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Helgoland (dpa) Schon von der Fähre aus kann man sie sehen: die
Lange Anna.
Helgolands Wahrzeichen aus rotem Sandstein steht an der Nordspitze der Insel,
das Schiff nähert sich dem Hafen von der entgegen gesetzten Seite. Dass die
Lange Anna trotzdem zu sehen ist, zeigt, wie klein Deutschlands einziges
Hochsee-Eiland in der Nordsee ist. Auf nur 1,7 Quadratkilometer bringen es
Helgoland und die benachbarte Düne. Damit eignen sie sich für
Tagesausflügler ebenso wie für Urlauber, die sich die frische Seeluft etwas
länger um die Nase wehen lassen wollen.
Wer Helgoland als Passagier einer der großen Fähren ansteuert, die aus
Hamburg, Bremen oder Cuxhaven kommen, muss kurz vor dem Ziel umsteigen: in
eines der hölzernen und mit der grün-rot-weißen Flagge der Insel
geschmückten Börteboote.
Die Katamarane, die ebenfalls zwischen dem Festland und Helgoland verkehren,
können in den Hafen einfahren. In beiden Fällen ist es nicht weit bis zum
Unterland, der knapp über dem Meeresspiegel gelegenen Hälfte des Ortes
Helgoland.
Die bunten, allesamt in der Nachkriegszeit erbauten Häuser und Hotels rufen
die bewegte Geschichte der Insel wach - die 1947 fast zu Ende gegangen wäre:
Weil Hitler Helgoland zu einem wichtigen militärischen Stützpunkt gemacht
hatte, bombardierten die Briten die Insel mehrfach. Bis heute ist nicht klar,
ob sie sie dabei komplett zerstören wollten oder nicht. Die umgesiedelten
Bewohner konnten erst 1952 zurückkehren.
Heute leben rund 1600 Menschen auf Helgoland. Zum Oberland, dem ungefähr 30
Meter über dem Meer gelegenen Teil, gelangen Einwohner wie Besucher über
eine Treppe oder einen Aufzug. Hier oben steht kurz hinter dem Ortsausgang
Helgolands Leuchtturm. Vor allem aber beginnt und endet hier der
Klippenrandweg. Wer auf diesem in Richtung Norden zur Langen Anna spaziert,
kann an sonnigen Tagen einen herrlichen Blick über die Nordsee genießen.
Helgolands Wahrzeichen entstand im 19. Jahrhundert. Damals wurde die
Nordspitze der Insel unterspült und gesprengt - mit einem frei stehenden,
nadelförmigen Felsen als Resultat. Hunderte von Vögeln schwirren um die
Lange Anna herum, noch mehr lassen sich nur wenige Schritte südlich davon
auf dem Lummenfelsen nieder, dem kleinsten Naturschutzgebiet der Welt.
Von der Westseite des Oberlandes aus lässt sich hinunter zum Kurpark
Nord-Ost mit seinem Meerwasserschwimmbad und hinüber zur Düne blicken. In
wenigen hundert Metern Entfernung von der Hauptinsel befinden sich dort zwei
breite Badestrände, ein Campingplatz, einige Bungalows und Helgolands
Flugplatz. Zur Düne gelangen Besucher mit einer Fähre.
Neben der attraktiven Lage und der frischen Seeluft dürften viele auch die
Einkaufsmöglichkeiten nach Helgoland locken: Auf der Insel muss weder Zoll
noch Mehrwertsteuer gezahlt werden. Daher sind zum Beispiel Parfüm, Schmuck,
Kleidung, Spirituosen und auch Schokolade günstig erhältlich. Die erste
Tafel wird dann oft schon auf der Rückfahrt gegessen.
Informationen:
Helgoland Touristik, Lung Wai 28, 27493 Helgoland; Helgoland
Touristik: www.helgoland.de
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