26 August, 2008

153rd YEAR - THE AMERICAN NEWSPAPER WRITTEN IN THE GERMAN LANGUAGE

Stand vom Montag

1 US $ = 0,6822  Euro

1 Euro = 1,4658 US $

Contact Us

Home/Start

Store

Newsstands

 

Sections

Ads/Anzeigen

Archives/Archiv

National Ad Rates

 

Deutsche

Churches/Kirchen

Clubs/Vereine

Radiostationen

 

Fußball

WM 2006

Links

 

Services

Internship/Praktikum

Subscribe

Purchase 150th Anniversary Issue

Address Change

 

 

Sozialer Wandel: Bevölkerungsrückgang und sinkende Kinderzahlen

In einer Symbolaufnahme liegt ein einzelnes Baby auf einer Säug-lingsstation in einem Krankenhaus in Seligenstadt. Foto: dpa

Berlin (dpa) - Deutschland steht nach Einschätzung der Bundesregierung wegen der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung vor einem tief greifenden Strukturwandel. Dieser wirtschaftliche und soziale Wandel werde dazu führen, dass Steuereinnahmen vor Ort bis zu 40 Prozent wegbrechen", sagte Verkehrsstaatssekretär Ulrich Kasparick (SPD) kürzlich bei einem Demo-graphie-Kongress der Fachzeitung Behörden-Spiegel" in Berlin. Der Umbruch vollziehe sich zunächst vor allem in den neuen Ländern. Was sich aber im Osten abzeichnet, ist nur das Vorspiel dazu, was das ganze Bundesgebiet betreffen wird." Das zeige sich bereits am Ruhrgebiet. Das Familienressort kündigte eine integrierte Politik von der Kindererziehung bis zur Einbeziehung Älterer ins Erwerbsleben an. Kinder müssten als Teil auch des Arbeits- und Wirtschaftslebens begriffen werden. Wenn nicht kurzfristig, so müsse doch mittelfristig der normale Kindergarten für die Familien kostenlos werden, forderte Kues. Ein Problem ist laut Kasparick der Bevölkerungsrückgang. Mit einem Einwohnerrückgang von 7,7 Prozent bis 2020 sei vor allem in den neuen Ländern zu rechnen. Bis 2050 baut sich in Gesamtdeutschland ein großes Problem auf", sagte Kasparick. Dann werde es im Saldo einen Rückgang der Bevölkerung um jährlich 450000 geben. Das wird durch Zuwanderung nicht aufzuhalten sein", sagte der Staatssekretär. Dennoch müssten Zuwanderung und Integration deutlich ausgebaut werden. Der bisherige Zuwachs von etwa 300000 Zuwanderern werde nicht ausreichen. Hier müssten auch die Kommunen mehr tun. Es kann nicht sein, dass das Armutsrisiko für Menschen mit Migrationshintergrund 24 Prozent ausmacht und im Bundesschnitt 14 Prozent", sagte der SPD-Politiker. Das zweite Problem sei ein Mangel an hoch qualifizierten Menschen schon von 2008 an. Hier sei mehr zu tun, Wachstumszentren um Universitäten herum müssten ausgebaut werden. Der für die Raumordnung zuständige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ergänzte im Deutschlandradio Kultur: Wir haben mehr Seniorinnen und Senioren, wir haben weniger Kinder, Menschen ziehen weg und demzufolge gibt es weniger Bevölkerung."

Deutschland müsse aktiv mit dieser Problematik umgehen. Das Thema sei bekannt, und die Landesregierungen stellten sich darauf ein. Sie müssten die Städte und Regionen gleichzeitig Kinder- und Seniorenfreundlicher gestalten. Auch der Bund beteilige sich mit Modellprojekten am Umbau der sozialen Infrastruktur und fördere den Mehrgenerationenbau.

 

 

Last modified on:01/14/2008

GACCMI

           
About us Affiliations   Webmaster  

`

© 1996-2008 Nordamerikanische Wochen-Post. All rights reserved.