30 June, 2008

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Bend it like Beckham - die neue MLS Spielerregel

Dallas ­ Die US-Profiliga MLS betritt Neuland, und dafür benötigt sie eine Landkarte. Neuland bedeutet eine Bewegung weg von der Solidarität des Liga-Eigentums der Spieler und hin zum Kult altern der Weltstars. Die Landkarte, richtungsweisend dahin, nennt sich die Beckham-Regel. Sie wurde im Rahmen der Sitzung der Liga-Oberen und der Eigentümer der MLS-Klubs am Vorabend des MLS-Endspiels verabschiedet.

Wir haben elf Jahre lang grundsolide gearbeitet", bemerkte MLS-Kommissar Don Garber hierzu. Nun wollen wir uns neu ausrichten, um unsere Spiele noch interessanter zu gestalten."

In Anlehnung an die Spielweise des gegenwärtigen Real-Madrid-Stars David Beckham, darf die Regel zweideutig ausgelegt werden. Erstens wird die bisherige Regel gebogen, wie Beckham seine Freistösse biegt, und zweitens soll Beckham selbst die neue Richtung einleiten.

Bislang, das meint Garber mit grundsolide gearbeitet", bezahlt die Liga alle Spielergehälter. Dadurch zog sie in etwas die Maximalgrenze der Lohnstruktur mit Erfolg über die Runden als Basis der Existenz der Liga-Klubs, von denen über die elf Jahre nur zwei eingingen, Miami und Tampa Bay, neue aber hinzukamen, Chivas USA und Real Salt Lake. Die obere Grenze der Lohnstruktur liegt bei zwei Millionen Dollar, mit niedrigen Spielergehältern hielt die Liga sich elf Jahre über Wasser, machte mit Finanzspritzen vor Mäzenen wie Lamar Hunt eigene Stadien flügge, Columbus Crew machte den Anfang, letzthin fuhr man zahlungskräftige Sponsoren ein ­ Pizza Hut Park in der Dallas-Vorstadt Frisco und Toyota Park im Chicagoer Vorort Bridgeview.

Mit der Beckham-Regel sprengt die MLS nun die Maximalgrenze der Lohnstruktur und betritt Neuland durch die Einbindung von Weltstars, die zwar ihren Zenit überschritten haben, aber immer noch mehr verdienen als der gesamte Kader eines MLS-Klubs, dem sie beitreten würden. Letzteres trifft auf Beckham zu, derzeit bei Real Madrid vom neuen Trainer Fabio Capello auf die Reservebank verbannt. Beckhams Vertrag bei Real läuft aus, wird er bis Januar nicht von Beckham selbst verlängert, kann der englische Star ohne Ablöse wechseln.

Die neue Regel entstand, damit Klubs ihre eigene Kadergestaltung angehen können", erklärt MLS-Vize Ivan Gazidis, bislang zuständig für Spielerverträge in der gesamten Liga. Manche Klubs werden Star-Spieler einbauen wollen, andere wiederum wohl nicht."

Schon munkelt man von einer LA Galaxy mit Beckham, er besitzt dort bereits eine Jugendakademie für Fussball. Seine Gage würde von Mäzenen übernommen. Bei New York Red Bulls wäre der Mäzen mit dem Eigentümer Mateschitz schon eingebaut. Dort spricht man auch von Ronaldo, dem zweiten Weltstar auf der Reserveband bei Real Madrid, und von Luis Figo bei Inter Mailand wohl auf der letzten Station seiner grandiosen Laufbahn.

Insgeheim besagt die Beckham-Regel, dass jeder Klub der MLS einem Ausnahmespieler (designa-ted player) im Lohngefüge führen kann, der dieses Gefüge, die zwei Millionen Dollar also, mit seiner hohen Gage deutlich sprengt. Man darf diesen Ausnahmespielerposten sogar im Tauschhandel transferieren, ein Klub darf aber nicht mehr als zwei dieser Ausnahmespieler beschäftigen.

Gegenwärtig gibt es zumindest drei MLS-Spieler, welche innerhalb der Maximallohngrenze bereits heute über $400,000 beziehen ­ Landon Donovan (LA Galaxy), Eddie Johnson (Kansas City Wizards) und Francisco Palencia (Chivas USA). Für die Saison 2007 werden die Drei in der Beckham-Regel nicht gezählt, in der Saison 2008 fallen sie dann auch darunter.

