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Nicht der Magen sagt, wann wir satt sind. Das Auge fällt die Entscheidung.
Gucken Sie also genau hin
Das Auge ist der bestimmende Faktor bei der Menge der Lebensmittel, die
während einer Mahlzeit verzehrt werden. Denn eine aktuelle amerikanische
Studie kommt zu dem Ergebnis, dass nicht der Magen über den Grad der
Sättigung bestimmt, sondern das Auge eine ganz wesentliche Rolle bei der
Vermittlung und dem Einsatz des Sättigungsgefühls einnimmt.
So
konnten die Forscher der University of Illinois at Urbana Champaign
ermitteln, dass während eines Versuchs durch einen einfachen optischen Trick
von einer Testgruppe ganz unbewusst satte 73 Prozent mehr Nahrung verzehrt
wurde, berichten die Wissenschafter in der aktuellen Ausgabe der Obesity
Research. In einer Suppenküche servierten die Forscher den Probanden je
einen Teller Suppe. Was die Versuchsteilnehmer jedoch nicht wussten war,
dass die Hälfte der Suppenteller speziell präpariert war. Durch eine kleine
Öffnung an der Unterseite der Teller wurde unmerklich ständig Suppe
nachgefüllt. Dadurch aßen die gelinkten Probanden während der 20-minütigen
Mahlzeit um 73 Prozent mehr Suppe, als jene Versuchteilnehmer, die von einem
normalen Teller aßen. Obwohl die getäuschten Probanden um 113 Kalorien mehr
zu sich genommen hatten, glaubten sie genau so viel wie die Kontrollgruppe
gegessen zu haben und fühlten sich nicht unwohl, sondern ebenso satt wie die
Kontrollgruppe.
Menschen benutzen ihre Augen, um Kalorien zu zählen. Wir mussten feststellen,
dass nicht das einsetzende Sättigungsgefühl ausschlaggebend war für die
Beendigung der Mahlzeit, sondern vielmehr der leere Teller", erklärte
Studienleiter Brian Wansink.
Als Fazit der Untersuchungsergebnisse hebt Wansink vor allem die wichtige
Bedeutung der Portionsgröße als wesentlicher Faktor für die Gefahr einer
Unterschätzung der verzehrten Kalorienmenge hervor. Er empfiehlt einen
einfachen psychologischen Trick: Durch das Abpacken von großen Produkten in
mehrere kleine Gefäße kann man sein |