/Anzeigen

Archives/Archiv

National Ad Rates

 

Deutsche

Churches/Kirchen

Clubs/Vereine

Radiostationen

 

Fußball

Links

 

Services

Internship/Praktikum

Subscribe

Purchase 150th Anniversary Issue

Address Change

 

 

Auf biologische Rhythmen achten

Regensburg/München (dpa) - Nachts soll der Mensch schlafen, um Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln - eigentlich.

Es gibt Abend- und Morgentypen, bei denen die inneren Uhren etwas anders laufen", erklärt Prof. Jürgen Zulley von der Universität Regensburg.

Ob ein Mensch eher ein Morgen- oder ein Abendtyp ist, sei größtenteils genetisch festgelegt, sagt Schlafforscher und Chronobiologe Zulley. Allerdings müssten auch Faktoren wie Alter oder Gewohnheit berücksichtigt werden. Denn je älter ein Mensch wird, desto mehr entwickelt er sich zum Morgentypen."

Der Mensch wird beeinflusst von einem 24-Stunden-Rhythmus. Diesem Tag-Rhythmus unterliegen laut Zulley praktisch alle Funktionen des menschlichen Organismus. Die innere Uhr läuft jedoch nicht bei allen gleich. Sie bettet sich bei jedem Menschen unterschiedlich in den 24-Stunden-Tag ein. Diese Unterschiede können bis zu 12 Stunden betragen", sagt Prof. Till Roenneberg, Chronobiologe an der Universität München. Diese extremen Spättypen entstehen häufig durch Lichtmangel. Denn viel Tageslicht und besonders Morgenlicht bewirkt, dass wir früher einschlafen können, so dass unsere innere Uhr etwas vorgestellt wird", erläutert Roenneberg.

Die innere Uhr des Menschen läuft mit 25 Stunden etwas langsamer als der normale Tag-Rhythmus. Daher benötigt der Mensch Zeitgeber wie das Tageslicht. Es stellt unsere innere Uhr auf den 24-Stunden-Rhythmus ein", sagt Zulley. Ohne das Tageslicht oder andere Zeitgeber würde der Mensch von diesem Rhythmus abweichen. Der Rhythmus der Nahrungsaufnahme überlappt den Tag-Nacht-Rhythmus. Bewährt hat sich der Fünfer-Rhythmus mit drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten, weil der die relative Leistungskurve erhält", erklärt Ernährungswissenschaftler Prof. Gerhard Jahreis von der Uni Jena.

Der Blutzuckerspiegel sollte immer ausgeglichen sein und nur wenig schwanken. Bei Heißhunger ist zu wenig Glukose im Blut und der Mensch ist weniger leistungsfähig. Wird dem Heißhunger dann nachgegeben, steigt der Blutzuckerspiegel drastisch an und es folgt häufig ein Müdigkeitsgefühl."

Auch die Leistungskurve richtet sich nach dem 24-Stunden-Rhythmus. In der Mittagszeit fällt die Leistungskurve meist ab. Ein kurzer Mittagsschlaf von 10 bis 30 Minuten eignet sich gut, um das Tief zu überbrücken. Mehr als eine halbe Stunde Schlaf habe jedoch einen gegenteiligen Effekt, warnt Zulley. Um das Müdigkeitsgefühl in den Griff zu bekommen, sollte die Mittagsmahlzeit außerdem nicht zu proteinreich sein", rät Jahreis.

Auch Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil des 24-Stunden-Rhythmus. Denn die Schlafphasen sind weniger an die äußere Zeit als an den Stand dieser inneren Uhr gekoppelt", erklärt Prof. Henner Giedke vom Schlaflabor der Universitätsklinik Tübingen. Das individuelle Schlafbedürfnis ist zudem sehr unterschiedlich. Der Mittelwert liege bei 7,5 bis 8,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Wie viel Schlaf jemand braucht, lässt sich leicht herausfinden: Wird man am Morgen erst durch den Wecker wach, war der Schlaf zu kurz", erklärt Giedke. Internet: Ein Chronotyp-Test steht unter www.euclock.org Ragah Kamel

 

 

Last modified on:07/07/2008

Search past and current articles for:

 

GACCMI

           
About us Affiliations   Webmaster  

`

© 1996-2009 Nordamerikanische Wochen-Post. All rights reserved.