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Hamburg -Seit 1949 haben sieben
Männer im Amt des Bundeskanzlers die Geschicke der Bundesrepublik bestimmt.
Vier Kanzler stellte die CDU, drei die SPD.
Helmut Kohl (CDU) regierte mit 16 Jahren Dauer am längsten.
Konrad Adenauer (CDU), Ludwig Erhard (CDU) und Willy Brandt (SPD) traten
zurück.
Kurt Georg Kiesinger (CDU) und Kohl wurden abgewählt, Helmut Schmidt (SPD)
wurde mit einem Misstrauensvotum gestürzt.
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Konrad Adenauer (1949 1963): Adenauer, der sein Amt als bereits
73-Jähriger antrat, prägte die Politik der frühen Nachkriegszeit. In die Ära
Adenauer" fielen grundsätzliche Entscheidungen für marktwirtschaftliche
Ausrichtung und Westintegration". Er führte die junge Republik in die Nato
und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. In Adenauers Amtszeit fiel der
Bau der Berliner Mauer.
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Ludwig Erhard (1963 1966): Adenauers Nachfolger wird sein langjähriger
Wirtschaftsminister Erhard, der als geistiger Vater der Sozialen
Marktwirtschaft galt und zur Symbolfigur des Wirtschaftswunders" wurde.
Erhard trat zurück, nachdem die Koalition von Union und FDP über
Streitigkeiten um den Haushalt zerbrochen war.
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Kurt Georg Kiesinger (1966 1969): Nachdem sich CDU/CSU und SPD auf eine
große Koalition geeinigt hatten, wurde Kiesinger zum Nachfolger Erhards
gewählt. In seiner Amtszeit verabschiedete der Bundestag die
Stabilitäts-gesetze" und angesichts der Bedrohung des Kalten Krieges gegen
die Studentenproteste die umstrittenen Notstandsgesetze".
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Willy Brandt (1969 1974): Erster Bundeskanzler der neuen sozialliberalen
Koalition wurde der vorherige Außenminister und Vizekanzler Brandt. Seine
von der Opposition heftig bekämpfte Ostpolitik brachte ihm den
Friedensnobelpreis ein. Mit seinem Rücktritt übernahm Brandt die
Verantwortung in der Affäre um den im Kanzleramt tätigen DDR-Spion Günter
Guillaume.
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Helmut Schmidt (1974 1982): Die Kanzlerschaft Schmidts stand lange im
Schatten einer weltweiten Wirtschaftsrezession. Seine Stabilitätspolitik
brachte ihm internationale Anerkennung ein.
In
Schmidts Amtszeit fiel die größte Welle des RAF-Terrors und die
Auseinandersetzung um den Nachrüstungsdoppelbeschluss. Schmidt wurde nach
wirtschaftspolitischen Kontroversen mit dem Koalitionspartner von einer
Mehrheit aus Union und FDP abgewählt und von Kohl abgelöst.
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Helmut Kohl (1982 1998): Kohls 16-jährige Kanzlerschaft begann mit der
Ankündigung einer Wende»"vor allem in der Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Wichtigstes politisches Ereignis waren der rasche Zusammenbruch des DDR-Regimes
1989 und die schnelle Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Zum größten
Problem wuchs sich die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit aus.
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Gerhard Schröder (1998 2005): Das Wirtschaftswachstum verschlechterte sich,
die Schulden stiegen. Im Januar 2005 gab es erstmals mehr als fünf Millionen
Arbeitslose. In Jugoslawien beteiligte sich erstmals eine deutsche
Nachkriegsregierung an einem bewaffneten Konflikt. Als Pluspunkte verbuchte
Rot-Grün Steuerreform und Rückzug aus der Kernenergie. 2002 punktete
Schröder mit der Ablehnung des Irakkrieges. Die zweite Amtszeit stand im
Zeichen des Reformprogramms Agenda 2010" mit Einschnitten in die
Sozialsysteme. |