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Tel Aviv (dpa) - Israelische
Forscher setzen im Kampf gegen Lebensmittelallergien bei Kindern auf
Kamelmilch. Die israelische Zeitung Jerusalem Post" berichtete kürzlich, bei
einer kleinen Studie in der Wüstenstadt Beerschewa hätten acht Kinder im
Alter von vier Monaten bis zehn Jahren innerhalb kurzer Zeit schwere
Allergien überwunden.
Die Forscher wollten nun den heilsamen Effekt der Milch des Wüstenschiffs"
in einer größeren Studie im Soroko-Universitätskrankenhaus der Stadt belegen.
Kamelmilch enthalte nur zwei Prozent Fett und unterscheide sich in der
Zusammensetzung wesentlich von der Milch von Kühen, Schafen oder Ziegen,
erläutern die Forscher. Sie enthalte mehrfach ungesättigte Fettsäuren und
auch knapp fünf Prozent Laktose, diese könne jedoch auch von Menschen mit
Laktose-Allergien leicht verdaut werden.
Von besonderer Bedeutung für die Heilung und die Prophylaxe bei
Lebensmittelallergien seien die in der Kamelmilch enthaltenen Eiweiße, hieß
es in der Studie. Sie besitze kein Beta-Laktoglobulin und eine andere Form
des Beta-Kasein - zwei Bestandteile der Kuhmilch, die Allergien auslösen
können.
Zudem sei sie reich an Vitamin C, Kalzium, Eisen und Antikörpern, die über
das menschliche Verdauungssystem ins Blut gelangen können.
An
der Studie nahmen acht Kinder teil, die unter schweren allergischen
Symptomen wie Hautausschlag oder Asthma litten, und denen mit
konventionellen Behand-lungsformen nicht geholfen werden konnte. |