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Frankfurt/Main (dpa) - Der Main
zieht sich wie ein Wurm durch die Stadt.
Im
Nordwesten erhebt sich der Taunus, im Süden lässt sich das Stadion erahnen:
Auf dem Main Tower bekommen Besucher einen ganz neuen Blick auf die Stadt.
Hoch oben auf 200 Metern scheinen die Sehenswürdigkeiten zum Greifen nah,
die Türme der Banken wirken fast zierlich. Sportliche Besucher nehmen die
1090 Stufen des Main Tower zu Fuß. Für alle anderen fährt der Aufzug
innerhalb weniger Sekunden in den 54. Stock.
Vom Main Tower sind es nur wenige Schritte bis zur Alten Oper. Sie wurde
1873 im Stil der italienischen Hochrenaissance errichtet, doch - wie große
Teile Frankfurts - im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Erst 1981 erfolgte
die Wiedereröffnung. Vom Opernplatz führt die Große Bockenheimer Straße an
Restaurants, Cafés und Delikatessenläden vorbei. Nicht ohne Grund trägt die
Straße den Beinamen Fressgass'".
Von dort geht es zur Hauptwache , einem der Wahrzeichen Frankfurts. Das
barocke Gebäude wurde 1729 errichtet und diente als Sitz der Stadtwehr,
später als Café. Die Hauptwache brannte im Krieg völlig aus, wurde in den
fünfziger Jahren wieder aufgebaut und dann Stein für Stein versetzt - die S-
und U-Bahn-Schächte brauchten Platz. Das Gebäude beherbergt heute wieder ein
Café, draußen auf dem Platz zeigen Skater und Jugendliche auf BMX-Rädern
virtuose Akrobatik.
An
der Hauptwache beginnt die Zeil, die in der Vergangenheit umsatzstärkste
Einkaufsstraße Deutschlands. Von der Zeil über Liebfrauenberg und Neue Kräme
kommen Besucher zur Paulskirche. Sie war einst Sitz der ersten deutschen
Nationalversammlung. Trotz der großen Vergangenheit macht die Kirche heute
von innen kaum etwas her.
Anders der Römer mit dem Kaisersaal , der wenige Schritte entfernt liegt.
Von 1612 an wurden in diesem Saal die Krönungsbankette nach der Kaiserwahl
abgehalten. Hier gibt es die einzige vollständig erhaltene Galerie aller
Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Noch
heute kommen die Berühmten der Welt hierher. Während sich die Frankfurter
draußen auf dem Römerberg versammeln, wann immer es etwas zu feiern gibt -
Silvester beispielsweise oder einen Fußballsieg.
Am
Römer können Besucher in den Ebbelwei-Express einsteigen und bei Apfelwein
und Brezeln quer durch die Stadt fahren. Die Rundfahrt im historischen
Straßenbahnwagen dauert rund eine Stunde.
Familien mit Kindern sollten zum Sachsenhäuser Berg fahren: Dort steht
inmitten eines Waldspielplatzes der Goethe-turm. Mit seinen 43 Metern zählt
er zu den höchsten Holztürmen Deutschlands. Von hoch oben haben Besucher
einen grandiosen Blick auf die Skyline der Stadt. |