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München (dpa) - Zuletzt lebte sie
alleine. Die Ulknudel der Nation", Klimbim"-Star Elisabeth Volkmann, starb
einen einsamen Tod. Polizeibeamte fanden sie am späten Donnerstagabend in
ihrer Münchner Wohnung. Eine Freundin hatte sich Sorgen gemacht, weil sie
länger nichts von der Schauspielerin gehört hatte. Möglicherweise hatte
Volkmann schon einige Tage in der Wohnung gelegen, ehe die Beamten die Tür
gewaltsam öffneten. Volkmann lag angekleidet im Flur. Laut
Obduktionsergebnis starb sie eines natürlichen Todes.
Das Publikum kannte Elisabeth Volkmann offenherzig in Strapsen und Mieder:
Als schrille Jolanthe von Scheußlich in der Kultserie Klimbim" eroberte sie
in den 70er Jahren die Herzen der Zuschauer und avancierte als Mutter der
chaotischen Fernsehfamilie zum Star des Unterhaltungsfernsehens. Sie freue
sich jedes Mal wieder, wenn die Zuschauer über sie lachen könnten, sagte sie
dem Bayerischen Rundfunk (BR) einmal.Unter der frechen und fröhlichen Hülle
allerdings verbarg sich auch eine gute Portion Schwermut. Im Mai gab sie in
der Bild am Sonntag" zu, sie leide an Depressionen seit ich denken kann".
Sie wuchs im Ruhrgebiet auf, ihre Kindheit soll schwierig gewesen sein.
Angeblich litt sie unter einer strengen Mutter und dem frühen Tod des Vaters.
Nach dem Tod ihres zweiten Mannes Eberhard Radisch im Januar 2004 sollen
Volkmann Depressionen und Panikattacken geplagt haben. Warum lebe ich
eigentlich noch? Wäre doch besser, wenn ich auch tot wäre", sagte sie der
Zeitschrift Bunte" vor einem guten halben Jahr. Trotzdem ließ sie sich nicht
gehen. Disziplin heißt das Zauberwort, meine Lieben. Eiserne Disziplin",
sagte sie der Zeitschrift in einem früheren Interview. Sich Schönheit zu
bewahren ist harte Arbeit, verbunden mit einer guten Portion Eitelkeit." Und
eitel war sie, wie auch die Verwirrung über ihr Alter zeigt. Volkmann machte
sich jünger und gab zuletzt an, 64 Jahre zu sein - tatsächlich aber feierte
sie nach Behördenangaben ihren 70. Geburtstag. |