26 August, 2008

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Frisurentrends für den Herbst:  Die neuen Köpfe sind wandelbar

Göttingen (dpa) ­ Die Mode macht es vor: Erlaubt ist, was gefällt. Das gilt auch für die Haare.

Während aufwendig gestylte Frisuren in plakativen Farben für Glanz und Glamour sorgen, setzt sich parallel dazu eine neue Natürlichkeit durch. Locker fallende Wellen und unkomplizierte Formen unterstreichen den individuellen Typ. Ideal ist es, wenn ein Schnitt beides möglich macht: Natürliches Aussehen bei Tag, atemberaubendes Styling zur Nacht.

Die Kunden möchten ihre Frisur der individuellen Lebenssituation anpassen", heißt es beim Bund Deutscher Haarformer (BDH) in Göttingen. Angemessen trendig im Beruf, super-stylish in der Lounge." Deshalb ist die Wandelbarkeit eines Schnittes wichtig, sagt Simone Frieb von der in Köln erscheinenden Fachzeitschrift Clips".

Plakative Strähnen, colorierte Ponypartien und auffälliges Styling unterstützen die elegante Linie. Feminine Dandy" nennt das Unternehmen L'Oréal aus Düsseldorf diesen Look, der auch scharfe Farbkontraste oder einen Pagenkopf mit langen und kurzen Partien verträgt. Selbst Hochsteckfrisuren sind wieder gefragt. Zum klassischen Kostüm können hochgeschlagene, toupierte Haare sehr schick und modern wirken", sagt Martina Acht, Ex-Friseurweltmeisterin aus Offenbach am Main.

Den Gegensatz dazu markieren natürliche, unkomplizierte Frisuren, die nicht einmal erkennen lassen sollen, dass man gerade vom Friseur kommt", wie Simone Frieb erläutert. Deshalb fallen hier auch die Farben nicht ganz so bunt aus: Schoko- und Karamel, Savannah- statt Paris-Hilton-Blond und Kupfer statt Knallrot dominieren.

Auch Glätten der Haare wird überflüssig. Im Gegenteil: Kleine, bewegte Köpfe sind angesagt. Trendy ist auch ein neuer Wickler, der so genannte Shaper", berichtet Martina Acht. Mit einem Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern lässt er das Haar aussehen, als habe es eine leichte Naturwelle. Auch sei das Herauswachsen hier nicht so problematisch wie bei der klassischen Dauerwelle. Die jedoch feiert im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag - und wird dadurch in allen Variationen ein Revival erleben, prophezeit der Intercoiffure-Friseur Jens Dagné aus Worms (Rheinland-Pfalz).

Herren wagen sich in diesem Herbst sogar an asymmetrische Frisuren, erklärt der BDH. Statt halblanger Surfermähne ist individueller Schick gefragt. Männer werden mutiger, sagt Jens Dagné. Strähnen oder Schnitte, bei denen das Haar zur Seite und zum Nacken hin länger wird, prägen den Trend. Stylist Markus Salm hat seinen für Wella in Darmstadt gestalteten Herrentrend Glamour Rock" an die Rocklegenden der späten siebziger und frühen achtziger Jahre angelehnt. Aufwendige Schnittformen, die in der Struktur sehr unruhig wirken und mit verschiedenen Farbnuancierungen spielen, unterstreichen den lässigen Streetlook. Gleichzeitig lassen sich diese Frisuren sehr elegant stylen - womit das Kriterium der Wandelbarkeit auch hier erfüllt wäre.

 

Dauerwelle der neuen Schule. (Bild: Jens Dagné/Jörg Guse/dpa/gms)

 

 

Last modified on:01/14/2008

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