30 June, 2008

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Klinsmann greift Kritiker an:  Pessimismus hat WM in Gefahr gebracht

Dortmund (dpa) - Mit einem Rundumschlag hat Jürgen Klinsmann nach dem 4:1-Sieg im Testspiel gegen die USAseine Kritiker verbal angegriffen und ihnen vorgeworfen, mit Pessimismus und negativer Aggressivität die Weltmeisterschaft im eigenen Land riskiert zu haben. Da wird Politik gegen einen gemacht, die zu weit geht und respektlos ist, die aggressiv ist und versucht, Stimmung zu machen beim Publikum. Das hat nichts mit der Arbeit zu tun", beschwerte sich der Bundestrainer in einer Wutrede auf der offiziellen DFB-Pressekonferenz nach dem Spiel in der Nacht zum Donnerstag.

Die Kritik im sportlichen Bereich sei nach dem 1:4 in Florenz gegen Italien berechtigt gewesen, räumte Klinsmann ein. Damit haben wir uns auch auseinander gesetzt, das haben wir analysiert, das war eine Lektion. Aber viele dieser Einwürfe von bestimmten Medien hatten mit dem Spiel in Italien überhaupt nichts mehr zu tun." Deshalb habe dieses positive Ergebnis gegen die USA gut getan, weil wir jetzt gezielt weiter arbeiten können, ohne dass uns immer wieder Knüppel zwischen die Beine geschmissen werden. Das werden wir tun und sind der Überzeugung, dass wir ein gutes Turnier spielen werden", betonte der Wahl-Amerikaner mit Blickrichtung WM-Endrunde, die für das DFB-Team am 9. Juni in München gegen Costa Rica beginnt.

Auch den öffentlichen Umgang mit Bastian Schweinsteiger, der von der in München erscheinenden Boulevardzeitung tz" ohne Beweise in Zusammenhang mit dem neuen Fußball-Wettskandal gebracht worden war, stellte Klinsmann an den Pranger. Man müsse aufpassen, die eigenen Talente nicht kaputt zu machen. Man kann letztendlich alles kaputt machen, bevor es los geht. Auf dem besten Weg dazu waren wir. Gott sei Dank hat die Mannschaft eine sehr gute Reaktion gezeigt", erklärte der Bundestrainer und ergänzte: Wir haben auch gelernt, wo die Leute sitzen, die uns nicht so wohl gesonnen sind."

Der Rundumschlag von Klinsmann erinnerte zumindest im Kern an den legendäre Wutausbruch von Vorgänger Rudi Völler (So einen Sch.... kann keiner mehr hören") nach einem 0:0 in Island im September 2003. Den Pessimismus und die negative Aggressivität, die von gewissen Leuten gekommen ist", könne keine Mannschaft mit vielen 20- und 21-Jährige verkraften, sagte Klinsmann und forderte die Medien auf: Da wird es auch mal Zeit, dass ihr euch Gedanken macht, welchen Einfluss ihr habt."

 

 

Last modified on:01/14/2008

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