15 July, 2008

153rd YEAR - THE AMERICAN NEWSPAPER WRITTEN IN THE GERMAN LANGUAGE

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Houston MLS-Meister - erneute Pleite für New England

Frisco, TX ­ Das Schicksal kann grausam sein, davon kann Taylor Twellman ein Lied singen. Es erhob Twellman auf die Spitze des Erfolgs und stiess ihn nach einer Minute und sechs Sekunden wieder hinab in die Tiefe, in welcher der beste Spieler der US-Profiliga MLS für 2005 das Jahr 2006 verbracht hatte. In der 113. Minute des MLS-Endspiels am Sonntag in dieser Vorstadt von Dallas erlief Twellman sich einen Steilpass, wehrte die Attacke des Verteidigers Kelly Gray ab und schoss mit links flach von der linken Strafraumecke unhaltbar ins lange Eck. Unbeschreiblicher Jubel brach aus unter den Spielern, der Leitung und der Anhänger der New England Revolution. Sieben Minuten vor Schluss der Verlängerung führte Revolution 1:0 gegen Houston Dynamo, mehr noch, es war der erste Treffer überhaupt, den New England in drei Endspielen (2002, 2005 und nun 2006) erzielte. Ab mit dem Joch der Enttäuschung, auf die Krone des Erfolgs.

Dann schlug das Schicksal zu. Während New England noch feierte, begrub Brian Ching einen Kopfball aus fünf Metern unhaltbar im Netz New Englands. Die Verlängerung endete 1:1, im Elfmeterstechen danach flatterten bei Pat Noonan und Jay Heaps die Nerven. Beide schossen so unkonzentriert, dass Noonans Ball über die Latte ging und Houstons Torwart Pat Onstad gegen Heaps sicher retten konnte.

Vor 22,427 zumeist parteiischen Anhängern gewann Houston im ersten Jahr in der neuen texanischen Heimat gleich den Titel der MLS, allerdings war es bereits der dritte Titel des aus San Jose nach Houston gewechselten Klubs. Als Earthquakes wurde der Klub, damals mit Landon Donovan, bereits zwei Mal Meister.

Das Spiel war von Nervosität mit vielen Stockfehlern auf bei den Seiten geprägt. Twellman fiel die beste Torchance der regulären Spielzeit zu, sein Kopfball aus sechs Metern ging aber genau auf Torhüter Onstad zu, der rettete. Für Houston verwandelten mit Gray, Holden, DeRosario und Davis alle vier Spieler ihre Elfmeter, für Revolution trafen Joseph, Reis und Twellman zum 4:3-Endstand für Houston.

Der von Christian Gomez (Washington United) als bester Spieler der MLS für 2006 abgelöste Twellman durchlief 2006 ein persönlich bitteres Jahr. Zu Anfang des Jahres als Bank in der Nationalmannschaft gehandelt, geriet Twellman im April in der MLS in ein Tief und wurde im letzten Augenblick von Cheftrainer Bruce Arena aus dem Kader der USA für die WM 2006 gestrichen. Twellmans Grossvater, dem er seine Fussballaufbahn verdankt, starb 2006 und fehlte ihm als Ratgeber in der schweren Zeit.

Kurz vor dem Finale am Sonntag meinte Twellman: Jetzt muss ich das alles hinter mir lassen und neu anfangen." Das Schicksal hat ihm den Neuanfang tüchtig zersaust.

 

FIFA-WM 2006 im Strandfussball

Rio de Janeiro ­ Bei der am berühmten Strand Copacabana in Brasiliens heimlicher Hauptstadt ausgetragenen WM im Strandfussball schied die USA nach einer unerwarteten Niederlage gegen Japan bereits in der Vorrunde aus. Die USA schlug Polen, verlor aber auch standesgemäss gegen Brasilien.

Im Finale trat Brasilien gegen Uruguay an, das den amtierenden Strandfussball-Weltmeister Frankreich im Elfmeterschiessen ausschaltete. Bisher hat Brasilien neun Mal die Strandfussball-WM gewonnen.

