19 August, 2008

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Hautkrebsgefahr steigt durch Sonne und Solarium

Berlin (dpa) - Die Gefahr von Hautkrebs hat durch Sonne und Solarium drastisch zugenommen.

Die Bundesregierung spricht in einer aktuellen Studie zur Strahlenbelastung von einer Besorgnis erregenden Zunahme von Hautkrebs", so der Bericht des Bundesumweltministeriums.

Die UV-Belastung steige wegen des Trends zu mehr Aufenthalt in der Sonne und in Solarien kontinuierlich, heißt es darin weiter. Die Hautkrebs-Neuerkrankungen machten bereits ein Viertel aller neuen Krebsfälle pro Jahr aus. In den letzten Jahren hat diese Rate deutlich zugenommen", heißt es in dem Bericht. Als Hauptursache gelten der Sonnenhunger im Freien und das Tanken von künstlicher Sonne. In den letzten Jahren wurde eine zunehmende künstliche Strahlung zu kosmetischen Zwecken (z.B. Bräunung) beobachtet." Deshalb werde damit gerechnet, dass die Gesundheitsschäden durch UV- Einwirkung weiter zunehmen.

Rund 16 Millionen Bundesbürger besuchen nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) mehr oder weniger oft eines von rund 12000 Sonnenstudios in Deutschland. Der Verband warnt vor einer Zunahme des Hautkrebsrisikos durch künstliche Sonne. Seit wenigen Jahren gibt es eine Zertifizierung von Solarien, die besondere Standards für Bestrahlung, Hygiene und Qualifikation von Mitarbeitern vorweisen. Im Jahr 2004 erhielten 30 Betriebe ein Siegel. Zu viel UV-Strahlung kann laut dem Bericht nicht nur Sonnenbrand, sondern auch frühzeitige Hautalterung und Hautkrebs nach sich ziehen.

Jedes Jahr erkranken nach ADP-Angaben mehr als 144000 Menschen neu an Hautkrebs. Über 20000 Menschen kommen jedes Jahr dazu, die an der besonders gefürchteten Form des Hautkrebses, dem malignen Melanom, erkranken. Der Hautkrebs ist die weitaus schwer wiegendste Folge übermäßiger UV-Belastung. Er zählt weltweit zu den am häufigsten auftretenden Krebsarten, heißt es im Bericht des Umweltministeriums. Als Risikofaktoren gelten eine Häufung in der Familie und ein heller Hauttyp. Jedes Jahr sterben rund 3000 Menschen an den Folgen der Krankheit, schrieb die Berliner Zeitung".

 

 

Last modified on:01/14/2008

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