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Kaltenbach (dpa) - Stephan
Eberharter weist mit dem Skistock auf eine der verschneiten Bergketten im
Zillertal: Dort drüben am Gerlosstein habe ich das erste Mal auf Skiern
gestanden. Groß geworden bin ich aber hier im Skigebiet Hochzillertal", sagt
der Sportler.
Er
hat alles gewonnen, was es im Skirennlauf zu gewinnen gibt: Gesamt-Weltcup,
WM-Titel und Olympia-Gold. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere hat sich der
36-Jährige jedoch aus dem Skizirkus verabschiedet und genießt das Skilaufen
- am liebsten in der Heimat.
Ich muss nicht mehr der Schnellste und der Beste sein, ich fahre nur noch zu
meinem eigenen Vergnügen", sagt der Österreicher. Im Hochzillertal können
ihn Skiurlauber oft auf seinen Hausstrecken beobachten. Es gibt sogar eine
Piste, die den Namen des Lokalmatadors trägt: die Stephan Eberharter
Goldpiste". Es ist die einzige beschneite und am Abend beleuchtete
Talabfahrt des Zillertales. Ambitionierte können hier zeigen, was in ihnen
steckt.
Das nur elf Kilometer von der Inntal-Autobahn entfernt liegende Skigebiet
bietet aber nicht nur für Anspruchsvolle, sondern für jeden etwas. Durch den
Zusammenschluss mit dem Skigebiet Hochfügen haben sich die Möglichkeiten
sogar noch vergrößert.
Die neue Skiregion Hochfügen- Hochzillertal verfügt über 145 Pistenkilometer
aller Schwierig-keitsgrade. 33 Bergbahnen bringen die Skifahrer in die Höhe.
Darunter ist die neue Achtergondelbahn Zillertal-Shuttle", die von Hochfügen
auf den 2501 Meter hohen Marchkopf schwebt und die Verbindung zum
Hochzillertal herstellt. Von der Kaltenbacher Seite führt schon seit einigen
Jahren ein Sessellift zum höchsten Punkt der jetzt verbundenen Regionen.
Durch ein dichtes Netz von Liften tun sich viele Möglichkeiten auf. Ein
berührungsloses Skipass-System erspart dabei das lästige Kartenstecken.
Viele Urlauber starten in Kaltenbach, wo eine Achtergondelbahn in wenigen
Minuten über eine Mittelstation hinauf zur Bergstation Hochzillertal führt.
Über einen Ziehweg geht es zu weiteren Liften und Pisten.
Eine tolle Autobahn", sanft und geneigt, führt etwa von der Bergstation
einer Sechsersesselbahn zurück zur Talstation. Über eine leichte Piste
können die Urlauber aber auch in Richtung Hochfügen wedeln, zuerst in
Richtung der Sesselbahn Holzalm und dann auf sonnigen Südhängen und im
unteren Tal durch den Wald.
Rund 900 Meter tiefer als Hochfügen liegt Fügen, das auch mit dem Auto
erreicht werden kann. Die Straße führt direkt zu den Liftanlagen und endet
als Parkplatz. Wer auf das eigene Fahrzeug verzichtet, kann den
Shuttleservice nutzen, der alle Orte im Tal regelmäßig bedient.
Echte Skifreaks, die dem Reiz schwarzer Pisten erliegen, oder ambitionierte
Snowboarder suchen ihr Heil beim Achterjet Hochfügen und der
Doppelsesselbahn Pfaffenbühl. Beide Lifte führen in eine Höhe von etwa 2100
Metern, von der aus der Schlepplift Pfaffenbühl II eine mittelschwere, eine
schwarze und eine Buckelpiste bedient. Auch Anfänger können ihren Skitag in
Fügen beginnen. Mit den Schleppliften Lamark I und II erschließen sich weite
und leichte Pisten zum Üben.
Bald wird es Zeit für einen Einkehrschwung". Mehrere Hütten laden zum
Zwischenstopp am Pistenrand ein. Besonders begehrt sind die Plätze auf der
Terrasse der neuen Kristallhütte in 2200 Metern Höhe. Wer Glück hat,
ergattert einen der Liegestühle, hüllt sich in dicke Felle und genießt im
Liegen das Panorama der Zillertaler Alpen. Aber auch auf den robusten
Holzbänken wird das Skifahren schnell zur schönsten Nebensache der Welt.
Unten im Tal mit den Dörfern Aschau , Kaltenbach, Ried, Stumm und Fügenberg
steht zum Ausklang eines langen Skitages eine breite Auswahl an Wirtshäusern,
Bars und Gourmet-Restaurants zur Verfügung.
Zu
den Attraktionen der Region gehören auch Rodelpartien, geführte Fackel- und
Schneeschuhwanderungen, Eisstockpartien und Fahrten mit dem Pferdeschlitten
durch die verschneite Landschaft.
Informationen:
Informationsbüro Hochzillertal, A-6272 Kaltenbach
www.ski-optimal.at |