 

Gruppe A

Brasilien 3Sp 29:10T 9P

Japan 3 15:22 3

Polen 3 12:18 3

USA 3 14:20 3

 

3. November

USA ­ Japan 4:8

Brasilien ­ Polen 9:2

 

5. November

USA ­ Polen 4:2

Brasilien ­ Japan 10:2

7. November

USA ­ Brasilien 6:10

Japan ­ Polen 5:8

Gruppe B

Frankreich 3Sp 21:8T 9P

Kanada 3 11:14 5

Spanien 3 10:12 3

Iran 3 10:18 0

 

3. November

Kanada ­ Iran 6:6

(Kanada 1:0-Sieger nach Elferstechen)

Frankreich ­ Spanien 7:4

 

5. November

Spanien ­ Iran 6:1

Frankreich ­ Kanada 8:1

 

7. November

Kanada ­ Spanien 4:0

Frankreich ­ Iran 6:3

 

Gruppe C

Portugal 3Sp 29:9T 9P

Uruguay 3 17:13 3

Solomon-I 3 12:26 3

Kamerun 3 8:18 2

 

2. November

Portugal ­ Uruguay 5:4

Solomon-Inseln ­ Kamerun 5:2

 

4. November

Uruguay ­ Solomon-Inseln 10:5

Portugal ­ Kamerun 10:3

 

6. November

Kamerun ­ Uruguay 3:3

Kamerun gewinnt 1:0 im Elfstechen)

Portugal ­ Solomon-Inseln 14:2

 

Gruppe D

Argentinien 3Sp 10:6T 9P

Bahrain 3 10:9 5

Nigeria 3 13:13 3

Italien 3 6:11 0

 

2. November

Argentinien ­ Nigeria 5:4

Bahrain ­ Italien 4:2

 

4. November

Nigeria ­ Italien 4:3

Argentinien ­ Bahrain 2:1

 

6. November

Bahrain ­ Nigeria 5:5

(Bahrain 4:3-Sieger im Elferstechen)

Argentinien ­ Italien 3:1

 

Viertelfinale

9. November

Frankreich ­ Japan 3:2

Brasilien ­ Kanada 12:1

Portugal ­ Bahrain 6:2

Uruguay ­ Argentinien 2:1

 

Halbfinale

11. November

Uruguay ­ Frankreich 2:2

(Uruguay 1:0-Sieger im Elferstechen)

Brasilien ­ Portugal 7:4

 

12. November

3. Platz

Frankreich ­ Portugal 6:4

 

Finale

Brasilien ­ Uruguay 4:1

Der WM-Titel 2006 war der 10. im Strandfussball für Brasilien.

 

8,190 erlebten 2. Ignition-Sieg

Philadelphia ­ Das Wachovia Spectrum hält beträchtlich mehr Zuschauer als die Compuware Arena im Detroiter Vorort Plymouth. Mehr als doppelt so viele Besucher kamen zum Heimauftakt der Philadelphia Kixx als beim Saisonbeginn in Plymouth vor einer Woche, und doch gab es einen Nenner in beiden Begegnungen. Nämlich beide Male hiess der Sieger Detroit Ignition. Nach dem Paukenschlag am 4. November gegen Meister Baltimore, gewann der MISL-Neuling am 11. November auch in Philadelphia.

Wieder waren es die letztjährigen Stars bei St. Louis und Chicago, Novi Marojevic, Jamar Beasley und Carlos Farias, die den Sieg in Philadelphia in der Verlängerung ermöglichten. Marojevic bereitete den Ausgleich durch Jonathan Greenfield kurz vor Ende der regulären Spielzeit vor und beendete das Spiel mit Golden Goal in der Verlängerung. Ignition gewann 10:8. (Weil in der MISL Tore allgemein zwei Punkte zählen, entstand dieses Ergebnis eigentlich genau genommen aus 5:4 Treffern.)

Carlos Farias steuerte zwei der Treffer bei (vier Punkte), der Brasilianer Ricardinho erzielte den verbleibenden Ignition-Treffer. Erstlingsspieler Shawn Boney trug zwei der Tore Philadelphias bei.

 

MISL-Tabelle

Detroit 2S 0N 1.000SZ

California 2 0 1.000

Baltimore 1 1 0.500

Chicago 1 1 0.500

Milwaukee 0 2 0.000

Philadelphia 0 2 0.000

S = Siege, N = Niederlage, SZ = Siegprozentsatz

 

11. November

Philadelphia ­ Detroit 8:10 n.V.