Von Zinedine Zidane hat eigentlich noch niemand gemunkelt, obwohl er doch keine Ablöse kosten würde. Vor fast 30 Jahren munkelte man durch nicht von Franz Beckenbauer, über Nacht landete er dann bei New York Cosmos in der North American Soccer League, wo Pele in der Götterdämmerung seine Karriere bereits die Massen begeisterte. Dass damals Cosmos bis zu 77,000 ins Stadion zog zu Punktspielen der NASL, scheint heute kaum glaublich.

Sollte mit Beckham, Ronaldo und Figo eine ähnliche Euphorie ausbrechen, müsste man wohl mit Red Bulls New York im Giants Stadium verbleiben, anstatt ins neue Stadion mit nur 30,000 Plätzen zu wechseln.

 

Pekerman neuer US-Nationaltrainer?

Los Angeles ­ Laut eines Berichts der in Spanisch in Mexiko und Los Angeles erscheinender Zeitung La Opinion, soll Jose Pekerman nächster Cheftrainer beim US-Landesverband werden. Der Argentinier gelangte zu Ruhm mit der U20 seines Landes, mit ihr gewann er 1995 in Qatar, 1997 in Malaysia und 2001 in Argentinien drei Mal die Weltmeisterschaft dieser Altersstufe. In den Jahren 1997 und 1999 gewann er auch die Jugendmeisterschaft Südamerikas.

Es ist bekannt, dass der neue Präsident im US-Landesverband, Sunil Gulati, dem entlassenen Cheftrainer Bruce Arena ankreidete, nicht genügend in der Jugendförderung eingebunden zu sein, und dass Gulati mit Pekerman in Verbindung steht. Pekerman war Cheftrainer Argentiniens bei der WM 2006.

Allerdings hat Gulati laut Soccertimes in einem Email bestritten, dass man einem Vertrag mit Pekerman nahe sei." Generell antwortet Gulati mit Kein Kommentar" zu allen Gerüchten um Arenas Nachfolger.

Mittlerweile hat die Bild-Zeitung in Deutschland berichtet, Jürgen Klinsmann seien $3 Millionen pro Jahr gebo

ten worden, als Cheftrainer beim US-Verband einzusteigen.

Klinsmann dazu: Alles erfunden, die Spekulationen stimmen nicht, wie gewöhnlich."

Klinsmann war der Cheftrainer der Mannschaft, Deutschland also, welche Pekermans Argentinien nach 1:1 in der Verlängerung durch Elfmeterstechen mit Torhüter Lehmanns berühmten Spikzettel bei der WM 2006 ausschaltete.

 

Erstes US-Länderspiel seit WM 2006 am 30. Januar 2007

Carson ­ Eine Auszeit von über sieben Monaten für die Nationalmannschaft der USA hat es seit Menschengedenken nicht mehr gegeben. Über die WM 2006 hinaus schien es beim Landesverband überhaupt keine Planung gegeben zu haben, denn mit dem Ausscheiden im Juni bei der Wm trat das grosse Vakuum ein. Einzige Aktion im Juli: Der neue Präsident im US-Landesverband, Sunil Gulati, entlässt den verdienten Cheftrainer Bruce Arena. Seit damals nichts, höchstens Gerüchte um Arenas Nachfolge.

Am zweitletzten Januartag des neuen Jahres soll der Dornröschenschlaf der Nationalmannschaft vorbei sein. Und schon, wieder schiessen Gerüchte ins Kraut, das Länderspiel gegen Dänemark wird gleichzeitig auch den neuen Cheftrainer vorstellen.

 

$1 Million pro Jahr für Milutinovic

Kingston ­ Keine Gerüchte, sondern Tatsachen: Jamaikas Verbandspräsident Crenston Boxhill gab in der Hauptstadt Kingston bekannt, dass der neue Nationaltrainer seines Landes Bora Milutinovic heisst, einen Vertrag über vier Jahre unterzeichnete und dass der neue Cheftrainer eine Gage von $1 Million pro Jahr beziehen wird aus einer privat organisierten Schatulle.

Das Ziel, das man sich vier Millionen Dollar kosten lässt: die Qualifikation zur WM 2010. Der Stolz der Inselrepublik Jamaika litt arg darunter, die WM 2002 und 2006 verpassen zu müssen, während Nachbar Trinidad-Tobago mit der Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland prunkte.

