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Düsseldorf (dpa) - Gerade hat er
sich im österreichischen Kitzbühel neue Sonnenbrillen fertigen lassen -
seine alten waren ihm in Hamburg gestohlen worden. Nach mehr als 50
Bühnenjahren bereitet sich Heino (66) auf seinen Abschied vor. Zum
Jahresende will der erfolgreichste deutsche Volksmusiker der letzten
Jahrzehnte in den Ruhestand gehen. Bis dahin wartet auf Deutschlands
bekanntesten Sonnenbrillenträger noch ein strammes Pensum. Urlaub kommt für
den gebürtigen Düsseldorfer derzeit nicht in Frage. Bis zum Jahresende habe
ich noch Fernsehauftritte, da lebe ich nur in Autos und Hotels, aber dann
ist Schluss", sagte er der dpa.
Heino geht in Rente und will mit seiner Frau Hannelore das Leben jenseits
des Medienrummels genießen. Im vergangenen Jahr erlitt sie einen Herzinfarkt,
darum hört der Sänger auf. Heino und Hannelore sind seit 27 Jahren
verheiratet.
In
den kommenden Monaten ist aber erst einmal Stress angesagt: Aufnahmen mit
dem NDR auf der Insel Juist, eine Fernsehshow im September in Südafrika und
Ende Oktober beginnt die Abschiedstournee mit 18 Konzerten durch
Deutschland. Nach über 1000 aufgenommenen Liedern und mehr als 50 Millionen
verkauften Platten sollen dann nur noch ein paar Fernsehauftritte folgen.
Im
nächsten Jahr will der gelernte Konditormeister mit seiner Frau ausgiebig
Urlaub machen. Geplant ist aber noch nichts", sagt Heino. Nur ein einziger
Termin steht für den gebürtigen Düsseldorfer fest: Das 100-jährige Jubiläum
seines Düsseldorfer Fußballvereins S.C. Schwarz-Weiß06. Ich bin seit 56
Jahren Mitglied in dem Verein." Der 1938 in Düsseldorf als Heinz-Georg Kramm
geborene Heino spielte Fußball, bis er 18 Jahre alt war.
Für einen besonderen Termin würde der Sänger seinen Ruhestand unterbrechen
und seine berühmte Bariton-Stimme noch einmal live erklingen lassen: Für die
Eröffnungshymne bei der Fußballweltmeisterschaft im nächsten Jahr. Ein
sensibles Thema für den Sänger. 1977 wurde er sehr gescholten, als er alle
Strophen des Liedes der Deutschen" auf Schallplatte aufnahm. Kritiker warfen
ihm Nationalismus und Deutschtümelei vor.
Ich bin noch nicht gefragt worden, ob ich die Hymne bei der
Weltmeisterschaft singen will. Wenn man mich fragt, mache ich das gern",
sagt der Volksmusiker. Aber ich bettle nicht darum. Heino hat noch nie um
etwas gebettelt." |