Baltimore ­ Chicago 18:12

California ­ Milwaukee 14:11

 

17. November

19:35 Uhr Baltimore ­ Detroit

 

19. November

16:35 Uhr Detroit ­ Philadelphia

 

2. Dezember

14 Uhr Chicago ­ Detroit

 

3. Dezember

16:35 Uhr Detroit ­ California

 

Hahnemann, Reading:

Wieder aufwärts

London ­ Wenn wir in der EPL bestehen, ist das ein noch grösserer Erfolg als unser Aufstieg nach der Saison 2005/2006", urteilte Manager Steve Coppell nach Readings 3:1 daheim gegen Tottenham Hotspurs. Der Aufsteiger und sein amerikanischer Torhüter Marcus Hahnemann kamen nach fünf Niederlagen hintereinander gegen die Schwergewichtler der English Premier League, darunter Chelsea und Arsenal, wieder zu einem Sieg. Markant dabei, dass die Provinzler einer beeindruckenden Serie Tottenhams ein Ende bereiteten. Die Hauptstädter hatten

nämlich in zehn Spielen hintereinander in der Liga, im Liga-Pokal (Carling Cup) und im UEFA-Cup keine Niederlage einstecken müssen. In dieser Serie befand sich auch ein 2:1-Sieg über Meister Chelsea in der Wochen zuvor.

Durch den Sieg kletterte Reading vom 14. auf den 11. Platz, Tottenham fiel auf Platz 12 zurück. Readings amerikanischer Mittelfeldspieler Bobby Convey trug nach seiner Genesung am Knöchel zum Sieg bei.

 

Friedel steckte drei Niederlagen ein

Blackburn ­ Beim Duell Blackburns gegen die Mega-Stars Chelsea unterstrich der Amerikaner Brad Friedel im Tor der Rovers seine anhaltend gute Form, aber auch seine Heldentaten gegen Michael Essien (Ghana), Arjen Robben (Holland), Joe Cole und Shawn Wright ­ Phillips (beide England) konnten Blackburn nicht vor einer 0:2-Niederlage bewahren. Cole und Salomon Kalou, Chelseas jüngsten Star aus Afrika, trafen für den Meister zum Vorrücken im Carling Cup (Liga-Pokal der FA). Am Sonntag danach musste sich Friedel gegen den 40-jährigen Teddy Sheringham geschlagen geben beim unerwarteten 1:2 gegen West Ham, um 11. November wiederum hielt Friedel wieder ausgezeichnet gegen Tabellenführer Manchester United, das 0:1 konnte er aber nicht verhindern.

Bei West Ham durfte der amerikanische Verteidiger Jonathan Spector die vollen 90 Minuten durchspielen, Blackburns Spielplan konzentrierte sich auf ihn, doch der neueste US-Nationalspieler bestand die Prüfung. Spector gehört Manchester United, er ist an West Ham ausgeliehen.

 

Beasley erstmals in der Anfangsformation bei City

Manchester ­ Vor 36,720 Zuschauern im Stadion der Stadt Manchester und vor den live-Kameras der BBC, welche die Partie Manchester City gegen Middlesbrough landesweit ausstrahlte, durfte der amerikanische Nationalspieler DaMarcus Beasley erstmals bei City in der Standard-Elf auflaufen, neben seinem amerikanischen Kollegen Claudio Reyna. In Gegenwart des Nationaltrainers Englands, Steve McClaren, gewann City knapp 1:0. Beasley und Reyna bildeten in den ersten 45 Minuten ein schlagkräftiges Paar auf der linken Seite im offensiven Mittelfeld ausgewechselt, Reyna zur 80.

Während der grosse Nachbar United die Tabelle der EPl anführt, liegt City in der zweiten Tabellenhälfte. Die Zuschauerzahl gegen Middlesbrough war die geringste seit der Spielzeit 2003, und Klub-Präsident John Wardle fordert bessere Ergebnisse.

 

Tim Howard glänzte vor 60,047

London ­ Ein Amerikaner stoppte den Höhenflug Arsenals in der EPL, noch dazu in der Höhle des Löwen. Tim Howard, von Manchester United an Everton ausgeliehen, wartete mit einer ausgezeichneten Parade nach der anderen auf, zwölf an der Zahl, gegen Arsenals Stars Thiery Henry (Frankreich), Tomas Rosicky (Tschechien, vormals Borussia Dortmund) und Robin Van Persie (Holland) beim 1:1 der Liverpooler in Arsenals funkelnagelneuem Stadion. Über 60.000 drängen sich ins Emirates Stadium im Grossraum London, umeinen sechsten Sieg in Folge ihrer Gunners" zu erleben. Howard aber stand im Mittelpunkt des Endes der Siegesserie. Lediglich einen Freistoss Van Persies über die Mauer konnte er nicht parieren.

