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Dallas Die US-Profiliga MLS betritt Neuland, und dafür benötigt sie
eine Landkarte. Neuland bedeutet eine Bewegung weg von der Solidarität des
Liga-Eigentums der Spieler und hin zum Kult altern der Weltstars. Die
Landkarte, richtungsweisend dahin, nennt sich die Beckham-Regel. Sie wurde
im Rahmen der Sitzung der Liga-Oberen und der Eigentümer der MLS-Klubs am
Vorabend des MLS-Endspiels verabschiedet.
Wir haben elf Jahre lang grundsolide gearbeitet", bemerkte MLS-Kommissar Don
Garber hierzu. Nun wollen wir uns neu ausrichten, um unsere Spiele noch
interessanter zu gestalten."
In
Anlehnung an die Spielweise des gegenwärtigen Real-Madrid-Stars David
Beckham, darf die Regel zweideutig ausgelegt werden. Erstens wird die
bisherige Regel gebogen, wie Beckham seine Freistösse biegt, und zweitens
soll Beckham selbst die neue Richtung einleiten.
Bislang, das meint Garber mit grundsolide gearbeitet", bezahlt die Liga alle
Spielergehälter. Dadurch zog sie in etwas die Maximalgrenze der Lohnstruktur
mit Erfolg über die Runden als Basis der Existenz der Liga-Klubs, von denen
über die elf Jahre nur zwei eingingen, Miami und Tampa Bay, neue aber
hinzukamen, Chivas USA und Real Salt Lake. Die obere Grenze der Lohnstruktur
liegt bei zwei Millionen Dollar, mit niedrigen Spielergehältern hielt die
Liga sich elf Jahre über Wasser, machte mit Finanzspritzen vor Mäzenen wie
Lamar Hunt eigene Stadien flügge, Columbus Crew machte den Anfang, letzthin
fuhr man zahlungskräftige Sponsoren ein Pizza Hut Park in der Dallas-Vorstadt
Frisco und Toyota Park im Chicagoer Vorort Bridgeview.
Mit der Beckham-Regel sprengt die MLS nun die Maximalgrenze der Lohnstruktur
und betritt Neuland durch die Einbindung von Weltstars, die zwar ihren Zenit
überschritten haben, aber immer noch mehr verdienen als der gesamte Kader
eines MLS-Klubs, dem sie beitreten würden. Letzteres trifft auf Beckham zu,
derzeit bei Real Madrid vom neuen Trainer Fabio Capello auf die Reservebank
verbannt. Beckhams Vertrag bei Real läuft aus, wird er bis Januar nicht von
Beckham selbst verlängert, kann der englische Star ohne Ablöse wechseln.
Die neue Regel entstand, damit Klubs ihre eigene Kadergestaltung angehen
können", erklärt MLS-Vize Ivan Gazidis, bislang zuständig für
Spielerverträge in der gesamten Liga. Manche Klubs werden Star-Spieler
einbauen wollen, andere wiederum wohl nicht."
Schon munkelt man von einer LA Galaxy mit Beckham, er besitzt dort bereits
eine Jugendakademie für Fussball. Seine Gage würde von Mäzenen übernommen.
Bei New York Red Bulls wäre der Mäzen mit dem Eigentümer Mateschitz schon
eingebaut. Dort spricht man auch von Ronaldo, dem zweiten Weltstar auf der
Reserveband bei Real Madrid, und von Luis Figo bei Inter Mailand wohl auf
der letzten Station seiner grandiosen Laufbahn.
Insgeheim besagt die Beckham-Regel, dass jeder Klub der MLS einem
Ausnahmespieler (designa-ted player) im Lohngefüge führen kann, der dieses
Gefüge, die zwei Millionen Dollar also, mit seiner hohen Gage deutlich
sprengt. Man darf diesen Ausnahmespielerposten sogar im Tauschhandel
transferieren, ein Klub darf aber nicht mehr als zwei dieser Ausnahmespieler
beschäftigen.
Gegenwärtig gibt es zumindest drei MLS-Spieler, welche innerhalb der
Maximallohngrenze bereits heute über $400,000 beziehen Landon Donovan (LA
Galaxy), Eddie Johnson (Kansas City Wizards) und Francisco Palencia (Chivas
USA). Für die Saison 2007 werden die Drei in der Beckham-Regel nicht gezählt,
in der Saison 2008 fallen sie dann auch darunter.