Der gebürtige Belgrader Serbe Milutinovic hält den Rekord als Cheftrainer bei WM-Turnieren. Hier seine bisherigen WM-Stationen: 1986 Mexiko, 1990 Costa Rica, 1994 USA, 1998 Nigeria und 2002 China.

 

MISL: Erste Niederlage für Detroit Ignition

Baltimore ­ Knapp doppelt so viele Zuschauer wie am 4. November in der Compuware Arena im Detroiter Vorort Plymouth, erfreuten sich am 17. November an der Revanche des Baltimore Blast in der 1st Mariner Arena gegen Neuling Detroit Ignition. 7,732 Besucher erlebte den 11:5-Sieg des Meisters, bei dem Machel Millwood erstmals in dieser Saison antrat und zum Angelpunkt mit einem Tor und Vorbereitungen zu zwei weiteren Treffern wurde.

Der Brasilianer Hewerton und Jamar Beasley erzielten die Ignition-Treffer, hierbei zählte das Tor Beasleys drei Punkte, er traf von ausserhalb der zwei-Punkte-Grenze ins Kreuzeck des Blast-Tors.

Es war die erste Niederlage der Ignition nach drei Spielen als Neuling in der Hallenprofiliga MISL.

 

Sanaldo Torhüter der Woche

Southfield ­ Der Ignition-Torwart Sanaldo wurde zum Torhüter der ersten Woche der neuen MISL-Saison gekürt. Beim 10-8-Sieg des Ignition in der Verlängerung in Philadelphia wehrte Sanaldo 17 von 21 Torschüssen ab und ermöglichte den sieg des Liga-Neulings durch Novi Marojevics Golden Goal. Zu dem Zeitpunkt erzielte Detroit den zweiten Sieg in den ersten beiden Punktspielen.

Sanaldo war 2005/2006 Torhüter beim Meister Baltimore Blast, wo er den Stammtorhüter Sagu in der Endrunde erfolgreich vertrat.

 

Ignition-Spielplan

2. Dezember

14 Uhr Chicago Storm ­ Ignition

 

3. Dezember

16:35 Uhr Ignition ­ California

(in der Compuware Arena in Plymouth, an 14900 N Beck Road)

(bei Comcast Local am TV)

 

9. Dezember

19 Uhr Milwaukee ­ Ignition

 

MISL-Tabelle

Baltimore 2S 1N 0.667SZ

California 2 1 0.667

Detroit 2 1 0.667

Chicago 1 1 0.500

Milwaukee 1 2 0.333

Philadelphia 0 2 0.000

S = Siege, N = Niederlage, SZ = Siegprozentsatz

 

MISL-Scorerliste

V. Figueroa (Cal) 6T 1V 15P

To. Dusovsky (Mil) 5 3 13

Tr. Dusovsky (Mil) 4 3 11

G. Celenza (Bal) 5 0 10

B. Lilavois (Cal) 2 5 9

 

Kickers-Jugend in Halle

U13-Mädchen

MI Future Stars 2S 0N 0U 4P

Kickers 2 1 0 4

Berkley Storm 1 2 0 2

Silver Bullets 0 2 0 0

S = Sieg, N = Niederlage, U = Unentschieden, P = Punkte (S = 2P, U = 1P, N = 0P)

 

24. November

18 Uhr Kickers ­ Future Stars

 

1. Dezember

19 Uhr Kickers ­ Berkley Storm

 

U16-Buben

Cubs 2S 0N 0U 4P

Pato's Magic 2 0 0 4

Kickers II 1 0 1 3

Rockers 1 1 0 2

Rebels 1 1 0 2

NMSC Dragons 0 1 1 1

TSC Panthers 0 2 0 0

Kickers I 0 2 0 0

 

25. November

14 Uhr Kickers II ­ Rockers

15 Uhr Kickers I ­ TSC Panthers

 

2. Dezember

13 Uhr Kickers II ­ Rebels

14 Uhr Kickers I ­ Rockers

(alle Spiele im Liberty Park of America, Mound Road, nördlich 14 Mile Road, in Sterling Heights)

 

Kickers-Jugendbankett am 3. Dezember

Für die Altersstufen U12 und jünger hält der Carpathia-Verein das Kickers-Bankett am Sonntag, dem 3. Dezember ab. Die Türen der Carpathia-Halle sind ab 13 Uhr hierfür geöffnet.

Last modified on:01/14/2008

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