 

Sir Alex will Freddy Adu

Manchester ­ MLS-Jungstar Freddy Adu wird im November zwei Wochen bei Manchester United mittrainieren dürfen, diese Erlaubnis erteilte ihm sein Klub Washington United und die US-Profiliga MLS. Der 17-jährige Adu: Mein Ziel ist es, in Übersee zu spielen, je schneller, desto besser." Manchester mächtiger Manager Sir Alex Ferguson: Wir haben Adu schon länger in den Augen. Wir haben versucht, ihn vor Jahren schon bei uns einzubinden."

Adu aber unterschrieb als 15-Jähriger einen Vertrag bei Washington, laut MLS-Regel darf er deshalb erst ab seinem 18. Geburtstag (am 2. Juni 2007) nach Übersee wechseln. Im Gegensatz zu Lionel Messi, der mittlerweile beim FC Barcelona zum Star geworden ist, blieb Adu in seiner Entwicklung seit der U16-WM 2005 stecken. Bei jener WM war die Frage aktuell, wer von den zwei, Messi oder Adu, als Star der WM hervortreten würde. Die USA schied in der Vorrunde aus, Adu war überhaupt kein Faktor, Messi aber führte Argentinien als bester Spieler ins Finale.

Bei Washington sass Adu in der vergangenen Saison oft auf der Reservebank, während Messi bei Barcelona auch in der Champions League Furore machte.

 

Manchester Amerikaner Rossi schielt nach Italien

Newcastle ­ Er wurde in New Jersey geboren als Sohn italienischer Immigraten. Deshalb darf Giuseppe Rossi sich Hoffnungen machen, als Nationalspieler entweder für die USA oder für Italien antreten zu können. Denn Italien erkennt das doppelt Bürgertum an, das seiner Eltern und jenes seiner Geburt. Rossi gehört in den Fohlenstall Manchester Uniteds, vom Rennpferdliebhaber Sir Alex Ferguson bestens betreut. Gegenwärtig ist Rossi an Newcastle United in der EPL ausgeliehen, ab Januar 2007 soll er zur United in Manchester zurückkehren. Sollte er dort einschlagen, wird seine Karriere als zukünftiger Nationalspieler Italiens wohl ihren Anfang nehmen. Am 6. September stand Rossi bereits in Italiens U21 im Länderspiel gegen Spanien.

 

Kickers-Jugend in der Halle

Sterling Heights ­ Die Kickers-Mädchen U13 und die Kickers-Buben U16 mit zwei Mannschaften spielen die Herbst-Winter-Saison im Hallenfussball im Liberty Park. Die Mädchen spielen freitags am Abend und die Buben samstags am Nachmittag oder zu Mittag.

U13-Mädchen

MI Future Stars 2S 0N 0U 4P

Kickers 1 1 0 2

Berkley Storm 1 1 0 2

Silver Bullets 0 2 0 0

S = Sieg, N = Niederlage, U = Unentschieden, P = Punkte (S = 2P, U = 1P, N = 0P)

 

17. November

20 Uhr Berkley ­ Future Stars

21 Uhr Kickers ­ Silver Bullets

 

24. November

17 Uhr Silver Bullets ­ Berkley

18 Uhr Kickers ­ Future Stars

 

U16-Buben

Cubs 1S 0N 0U 2P

Pato's Magic 1 0 0 2

Rockers 1 0 0 2

NMSC Dragons 0 0 1 1

Kickers II 0 0 1 1

TSC Panthers 0 1 0 0

Kickers I 0 1 0 0

Rebels 0 1 0 0

 

18. November

12 Uhr Kickers I ­ NMSC Dragons

15 Uhr Kickers II ­ TSC Panthers

 

25. November

14 Uhr Kickers II ­ Rockers

15 Uhr Kickers I ­ TSC Panthers

(alle Spiele im Liberty Park of America, Mound Road, nördlich 14 Mile Road, in Sterling Heights)

Last modified on:07/07/2008

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