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New York
(dpa) - Schweres und regelmäßiges Trinken verkleinert nach Erkenntnis von
US-Forschern ein Hirnzentrum, das eine wichtige Rolle beim Lernen und
Erinnern spielt. Das Team um Thomas Beresford von der Universität von
Colorado wies anhand von Kernspinaufnahmen nach, dass Alkoholmissbrauch auf
Dauer das Volumen des Hippocampus reduziert. Damit steht dem Gehirn weniger
Gewebe zur Weiterleitung neuen Wissens und neuer Eindrücke in das
Langzeitgedächtnis zur Verfügung, erläutern die Forscher in der
Novemberausgabe des Fachjournals Alcoholism: Clinical & Experimental
Research". Der Hippocampus leidet allerdings auch unter chronischem Stress
und der Alzheimer-Krankheit. Um allen Zweifeln aus dem Weg zu gehen, wählten
die Forscher von der Universität von Colorado und der Johns- Hopkins-Universität
in Baltimore nur Alkoholiker für ihre Studie aus, die nicht unter
traumatischen Erlebnissen litten. Wenn wir eine Aufnahme vom Hirn eines
Alkoholikers nahmen und darauf seinen Hippocampus maßen, fiel dieser
durchgehend sehr viel kleiner aus als im Hirn von Kontrollpersonen", die
nicht ständig große Mengen Alkohol zu sich genommen hatten, sagte Beresford.
Als nächstes wollen die Forscher ermitteln, ob sich der Hippocampus wieder
erholt, wenn ein Alkoholiker das Trinken aufgibt. |