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München
(dpa) - Bei nachlassendem Sehvermögen sollten Autofahrer möglichst bald
einen Termin beim Augenarzt vereinbaren. Ein gutes Sehvermögen ist nach
Angaben von Almut Schönermarck, Leiterin der Verkehrsmedizin beim ADAC in
München, beim Autofahren unabdingbar. Immerhin würden im Verkehr 90 Prozent
der Informationen mit den Augen wahrgenommen. Lässt die Sehkraft nach,
erhöht sich daher die Gefahr, dass andere Verkehrsteilnehmer übersehen
werden. Ein akutes Warnsignal ist es laut Schönermarck beispielsweise, wenn
Wegweiser oder Autokennzeichen aus einiger Entfernung nicht mehr zu lesen
sind. Auch ein vermindertes Dämmerungsseh-vermögen sowie eine erhöhte
Blendempfindlichkeit der Augen deuteten auf schlechte Sehwerte hin. Eine
Blendempfindlichkeit macht sich vor allem beim Fahren in der Dämmerung oder
im Dunkeln bei regennasser Fahrbahn bemerkbar. Fachleute gehen davon aus,
dass viele Unfälle auf mangelnde Sehstärke zurückzuführen sind. Vielen
Autofahrern fällt es gar nicht auf, dass sie nicht mehr gut sehen. Ein Grund
dafür ist, dass sich Fehlsichtigkeiten langsam entwickeln und die
Betroffenen sich unbewusst an ihre Sehfehler gewöhnen. Almut Schönermarck
empfiehlt daher nicht nur Brillenträgern, zur Vorbeugung die Sehkraft
regelmäßig überprüfen zu lassen. Ab dem 60. Lebensjahr sei ein jährlicher
Sehtest für alle Autofahrer angebracht. |