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Ein besonderes Familientreffen fand
vergangene Woche im neu eröffneten Port of Dreams - BallinStadt - History of
Emigration Hamburg statt: 33 Mitglieder der deutsch-amerikanischen Familie
Vogt trafen sich auf dem historischen Gelände, von dem aus ihre Vorfahren
1906 nach Amerika ausgewandert sind.
Die Nachfahren von Christian Heinrich Vogt, 1877 geborener Landwirt aus
Friedrichsort, und seiner 1880 geborenen Frau Catharina Victoria leben heute
bereits in der fünften Generation in den USA - größtenteils in Wisconsin und
Arizona.
Für sie ist die Reise in die Vergangenheit ihrer Familie gut hundert Jahre
nach der Auswanderung ihrer Vorfahren ein lang gehegter Wunsch. 15 Personen
sind extra für dieses Treffen aus den USA angereist, um sich direkt vor Ort
ein Bild zu verschaffen, was ihre Vorfahren bei der Auswanderung erlebt
haben.
Der Ort, an dem alles begann
Organisiert hat dieses Treffen ein
Hamburger Familienmitglied. Dieter Teichmann stellte den Kontakt zur
BallinStadt her, um seinen Verwandten den Ort zu präsentieren, an dem die
Vogts ihre lange Reise angetreten haben: Wir freuen uns, gemeinsam den Ort
zu sehen, an dem alles begann."
Die sorgsam rekonstruierten Gebäude, in denen durch historische Dokumente
und eine interaktive Edutainment-Ausstellung ein lebendiger Eindruck der
Auswanderung vermittelt wird, beeindruckten Amerikaner und Deutsche.
Entdeckung im
Familienforschungszentrum
Ein Highlight war die Passagierliste
aus dem Jahr 1906, die in der Datenbank des Familienforschungszentrums
eingesehen werden kann. Besonders erfreut war Joseph George Vogt, der als
erstes den Namen seines Vaters entdeckte: Das ist mein Vater!", sagte er
berührt und deutete mit dem Finger auf den Bildschirm.
Genau wurden in diesen Listen Informationen zu den Auswanderern festgehalten.
Diese Details sind eine Besonderheit der BallinStadt, keine andere Quelle
bietet diese Fülle an Informationen wie Alter, Beruf, Familienstand und
letzter Wohnort.
Heute helfen bei der Recherche interaktive Stammbäume, an denen sich
Menschen auf der ganzen Welt beteiligen. In Zusammenarbeit mit Ancestry.de,
der deutschen Tochter des größten genealogischen Datenbankanbieters
MyFamily.com, bietet die BallinStadt frei zugänglich eine der umfassendsten
Sammlungen an genealogischen Daten.
BallinStadt - Auswandererwelt Hamburg
Die BallinStadt - Auswandererwelt
Hamburg hat seit dem 5. Juli ihre Pforten geöffnet. Sie ist ein in Europa
einzigartiges Auswanderermuseum an einem historischen Ort, an dem früher die
Auswandererhallen" standen. Erzählt wird die bewegende Geschichte von mehr
als fünf Millionen Auswanderern. Menschen, die ihre Heimat zwischen 1850 und
1934 über den Hamburger Hafen verlassen haben, um ein neues Leben in Amerika
zu beginnen. 81 % von ihnen wanderten in die Vereinigten Staaten aus - heute
hat ungefähr jeder fünfte Amerikaner deutsche Wurzeln.
Die Auswandererwelt Hamburg gibt den Besuchern einen umfassenden und
bewegenden Eindruck des Massenphänomens Auswanderung. Alle Phasen der
Auswanderung werden anschaulich gemacht, vom Aufbruch über die beschwerliche
Reise bis zur Ankunft und Besiedlung der neuen Heimat. Zusätzlich zu diesen
faszinierenden Blicken auf die unterschiedlichen Phasen, ein neues Leben zu
beginnen, verdeutlicht die Ausstellung auch, was Menschen dazu gebracht hat,
ihre Heimat zu verlassen.
BallinStadt - ein
lebendiges Museum
Die auf historischem Boden errichtete
BallinStadt ist ein Ort voller Emotionen, in dem auf über 30.000
Quadratmetern Geschichte erlebbar wird. Die Geschichte der Auswanderung über
den Hamburger Hafen ist zugleich die Geschichte Europas. Voll von Träumen,
Ängsten und Hoffnungen, die heute so aktuell sind wie damals.
All diesen Auswanderern hat Hamburg die BallinStadt gewidmet, benannt nach
Albert Ballin, dem ehemaligen Generaldirektor der großen
Schifffahrtsgesellschaft HAPAG. Zwischen 1901 und 1907 hat Ballin im Hafen
eine eigene Stadt für die Auswanderer errichtet, in der es neben Schlaf- und
Essräumen Geschäfte, Kirchen, eine Synagoge und eine Apotheke gab.
Familienforschungszentrum
Wissenschaftliches Kernstück der
Auswandererwelt ist das Familienforschungszentrum. Hier können sich
Ahnenforscher auf die Spuren ihrer Vorfahren begeben. Genealogisch
geschultes Personal hilft bei Recherche und Stammbaumerstellung. Die
Hamburger Passagierlisten bieten eine Fülle an Informationen über die
Auswanderer, die Hamburg verlassen haben und sind eine einzigartige Quelle
für Familienforscher.
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