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Johannesburg (dpa) - In Südafrika
erkrankten 53 Menschen an einem neuen Tuberkulose-Bakterium, 52 von ihnen
starben. Internationale Mediziner warnen vor einer Epidemie In Südafrika
wurde ein neuer, extrem gefährlicher Tuberkulose-Erreger entdeckt.
Internationale Mediziner forderten die Kap-Regierung zum sorfortigem Handeln
auf. Die Bakterien vom Typ XDR-TB sind gegen die meisten Medikamente resist.
52 von 53 bekannt gewordenen Infizierten starben. Es gilt, keine Zeit zu
verschwenden", warnte der Mediziner Ernesto Jaramillo von der
Weltgesundheitsorganisation WHO auf einem Krisentreffen in Johannesburg.
Eine Epidemie hätte tödliche Folgen".
Auch Ken Castro von der US-Seuchenkontrollbehörde CDC mahnte zu schnellem
Handeln. Das Auftreten von XDR-TB stellt überall auf der Welt eine Bedrohung
dar", sagte er zum Auftakt des zweitägigen Treffens, an dem mehr als 100
internationale Gesundheitsexperten teilnehmen. Jährlich sterben rund 1,7
Millionen Menschen wetweit an Tuberkulose, meldet die WHO. Sollte sich der
Erreger XDR-TB ausbreiten, würde die Zahl weiter steigen. Mit Sorge
registrierten die Forscher die ungewöhnlich hohe Konzentration der Fälle.
XDR-TB-Bakterien träten vereinzelt auch anderswo in der Welt auf, doch sei
Südafrika das erste Land, wo eine hohe Aidsrate die Krankheit zu einer
tödlichen Bedrohung mache. Viele HIV-Infizierte stecken sich wegen ihres
geschwächten Immunsystems auch mit Tuberkulose an, die eine der
Haupttodesursachen bei Aidskranken ist.
Der neue, resistente Tuberkulose-Erreger wurde in der südafrikanischen
Provinz KwaZulu-Natal entdeckt. Laut eines Berichts auf der diesjährigen
Weltaidskonferenz sind 80 Prozent der Bevölkerung in der Region sowohl mit
dem Aidsvirus als auch mit Tuberkulose infiziert. Jaramillo forderte,
Behand-lungsprogramme für HIV-Infizierte und Tuberkulose-Kranke müssten
verzahnt werden. Beide müssen die gleiche Priorität erhalten, sonst wird
keine Wirkung erzielt." |