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Hamburg (dpa) - Das neue Hamburger
Auswanderermuseum Ballinstadt im Stadtteil Veddel hatte am Montag Richtfest.
Das neun Millionen Euro teure Projekt, das zu einem Drittel von Sponsoren
finanziert wird, soll im Juli 2007 eröffnet werden. Als kleines Gegenstück
zu Ellis Island wird die Ballinstadt eine Brücke von Hamburg nach New York
schlagen", sagte Kulturstaatsrat Detlef Gottschalck. Das Museum soll an die
mehr als fünf Millionen Auswanderer erinnern, die von Hamburg aus im 19. und
20. Jahrhundert nach Übersee aufgebrachen. 40 Millionen Amerikaner mit
deutschen Vorfahren werden hier ihren Wurzeln nachspüren können", sagte der
Vorstandschef der Hapag-Lloyd, Michael Behrendt.
Albert Ballin (1857-1918), Generaldirektor der Hamburg-Amerika- Linie Hapag,
der damals größten Schifffahrtslinie der Welt, schuf die historische
Ballinstadt 1901. Er wollte den meist mittellosen Auswanderern bis zu ihrer
Abreise eine sichere Unterkunft bieten. Auf mehr als 55 000 Quadratmetern
entstanden Schlaf- und Wohnpavillons, Speisehallen, Bäder, mehrere Kirchen
und Synagogen sowie Räume für ärztliche Untersuchungen. Bis zu 5000 Menschen
konnten hier untergebracht werden, Speisen und Getränke waren kostenlos",
sagte Behrendt.
In
den drei rekonstruierten Gebäuden sollen die Besucher die Geschichten der
Menschen nacherleben können, die ein neues Leben in der Fremde wagten. Die
Besucher sollen vor allem die Beweggründe der Auswanderer nachvollziehen
können", sagte Jens Nitschke, Geschäftsführer von Leisureworkgroup, die das
Museumskonzept erstellt. So zeigt die Ausstellung, wie die Menschen in
Europa lebten und was sie in Übersee erwartete. Zudem werden alle
Passagierdaten der Jahre 1850 bis 1934 digitalisiert. In einem eigenen
Pavillon, der möglichst originalgetreu nachempfunden und eingerichtet wird,
können die Besucher die Welt der Auswanderer hautnah erleben. (Internet:
www.ballinstadt.de) |