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Münster (dpa) - Der Musiker und
Bürgerrechtler Kurt Masur und das katholische Kindermissionswerk Die
Sternsinger" sind jetzt in Münster mit dem Preis des Westfälischen Friedens
ausgezeichnet worden. Masur erhielt seinen Teil der mit insgesamt 50.000
Euro dotierten Auszeichnung für sein besonnenes Einschreiten bei den
Montagsdemonstra-tionen in der damaligen DDR im Herbst 1989. Die Sternsinger
wurden als größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder weltweit geehrt. Der
frühere Innenminister Wolfgang Schäuble würdigte Kurt Masur als politischen
Helden, der vor 15 Jahren in Leipzig eine gewaltsame Eskalation der
aufgeheizten Lage verhindert habe. Es ist seine Stimme, die gehört worden
ist - auf beiden Seiten", sagte Schäuble. 70.000 Demonstranten etwa 8.000
von der DDR-Staatsgewalt mobilisierte Polizisten und Soldaten hätten Masurs
beschwichtigende Worte gleichermaßen gehört und befolgt. Er wurde
Hunderttausenden zum Vorbild und zur Orientierung."
Ich finde, wir sollten in der Hauptsache diejenigen Politiker achten, die
bereit sind, den Frieden dem Machtkampf vorzuziehen", sagte der 77 Jahre
Masur. Er hatte 26 Jahre lang als Kapellmeister des Leipziger
Gewandhausorchesters und später als Dirigent der New Yorker Philharmoniker
und des London Symphony Orchestra gewirkt. Als Erfolgsgeschichte bezeichnete
der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, die
Sternsinger. Seit 1959 hätten die Kinder mit ihren Liedern 310 Millionen
Euro gesammelt und 28 000 Hilfsprojekte in aller Welt unterstützt. Die Not
ist groß in vielen Teilen der Erde", sagte Lehmann. Es sei wichtig, junge
Menschen zu ermutigen, ihren Beitrag zu leisten. |