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Der Tag der Deutschen Einheit ist der Nationalfeiertag Deutschlands.
Seit 1990 wird der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober anlässlich der an
diesem Tag erfolgten Wiedervereinigung (Beitritt der DDR zur Bundesrepublik)
gefeiert. Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet seit
1990 in der Landeshauptstadt des Bundeslandes statt, das zu dem Zeitpunkt
den Vorsitz im Bundesrat innehat. Dies ist mit dem so genannten Königsteiner
Abkommen" in der absteigenden Reihenfolge der Einwohnerzahl der Länder
geregelt. Somit ist aktuell für 2005 Potsdam, Landeshauptstadt von
Brandenburg, für die Organisation zuständig.
Traditionell wird für diesen Tag ein Bürgerfest organisiert, bei dem sich
auf der sogenannten Ländermeile" die Bundesländer und die Regierung
vorstellen. 2005 wird dieses Fest gemäß der aktuellen Präsidentschaft im
Bundesrat in Potsdam, der Landeshauptstadt von Brandenburg, stattfinden.
Bisher fand dies in den folgenden Städten statt:
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2004 in Erfurt, Landeshauptstadt von Thüringen,
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2003 in Magdeburg, Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt,
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2002 in Berlin,
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2001 in Mainz, Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz,
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2000 in Dresden, Landeshauptstadt von Sachsen,
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1999 in Wiesbaden, Landeshauptstadt von Hessen,
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1998 in Hannover, Landeshauptstadt von Niedersachsen,
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1997 in Stuttgart, Landeshauptstadt von Baden-Württemberg ...
1990 wurde der Nationalfeiertag am 17. Juni und am 3. Oktober begangen. Von
1954 bis 1989 wurde der Nationalfeiertag in der Bundesrepublik Deutschland
am 17. Juni in Gedenken an den Volksaufstand von 1953 in der DDR begangen.
Da es keine Erklärung für die Festlegung des 3. Oktober gibt, tauchte auch
schon die Vermutung auf, dass dieser Tag von den damaligen Regierungen von
BRD und DDR gewählt wurde, um 1990 eine Feier des Tages der Republik der DDR
zu vermeiden.
Der Nationalfeiertag der DDR war von 1949 bis 1989 der 7. Oktober, der Tag
ihrer Gründung (Tag der Republik). Der 8. Mai, Tag der Befreiung (Inkrafttreten
der bedingungslosen Gesamtkapitulation des Deutschen Reiches 1945), wurde
zeitweise als arbeitsfreier Feiertag begangen, ohne dass er als
Nationalfeiertag bezeichnet werden konnte.
Bereits 1994 forderte Edmund Stoiber (CSU), den Nationalfeiertag auf den
ersten Sonntag im November zu legen und wurde dafür von der SPD heftig
kritisiert. Am 3. November 2004 kündigte die Bundesregierung unter Gerhard
Schröder an, den Tag der deutschen Einheit als Feiertag abzuschaffen, um so
das Wirtschaftswachstum zusätzlich anzukurbeln. Statt am 3. Oktober solle
die Wiedervereinigung künftig immer am ersten Sonntag im Oktober gefeiert
werden. Jetzt kritsierte Edmund Stoiber diesen Vorschlag als hirnrissig".
Der Tag der deutschen Einheit ist einer von zwei Feiertagen (der andere ist
der 1. Mai, Tag der Arbeit), die von der Bundesregierung abgeschafft werden
könnten. Alle anderen Feiertage sind Ländersache. Der Vorschlag zur
Verlegung des Feiertages wurde von vielen heftig kritisiert, unter anderem
vom Bundespräsidenten Horst Köhler und vom Bundestagspräsidenten Wolfgang
Thierse. Auch aus der Bevölkerung kam starker Protest. Die Idee, die schon
mehrmals auftauchte (der Buß- und Bettag wurde 1994 zur Finanzierung der
Pflegeversicherung als arbeitsfreier Tag von allen Bundesländern außer
Sachsen abgeschafft), wurde fallengelassen, nachdem auch Bündnis 90/Die
Grünen, der Koalitionspartner der SPD, sich mehrheitlich dagegen äußerte. |