30 June, 2008

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Chronobiologie: Achten Sie auf Ihre innere Uhr

Stehen Sie morgens auch so fröhlich auf? Je heller die Morgensonne scheint, um so leichter kommt man aus dem Bett. Viel Tageslicht hilft uns, insgesamt wacher zu bleiben Foto/Composing: 2006 W&B und Lizenzgeber/ Limberger/ Eichstädt

Es gibt Morgen- und Abendmenschen. Das ist allgemein bekannt. Doch Sie selbst können Ihren persönlichen Schlaf-Wach-Rhythmus auch unterstützen. Wie das geht, erforschen Chronobiologen europaweit.

Nachts soll der Mensch schlafen, um Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln. Doch es gibt Nachtaktive, die sich diesem Rhythmus einfach nicht unterordnen können. Sie bekommen selten vor zwei oder drei Uhr nachts ein Auge zu und haben in den Morgenstunden oft Probleme, aus dem Bett zu kommen oder sich so früh am Tag bereits auf eine Arbeit zu konzentrieren. Es gibt eben Abend- und Morgentypen, bei denen die inneren Uhren etwas anders laufen", erklärt Professor Jürgen Zulley von der Universität Regensburg. Der Schlafforscher und Chronobiologe geht nun auch in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Wissenschaftlern aus ganz Europa den vielfältigen Zusammenhängen nach, die unseren persönlichen Schlaf-Wach-Rhythmus bestimmen. Ziel ist es unter anderen, die Rolle des natürlichen Tagesverlaufs auf individuelle Rhythmen zu klären und Lösungen zu finden, wie Menschen ihre wechselnden Energiephasen im Laufe des Tages besser ausgleichen können. Ob ein Mensch eher ein Morgen- oder ein Abendtyp ist, ist laut Zulley bereits größtenteils genetisch festgelegt. Allerdings müssen auch gewisse Faktoren wie Alter oder Gewohnheiten berücksichtigt werden. Denn je älter ein Mensch wird, desto mehr entwickelt er sich zum Morgentypen", erläutert der Experte.

Hell und Dunkel wirken auf die Schlafgewohnheiten

Der Mensch wird beeinflusst von einem 24-Stunden-Rhythmus. Diesem Tag-Nacht-Rhythmus unterliegen praktisch alle Funktionen im menschlichen Organismus. Die innere Uhr tickt jedoch nicht bei allen gleich. Denn sie bettet sich bei den verschiedenen Menschen unterschiedlich in den 24-Stunden-Tag ein. Diese Unterschiede können bis zu 12 Stunden betragen", ergänzt Professor Till Roenneberg, Chronobiologe von der Universität München. Wie er allerdings feststellte, entwickeln sich extreme Spättypen häufig auf Grund von Lichtmangel.

Zeitgeber gefragt

Die innere Uhr des Menschen verläuft mit 25 Stunden zudem etwas langsamer als der normale Tag-Rhythmus. Daher benötige der Mensch so genannte Zeitgeber wie beispielsweise das Tageslicht. "Tageslicht stellt unsere innere Uhr auf den 24-Stunden-Rhythmus ein und ist der wichtigste Zeitgeber", sagt Zulley. Ohne das Tageslicht oder andere Zeitgeber würde der Mensch von diesem Rhythmus abweichen. Eine ähnliche Funktion haben außerdem Mahlzeiten und körperliche Aktivität.

dpa/GesundheitPro

 

 

Last modified on:01/14/2008

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