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Pforzheim/Hagen (dpa) - Grüne
Saphire, orangerote Feueropale und schimmerndes Gold: Schmuck ist in dieser
Saison bunt und glamourös.
Es
muss glitzern und glimmern", beschreibt Schmuck-designerin und Goldschmiedin
Christina Schon aus Hamburg den neuen Trend.
Doch während beim Modeschmuck klotzen statt kleckern angesagt ist, bleibt
der Echtschmuck dezenter. Die Stücke sind etwas zurückhaltender. Sie sollen
ja über Jahrzehnte getragen werden."
Beim Echtschmuck gilt: Trend ist, was gefällt. Die Kunden kaufen, was zu
ihrem Typ passt", sagt Alfred Schneider, Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbandes Schmuck + Uhren in Pforzheim. Tendenzen lassen sich trotzdem
ausmachen: Nach wie vor sind Broschen sehr gefragt, ebenso wie warme Farben:
Die Kunden kaufen mehr Gelbgold."
Die floralen Formen aus dem Sommer tauchen auch in Herbst und Winter wieder
auf. Farbsteine oder Diamanten werden häufig zu Blüten zusammengesetzt",
sagt Petra Zink, Sprecherin beim Juwelier Christ aus Hagen. Doch auch Herzen
und Sterne zieren den aktuellen Schmuck.
In
sattem Gold glänzt der Ring Volans" aus der Sedna-Linie der Schweizer
Luxusmarke Omega. Der dreigliedrige Ring ist aus sechs Sternen
zusammengesetzt. In der Mitte der Sterne ist jeweils ein Diamant eingefügt.
Passend dazu gibt es ein Collier mit gegeneinander versetzten Sternen. Sie
sind mit vielen kleinen Brillanten besetzt.
Ein roter Turmalin bildet den Mittelpunkt des Stern-Anhängers, den
Goldschmiedin Schon gefertigt hat. In den fünf Zacken des Sterns funkeln
rosa Saphire, die in Gelbgold gefasst sind. Den Stern gibt es aber auch mit
blauen Saphiren oder grünen und violetten Farbsteinen zu kaufen - als
Kettenanhänger, langen Ohrring oder Stecker.
Verspielter und zierlicher daher kommt die Kollektion Astrale". Die
Halskette der italienischen Schmuckherstellers Bulgari ist aus feinem
Gelbgold gearbeitet. Den Anhänger zieren Farbsteine, die unterschiedlich
geformt und geschliffen sind. Auch die zugehörigen Ohrringe, das Armband und
der Ring sind mit bunten Steinen besetzt.
Farbige Steine sind diese Saison stark vertreten", sagt Designerin Schon.
Vor allem die in verschiedenen Farbvariationen vorkommenden Turmaline oder
Saphire fänden sich derzeit auf vielen Schmuckstücken, häufig in Kombination
mit anderen Steinen. Ganz vorn in der Gunst der Käufer steht aber nach wie
vor der Diamant.
Die Ringe sind laut Zink häufig recht dick, wirkten durch die integrierten
Steine aber verspielt. Ein Beispiel dafür ist das neue Modell des
italienischen Designers Emporio Armani. Der Ring besteht aus drei einzelnen
Schienen, die an der Handinnenseite verbunden sind. Auf jeder der Schienen
sitzt ein Stein - Rauchquarz, ein grüner und ein lila Amethyst.
Neben Gold sind in diesem Jahr wieder Perlen im Kommen", erklärt
Verbandssprecher Schneider. Die klassische Perlenkette bleibt. Es kommen
aber zum Beispiel Perlencolliers, die mit Gold durchbrochen sind", erklärt
Zink. Darüber hinaus sind farbige Perlenketten im Trend. Der Hamburger
Juwelier Wempe beispielsweise präsentiert in seiner neuen Kollektion ein
Collier aus zartrosa Zuchtperlen mit einem fliederfarbenen Jadeit Cabochon.
An dem Stein hängt ein tropfenförmiger violettrosa Kunzit.
Nicht nur die Schmuckstücke an sich sind eher verspielt. Sie werden auch in
vielfältigen Kombinationen getragen. Beim Armschmuck werden sogar Reifen und
Armbänder kombiniert", sagt Zink.
Designerin Schon warnt jedoch vor Übermut: Wenn zu viel zusammen getragen
wird, mag man irgendwann nicht mehr hinschauen." Manche Schmuckstücke seien
außerdem so fein gestaltet, dass sie nur allein wirkten.
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