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Hamburg (dpa/gms) - Kälte, Wind und
vor Trockenheit knisternde Heizungsluft: Haut und Haare sind im Winter
besonderen Strapazen ausgesetzt, bestätigt Prof. Martina Kerscher,
Dermatologin und Leiterin des Studiengangs Kosmetik und Körperpflege an der
Uni Hamburg.
Denn durch den steten Wechsel von warm und kalt verliert die Haut an
Feuchtigkeit. Sie trocknet aus, wird dadurch möglicherweise gerötet, juckend
und schuppend." Zu den Belastungen von außen kommt die Unterversorgung von
innen: Bereits bei Temperaturen von acht Grad und weniger geht die
hauteigene Lipidproduktion zurück - die Haut trocknet aus und spannt.
Deshalb sollte bei kalter Witterung auf besonders reichhaltige Cremes mit
Lipiden zurückgegriffen werden. Daneben helfen Feuchtigkeitsfaktoren wie
Hyaluronsäure oder Glyzerin weiter.
Der Haut muss einerseits Feuchtigkeit gegeben werden. Sie muss aber auch
dort gehalten werden", sagt der Dermatologe Werner Voss vom Institut
Dermatest in Münster. Deswegen sollte darauf geachtet werden, dass die
verwendete Creme Feuchtigkeit bindende Wirkstoffe wie Urea, Aloe Vera,
Ringelblumenextrakte oder Kamille enthält.
Stark beanspruchte Bereiche wie Gesicht, Hände und Füße sollten besonders
gut eingecremt werden. Und im Winter sollten Sie vor allem den Hals
mitpflegen", rät Werner Voss - Rollkragen und Schals entziehen der Haut
Feuchtigkeit.
Am
besten pflegen Sie morgens mit mehr Fett und abends mit mehr Feuchtigkeit",
rät Prof. Lothar Mo-titschke, der als Sachverständiger für den
Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) in Frankfurt/Main tätig
ist. So könnten zum Beispiel reichhaltigere Nachtpflegeprodukte einfach am
Tag verwendet werden.
Und besondere Pflege benötigt die dünne Haut der Lippen: Der Pflegestift
sollte daher sehr fetthaltig sein." Für die Haare gilt im Prinzip das
gleiche", sagt Werner Voss. Gerade im Winter sollte allerdings ein besonders
mildes Shampoo, am besten ohne Natriumlaurylsulfat, verwendet werden: Dieser
Stoff ist besonders aggressiv und trocknet die Haare aus." Zudem können auch
Shampoos mit Olivenöl verdünnt werden. Haarkuren und -packungen können auch
mit etwas Honig oder einem Eigelb angereichert werden, sagt Kai-Uwe Dalichow
von der Friseur-Innung in Berlin. Spezielle Winterprodukte für das Haar
müssen seiner Ansicht nach nicht unbedingt sein. Stattdessen rät er, wenn es
draußen kalt und nass wird, den Haaren einen Gang in die Sauna zu gönnen.
Vorher sollte dann eine Pflegepackung aufgetragen werden - durch die Wärme
und Feuchtigkeit wird die Pflege besser aufgenommen. |