Von Zinedine Zidane hat eigentlich noch niemand gemunkelt, obwohl er doch
keine Ablöse kosten würde. Vor fast 30 Jahren munkelte man durch nicht von
Franz Beckenbauer, über Nacht landete er dann bei New York Cosmos in der
North American Soccer League, wo Pele in der Götterdämmerung seine Karriere
bereits die Massen begeisterte. Dass damals Cosmos bis zu 77,000 ins Stadion
zog zu Punktspielen der NASL, scheint heute kaum glaublich.
Sollte mit Beckham, Ronaldo und Figo eine ähnliche Euphorie ausbrechen,
müsste man wohl mit Red Bulls New York im Giants Stadium verbleiben, anstatt
ins neue Stadion mit nur 30,000 Plätzen zu wechseln.
Pekerman
neuer US-Nationaltrainer?
Los Angeles Laut eines Berichts
der in Spanisch in Mexiko und Los Angeles erscheinender Zeitung La
Opinion, soll Jose Pekerman nächster Cheftrainer beim US-Landesverband
werden. Der Argentinier gelangte zu Ruhm mit der U20 seines Landes, mit ihr
gewann er 1995 in Qatar, 1997 in Malaysia und 2001 in Argentinien drei Mal
die Weltmeisterschaft dieser Altersstufe. In den Jahren 1997 und 1999 gewann
er auch die Jugendmeisterschaft Südamerikas.
Es
ist bekannt, dass der neue Präsident im US-Landesverband, Sunil Gulati, dem
entlassenen Cheftrainer Bruce Arena ankreidete, nicht genügend in der
Jugendförderung eingebunden zu sein, und dass Gulati mit Pekerman in
Verbindung steht. Pekerman war Cheftrainer Argentiniens bei der WM 2006.
Allerdings hat Gulati laut Soccertimes in einem Email bestritten, dass man
einem Vertrag mit Pekerman nahe sei." Generell antwortet Gulati mit Kein
Kommentar" zu allen Gerüchten um Arenas Nachfolger.
Mittlerweile hat die Bild-Zeitung in Deutschland berichtet, Jürgen Klinsmann
seien $3 Millionen pro Jahr gebo
ten worden, als Cheftrainer beim US-Verband einzusteigen.
Klinsmann dazu: Alles erfunden, die Spekulationen stimmen nicht, wie
gewöhnlich."
Klinsmann war der Cheftrainer der Mannschaft, Deutschland also, welche
Pekermans Argentinien nach 1:1 in der Verlängerung durch Elfmeterstechen mit
Torhüter Lehmanns berühmten Spikzettel bei der WM 2006 ausschaltete.
Erstes
US-Länderspiel seit WM 2006 am 30. Januar 2007
Carson Eine Auszeit von über
sieben Monaten für die Nationalmannschaft der USA hat es seit
Menschengedenken nicht mehr gegeben. Über die WM 2006 hinaus schien es beim
Landesverband überhaupt keine Planung gegeben zu haben, denn mit dem
Ausscheiden im Juni bei der Wm trat das grosse Vakuum ein. Einzige Aktion im
Juli: Der neue Präsident im US-Landesverband, Sunil Gulati, entlässt den
verdienten Cheftrainer Bruce Arena. Seit damals nichts, höchstens Gerüchte
um Arenas Nachfolge.
Am
zweitletzten Januartag des neuen Jahres soll der Dornröschenschlaf der
Nationalmannschaft vorbei sein. Und schon, wieder schiessen Gerüchte ins
Kraut, das Länderspiel gegen Dänemark wird gleichzeitig auch den neuen
Cheftrainer vorstellen.
$1
Million pro Jahr für Milutinovic
Kingston Keine Gerüchte, sondern
Tatsachen: Jamaikas Verbandspräsident Crenston Boxhill gab in der Hauptstadt
Kingston bekannt, dass der neue Nationaltrainer seines Landes Bora
Milutinovic heisst, einen Vertrag über vier Jahre unterzeichnete und dass
der neue Cheftrainer eine Gage von $1 Million pro Jahr beziehen wird aus
einer privat organisierten Schatulle.
Das Ziel, das man sich vier Millionen Dollar kosten lässt: die Qualifikation
zur WM 2010. Der Stolz der Inselrepublik Jamaika litt arg darunter, die WM
2002 und 2006 verpassen zu müssen, während Nachbar Trinidad-Tobago mit der
Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland prunkte.
