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Heidelberg (dpa) - Zu diesem
Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts
der AOK (WIdO) im diesjährigen Fehlzeiten-Report". Er wurde in Heidelberg
vorgelegt. Bei insgesamt sinkenden Krankenständen nähmen die Fehlzeiten auf
Grund psychischer Erkrankungen zu. Allein im Jahr 2004 stieg die Anzahl der
dadurch bedingten Ausfalltage um zehn Prozent." Für den Report zum Thema
Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit" wurden 2000 Beschäftigte befragt,
fast bei jedem zweiten wurden im vergangenen Jahr im Betrieb Stellen gekürzt.
Insgesamt habe sich der Trend zu niedrigen Krankenständen weiter fortgesetzt.
Bei den fast zehn Millionen AOK-Mitgliedern ging demnach der Krankenstand
auch im Jahr 2004 deutlich zurück und erreichte mit 4,5 Prozent den
niedrigsten Wert seit mehr als zehn Jahren. Bei Arbeitnehmern, in deren
Betrieb Stellenkürzungen vorgenommen wurden, ist die Angst, auch den eigenen
Arbeitsplatz zu verlieren, besonders groß", sagte Report-Mitherausgeber
Christian Vetter.
Bei Krankmeldungen würden verstärkt berufliche Nachteile befürchtet. Hinzu
komme, dass bei Betrieben mit Personalabbau die Arbeitsbelastung häufig als
höher beschrieben werde. Dort Beschäftigte klagten überdurchschnittlich oft
über Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Schlafstörungen.
Die Anwesenheit erkrankter Mitarbeiter am Arbeitsplatz sei aber nicht nur
unter gesundheitlichen Aspekten problematisch. Es gebe bereits
Untersuchungen zum Phänomen des Präsentismus" (Gegenteil von Absentismus),
denen zufolge Mitarbeiter, die trotz Krankheit zur Arbeit gehen,
Produktivitätsverluste verursachen können. |