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Stuttgart (dpa) - Vor dem
Einchecken sollten Fluggäste am besten einmal tief durchatmen. Konflikte mit
dem Personal bei den Sicherheitskontrollen seien angesichts der erhöhten
Terrorangst nach den Hinweisen auf mögliche Anschläge in London nie ganz
auszuschließen.
Das sagte der Konfliktberater Werner Schienle aus Stuttgart. Gerade wenn die
Stimmung in so einer Situation angespannt ist, hilft es Eskalationen zu
vermeiden, wenn man sachlich und ruhig bleibt", Genau das fällt vielen
Fluggästen, die lange warten und verschärfte Kontrollen hinnehmen müssen,
aber schwer. Hilfreich ist dann, sich klarzumachen, dass die das ja nicht
tun, um einen zu ärgern, sondern auch, um die Sicherheit der Passagiere zu
erhöhen", sagte Schienle. Absolut unangebracht sind nach Einschätzung des
Konfliktberaters flapsige Bemerkungen oder Scherze über das Verhalten des
Kontrollpersonals: Das kann eigentlich nur als Respektlosigkeit aufgefasst
werden." Logische Folge sei, dass sich die Kontrolleure nicht ernst genommen
fühlen.
Außerdem sei davon auszugehen, dass solche Äußerungen die Mitarbeiter auch
tatsächlich nervös machen können. Für sie ist es schwer einzuschätzen, ob
das bloß ein harmloser Scherz ist oder doch etwas dahinter steckt", sagte
der Experte. Alles, was auf diese Weise provoziert, sollte lieber
weggelassen werden."
Ohnehin gebe es ein Konfliktpotenzial, weil beide Seiten unterschiedliche
Rollenerwartungen haben: Die Passagiere sehen sich als Kunden und wollen
auch so behandelt werden", erläuterte Schienle. Die Sicherheitskräfte
erwarten Respekt und dass auf das gehört wird, was sie sagen. Und aus ihrer
jeweiligen Sicht haben selbstverständlich beide Recht." Wenn dann nach
Terrorwarnungen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft werden, nimmt auch
das Risiko zu, dass beide Seiten aneinander geraten. |