|
Helsinki (dpa) - In vielen modernen
probiotischen" Jogurts ist Lactobacillus enthalten. Möglicherweise können
diese Bakterien vor Krankheiten wie Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma
schützen. Zu diesem hoffnungsvollen Ergebnis kommt eine Untersuchung aus
Finnland, an der 159 schwangere Frauen teilnahmen. Wenigstens ein naher
Verwandter der Frauen litt an einer der Krankheiten des so genannten
atopischen Formenkreises: Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma bronchiale.
Die Schwangeren erhielten bis zur Geburt entweder Kapseln mit dem Bakterium
Lactobacillus rhamnosum oder Scheinpräparate (Placebos). Bei den
Neugeborenen, die gestillt wurden, nahmen die Mütter weiterhin für ein
halbes Jahr die Lactobacillus-Kapseln oder das Scheinpräparat ein, bei den
anderen wurden die Medikamente den Babys selbst verabreicht. Ein Effekt der
probiotischen Therapie: Verglichen mit der Placebogruppe sank bei den Babys,
die die bakterienhaltige Kost erhalten hatten, der Anteil der
Neuerkrankungen an Neurodermitis um die Hälfte. Die Forscher vermuten, dass
die Bakterien im Darm einen günstigen Einfluss auf das Immunsystem und die
Darmflora ausüben. Noch können aus diesem Studienergebnis leider keine
Empfehlungen abgeleitet werden. Bis die Forscher die Zusammenhänge genauer
verstehen und weitere Untersuchungen erfolgt sind, halten Sie sich als
Eltern allergiegefährdeter Kinder besser an bewährte Ratschläge. |