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Berlin (dpa) - Akupunktur ist einer
Studie zufolge eine wirksame, sichere und ökonomisch sinnvolle
Therapiemaßnahme.
Für die weltweit größte Akupunkturstudie seien drei Millionen Behandlungen
von 300000 Patienten ausgewertet worden, teilte die Berliner Charité mit.
Demnach ging es neun von zehn Allergikern auch sechs Monate nach der
Behandlung noch deutlich besser. Auch 75 Prozent der Patienten mit Kopf-
oder Lendenwirbelsäulenschmerzen und 82 Prozent der Asthmapatienten
profitierten nachhaltig von der Therapie.
Die Studie ergab allerdings auch, dass eine Akupunkturbehandlung verglichen
mit anderen Behandlungsmethoden teurer war. Dennoch rechtfertigt der
nachgewiesene hohe Nutzen die zusätzlichen Kosten", sagte der Direktor des
Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der
Charité, Professor Stefan Willich. Man habe herausgefunden, dass Akupunktur
auch bei Patienten mit jahrelanger Vorgeschichte der Beschwerden zu einer
erheblichen Steigerung der Lebensqualität führe.
In
die Studie wurden Patienten mit chronischen Volkskrankheiten wie
Rückenschmerzen, allergischem Schnupfen, Kniegelenksschmerzen und Frauen mit
Regelbeschwerden aufgenommen. Die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt"
(Jahrgang 103, Heft 4, S. A196) veröffentlicht.
Akupunktur ist ein Heilverfahren der traditionellen chinesischen Medizin. Es
wird seit mehr als 2000 Jahren praktiziert. |