|
Oslo
(dpa) - Das letzte Rennen der Saison am Holmenkollen war dür Uschi Disl
gleichzeitig das letzter ihrer Karriere. Die Ausnahme-Biathletin beendete
nach 16 Wettkamp-Jahren ihre außergewöhnliche Karriere.
Im Ziel empfingen
die deutschen Damen die Mooshamerin mit einem Spalier aus Langlaufski. Sie
beendete das letzte Weltcuprennen ihrer Laufbahn als 22. und wurde
anschließend von den mehr als 15000 Fans gemeinsam mit der ebenfalls ihr
letztes Rennen bestreitenden Liv Grete Poiree (Norwegen) gefeiert. Die
Schlittenfahrt war schon ein komisches Gefühl. Wir hatten beide Tränen in
den Augen", gestand Uschi Disl, nachdem sie zuvor bei sieben Strafrunden den
Osloer Hausberg noch Mal ausgiebig besichtigt" hatte.
Kati Wilhelm
genoss ihren ersten Tagessieg am Holmenkollen. Der hatte mir genau wie der
Gesamtweltcup noch gefehlt. Es war genial, der ganze Winter eine
fantastische Saison. Fast jeder Wettkampf hat richtig Spaß gemacht. Das war
wahnsinnig beeindruckend", bilanzierte Wilhelm, die zudem Gold und zwei Mal
Silber bei Olympia gewonnen hatte. Mit 22 Saisonsiegen und 58 Podestplätzen
in den 62 Rennen des Winters waren die deutschen Skijäger die überragende
Mannschaft. Die Nationenwertung war noch ein Ziel nach Olympia", erklärte
Herren-Bundestrainer Frank Ullrich. Ansonsten war alles nach Turin für uns
nur Zugabe, denn die fantastischen vier Olympiasiege überstrahlen alles",
sagte der total zufriedene" erfolgreichste Auswahltrainer der Saison.
Frauen-Chef Uwe Müssiggang hob neben Kati Wilhelm, die allein an offiziellem
Preisgeld rund 220000 Euro verdiente, vor allem die geschlossene
Mannschaftsleistung hervor. Wir haben vom ersten Weltcup an die
Nationenwertung angeführt. Da muss uns auch nach dem Abschied von Uschi für
die Zukunft nicht bange werden", erklärte der Erfolgscoach. |