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GauAlgesheim Der Jugendaustausch
mit Redford im USStaat Michigan funktioniert. 15 Jahre sind es her, dass
Chairman Manfred Heuser sowie der damalige Stadtbürgermeister Clausfriedrich
Hassemer und Präsident Theo Hattemer von der Gesellschaft für internationale
Verständigung die Urkunde der Verschwisterung unterzeichneten.
Was die Gulaschsänger des CVGA mit Peter Kreßmann und Rudi Eiserfey begannen,
zu ihnen gesellten sich die ContrastDixies mit Michael Kaiser, wird heute
von begeisterten Jugendlichen fortgesetzt. Amerika kennen lernen und im
Gegenzug die Amerikaner mit deutscher Kultur vertraut zu machen, setzten
nunmehr zum wiederholten Male junge Menschen beider Städte fort.
Neben dem Kennenlernen von GauAlgesheim, die Führung hatte in Englisch
Arnold Avenarius Herborn übernommen, begegnete sich die Jugend privat wie
auch beim DiscoBesuch oder Einkaufsbummel in Frankfurt und Mainz. Zu den
kulturellen Höhepunkten des Besuches aus Redford dürfen Heidelberg mit
seiner Burg als ältestes deutsche Universitätsstadt, das geschichtsträchtige
Trier, das Haus der deutschen Geschichte in Bonn mit dem ehemaligen
Regierungsviertel und Köln mit seinem sehr bestaunten gotischen Dom gezählt
werden. Dieser hatte bei den jungen Amerikanern wegen seiner Größe mächtigen
Eindruck gemacht.
Unvergessen sind natürlich die Rheinfahrt bis St. Goar, vorbei an den Burgen
und Ruinen des Mittelrheins, an dem weltbekannten Loreleyfels sowie
Rüdesheim mit seinem Niederwalddenkmal. Bis in die Vereinigten Staaten
hinein sind es im Zusammenhang mit Deutschland genannte Besuchs und
Kulturschwerpunkte.
Die gemeinsamen Unternehmungen ließen genügend Raum, gegenseitiges Denk und
Einfühlvermögen zu Anlässen und Ereignissen vor dem jeweiligen kulturellen
Hintergrund verstehen zu lernen. Stadtbürgermeister Dieter Faust ließ es
sich nicht nehmen, sofort nach seiner Rückkehr aus der Partnerstadt Caprino
Veronese einen Empfang im Rathaus zu geben.
Faust stellte die Freundschaft untereinander in den Mittelpunkt seiner
kurzen Ansprache. Peter Kreßmann übersetzte. Den Gästen versicherte Faust,
jederzeit in GauAlgesheim willkommen zu sein. Demokratie und Freiheit seien
das verbindende Element des amerikanischen und deutschen Volkes. Vor allem
aber zeigte sich der GauAlgesheimer Stadtchef angetan, dass es heute möglich
ist, Freundschaften und das Zusammentreffen junger Menschen über den grossen
Teich hinweg zu betreiben. Mit kleinen Gastgeschenken, Erinnerungen an
GauAlgesheim, bedankte sich Dieter Faust fürs Kommen und wünschte eine
erlebnisreiche schöne Zeit in GauAlgesheim.
Der Besuch bei der Binger Lokalredaktion der AZ diente, sich über die Medien
zu informieren, aber auch Lokalredakteur Wieseotte und einer Praktikantin zu
schildern, wie junge Leute in Amerika sich aufs Berufsleben vorbereiten. So
beispielsweise war die Frage gestellt, die in Deutschland diskutierten
Studiengebühren von 500 bis 1000 Euro aus Sicht der Gäste zu werten. Diese
nannten unisono den Betrag einen Klacks". Immerhin kostet in den Vereinigten
Staaten das Studium etwa 16 bis 18.000 Dollar im Jahr, die nach Abschluss
und bei eigenem Verdienst mit etwa vier bis sieben Prozent Zinsen
zurückzuzahlen sind. Ganz ohne eigenes DazuVerdie-nen geht das Studium in
den Vereinigten Staaten nicht. Arbeit in den Semesterferien ist finanziell
vorgegeben, soweit einiges aus amerikanischer Sicht.
Am
Abend vor der Abreise fanden sich die Gastgeberfamilien mit ihren Gästen bei
Peter Kreßmann zum Grillen ein. Gute Laune zog sich durch den Abend hin.
Dafür sorgte Peter Kreßmann als vielseitiger Musikus, der Unterstützung von
Julian und Emy auf dem Klavier erfuhr. Die Vorbereitung des
Besucherprogrammes hatten Anja Flügel, Julian Molitor - beide waren im
vergangenen Jahr in Redford - UllaBritt Lamm, Florian Erbes und Patricia
Krollmann unter Anleitung von Peter Kreßmann übernommen. Alle durften sich
auf engagierte Eltern verlassen und auf die Mithilfe der
Verbandsgemeindeverwaltung, die ihren Kleinbus für diesen Jugendaustausch
zeitweise bereitgehalten hatte. Die Eltern und Kreßmann bekundeten VGChef
Dieter Linck und seinem Mitarbeiter Dauner Dank für die erfahrene Hilfe.
M.H. |