30 June, 2008

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Winter-Pflege für Haut und Haare

Auch die Lippen benötigen viel Fett und Feuchtigkeit. (Bild: Schierenb./dpa/gms)

Hamburg (dpa/gms) - Kälte, Wind und vor Trockenheit knisternde Heizungsluft: Haut und Haare sind im Winter besonderen Strapazen ausgesetzt, bestätigt Prof. Martina Kerscher, Dermatologin und Leiterin des Studiengangs Kosmetik und Körperpflege an der Uni Hamburg.

Denn durch den steten Wechsel von warm und kalt verliert die Haut an Feuchtigkeit. Sie trocknet aus, wird dadurch möglicherweise gerötet, juckend und schuppend." Zu den Belastungen von außen kommt die Unterversorgung von innen: Bereits bei Temperaturen von acht Grad und weniger geht die hauteigene Lipidproduktion zurück - die Haut trocknet aus und spannt. Deshalb sollte bei kalter Witterung auf besonders reichhaltige Cremes mit Lipiden zurückgegriffen werden. Daneben helfen Feuchtigkeitsfaktoren wie Hyaluronsäure oder Glyzerin weiter.

Der Haut muss einerseits Feuchtigkeit gegeben werden. Sie muss aber auch dort gehalten werden", sagt der Dermatologe Werner Voss vom Institut Dermatest in Münster. Deswegen sollte darauf geachtet werden, dass die verwendete Creme Feuchtigkeit bindende Wirkstoffe wie Urea, Aloe Vera, Ringelblumenextrakte oder Kamille enthält.

Stark beanspruchte Bereiche wie Gesicht, Hände und Füße sollten besonders gut eingecremt werden. Und im Winter sollten Sie vor allem den Hals mitpflegen", rät Werner Voss - Rollkragen und Schals entziehen der Haut Feuchtigkeit.

Am besten pflegen Sie morgens mit mehr Fett und abends mit mehr Feuchtigkeit", rät Prof. Lothar Mo-titschke, der als Sachverständiger für den Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) in Frankfurt/Main tätig ist. So könnten zum Beispiel reichhaltigere Nachtpflegeprodukte einfach am Tag verwendet werden.

Und besondere Pflege benötigt die dünne Haut der Lippen: Der Pflegestift sollte daher sehr fetthaltig sein." Für die Haare gilt im Prinzip das gleiche", sagt Werner Voss. Gerade im Winter sollte allerdings ein besonders mildes Shampoo, am besten ohne Natriumlaurylsulfat, verwendet werden: Dieser Stoff ist besonders aggressiv und trocknet die Haare aus." Zudem können auch Shampoos mit Olivenöl verdünnt werden. Haarkuren und -packungen können auch mit etwas Honig oder einem Eigelb angereichert werden, sagt Kai-Uwe Dalichow von der Friseur-Innung in Berlin. Spezielle Winterprodukte für das Haar müssen seiner Ansicht nach nicht unbedingt sein. Stattdessen rät er, wenn es draußen kalt und nass wird, den Haaren einen Gang in die Sauna zu gönnen. Vorher sollte dann eine Pflegepackung aufgetragen werden - durch die Wärme und Feuchtigkeit wird die Pflege besser aufgenommen.

 

 

Last modified on:01/14/2008

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