Der gebürtige Belgrader Serbe Milutinovic hält den Rekord als Cheftrainer
bei WM-Turnieren. Hier seine bisherigen WM-Stationen: 1986 Mexiko, 1990
Costa Rica, 1994 USA, 1998 Nigeria und 2002 China.
MISL:
Erste Niederlage für Detroit Ignition
Baltimore Knapp doppelt so viele
Zuschauer wie am 4. November in der Compuware Arena im Detroiter Vorort
Plymouth, erfreuten sich am 17. November an der Revanche des Baltimore Blast
in der 1st Mariner Arena gegen Neuling Detroit Ignition. 7,732 Besucher
erlebte den 11:5-Sieg des Meisters, bei dem Machel Millwood erstmals in
dieser Saison antrat und zum Angelpunkt mit einem Tor und Vorbereitungen zu
zwei weiteren Treffern wurde.
Der Brasilianer Hewerton und Jamar Beasley erzielten die Ignition-Treffer,
hierbei zählte das Tor Beasleys drei Punkte, er traf von ausserhalb der
zwei-Punkte-Grenze ins Kreuzeck des Blast-Tors.
Es
war die erste Niederlage der Ignition nach drei Spielen als Neuling in der
Hallenprofiliga MISL.
Sanaldo Torhüter der Woche
Southfield Der Ignition-Torwart
Sanaldo wurde zum Torhüter der ersten Woche der neuen MISL-Saison gekürt.
Beim 10-8-Sieg des Ignition in der Verlängerung in Philadelphia wehrte
Sanaldo 17 von 21 Torschüssen ab und ermöglichte den sieg des Liga-Neulings
durch Novi Marojevics Golden Goal. Zu dem Zeitpunkt erzielte Detroit den
zweiten Sieg in den ersten beiden Punktspielen.
Sanaldo war 2005/2006 Torhüter beim Meister Baltimore Blast, wo er den
Stammtorhüter Sagu in der Endrunde erfolgreich vertrat.
Ignition-Spielplan
2.
Dezember
14 Uhr Chicago Storm Ignition
3. Dezember
16:35 Uhr Ignition California
(in der Compuware Arena in Plymouth, an 14900 N Beck Road)
(bei
Comcast Local am TV)
9. Dezember
19 Uhr Milwaukee Ignition
MISL-Tabelle
Baltimore 2S 1N 0.667SZ
California 2 1 0.667
Detroit 2 1 0.667
Chicago 1 1 0.500
Milwaukee 1 2 0.333
Philadelphia 0 2 0.000
S
= Siege, N = Niederlage, SZ = Siegprozentsatz
MISL-Scorerliste
V. Figueroa (Cal) 6T 1V 15P
To. Dusovsky (Mil) 5 3 13
Tr. Dusovsky (Mil) 4 3 11
G.
Celenza (Bal) 5 0 10
B.
Lilavois (Cal) 2 5 9
Kickers-Jugend in Halle
U13-Mädchen
MI Future Stars 2S 0N 0U 4P
Kickers 2 1 0 4
Berkley Storm 1 2 0 2
Silver Bullets 0 2 0 0
S
= Sieg, N = Niederlage, U = Unentschieden, P = Punkte (S = 2P, U = 1P, N =
0P)
24. November
18 Uhr Kickers Future Stars
1. Dezember
19 Uhr Kickers Berkley Storm
U16-Buben
Cubs 2S 0N 0U 4P
Pato's
Magic 2 0 0 4
Kickers II 1 0 1 3
Rockers 1 1 0 2
Rebels 1 1 0 2
NMSC Dragons 0 1 1 1
TSC Panthers 0 2 0 0
Kickers I 0 2 0 0
25. November
14
Uhr Kickers II Rockers
15
Uhr Kickers I TSC Panthers
2. Dezember
13
Uhr Kickers II Rebels
14
Uhr Kickers I Rockers
(alle
Spiele im Liberty Park of America, Mound Road, nördlich 14 Mile Road, in
Sterling Heights)
Kickers-Jugendbankett
am 3. Dezember
Für die Altersstufen U12 und jünger hält der Carpathia-Verein das Kickers-Bankett
am Sonntag, dem 3. Dezember ab. Die Türen der Carpathia-Halle sind ab 13 Uhr
hierfür geöffnet. |