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Frisco, TX Das Schicksal kann grausam sein, davon kann Taylor Twellman
ein Lied singen. Es erhob Twellman auf die Spitze des Erfolgs und stiess ihn
nach einer Minute und sechs Sekunden wieder hinab in die Tiefe, in welcher
der beste Spieler der US-Profiliga MLS für 2005 das Jahr 2006 verbracht
hatte. In der 113. Minute des MLS-Endspiels am Sonntag in dieser Vorstadt
von Dallas erlief Twellman sich einen Steilpass, wehrte die Attacke des
Verteidigers Kelly Gray ab und schoss mit links flach von der linken
Strafraumecke unhaltbar ins lange Eck. Unbeschreiblicher Jubel brach aus
unter den Spielern, der Leitung und der Anhänger der New England Revolution.
Sieben Minuten vor Schluss der Verlängerung führte Revolution 1:0 gegen
Houston Dynamo, mehr noch, es war der erste Treffer überhaupt, den New
England in drei Endspielen (2002, 2005 und nun 2006) erzielte. Ab mit dem
Joch der Enttäuschung, auf die Krone des Erfolgs.
Dann schlug das Schicksal zu. Während New England noch feierte, begrub Brian
Ching einen Kopfball aus fünf Metern unhaltbar im Netz New Englands. Die
Verlängerung endete 1:1, im Elfmeterstechen danach flatterten bei Pat Noonan
und Jay Heaps die Nerven. Beide schossen so unkonzentriert, dass Noonans
Ball über die Latte ging und Houstons Torwart Pat Onstad gegen Heaps sicher
retten konnte.
Vor 22,427 zumeist parteiischen Anhängern gewann Houston im ersten Jahr in
der neuen texanischen Heimat gleich den Titel der MLS, allerdings war es
bereits der dritte Titel des aus San Jose nach Houston gewechselten Klubs.
Als Earthquakes wurde der Klub, damals mit Landon Donovan, bereits zwei Mal
Meister.
Das Spiel war von Nervosität mit vielen Stockfehlern auf bei den Seiten
geprägt. Twellman fiel die beste Torchance der regulären Spielzeit zu, sein
Kopfball aus sechs Metern ging aber genau auf Torhüter Onstad zu, der
rettete. Für Houston verwandelten mit Gray, Holden, DeRosario und Davis alle
vier Spieler ihre Elfmeter, für Revolution trafen Joseph, Reis und Twellman
zum 4:3-Endstand für Houston.
Der von Christian Gomez (Washington United) als bester Spieler der MLS für
2006 abgelöste Twellman durchlief 2006 ein persönlich bitteres Jahr. Zu
Anfang des Jahres als Bank in der Nationalmannschaft gehandelt, geriet
Twellman im April in der MLS in ein Tief und wurde im letzten Augenblick von
Cheftrainer Bruce Arena aus dem Kader der USA für die WM 2006 gestrichen.
Twellmans Grossvater, dem er seine Fussballaufbahn verdankt, starb 2006 und
fehlte ihm als Ratgeber in der schweren Zeit.
Kurz vor dem Finale am Sonntag meinte Twellman: Jetzt muss ich das alles
hinter mir lassen und neu anfangen." Das Schicksal hat ihm den Neuanfang
tüchtig zersaust.
FIFA-WM
2006 im Strandfussball
Rio de Janeiro Bei der am
berühmten Strand Copacabana in Brasiliens heimlicher Hauptstadt
ausgetragenen WM im Strandfussball schied die USA nach einer unerwarteten
Niederlage gegen Japan bereits in der Vorrunde aus. Die USA schlug Polen,
verlor aber auch standesgemäss gegen Brasilien.
Im
Finale trat Brasilien gegen Uruguay an, das den amtierenden
Strandfussball-Weltmeister Frankreich im Elfmeterschiessen ausschaltete.
Bisher hat Brasilien neun Mal die Strandfussball-WM gewonnen.
Gruppe A
Brasilien 3Sp 29:10T 9P
Japan 3 15:22 3
Polen 3 12:18 3
USA 3 14:20 3
3. November
USA Japan 4:8
Brasilien Polen 9:2
5. November
USA Polen 4:2
Brasilien Japan 10:2
7. November
USA Brasilien 6:10
Japan Polen 5:8
Gruppe B
Frankreich 3Sp 21:8T 9P
Kanada 3 11:14 5
Spanien 3 10:12 3
Iran 3 10:18 0
3. November
Kanada Iran 6:6
(Kanada
1:0-Sieger nach Elferstechen)
Frankreich Spanien 7:4
5. November
Spanien Iran 6:1
Frankreich Kanada 8:1
7. November
Kanada Spanien 4:0
Frankreich Iran 6:3
Gruppe C
Portugal 3Sp 29:9T 9P
Uruguay 3 17:13 3
Solomon-I 3 12:26 3
Kamerun 3 8:18 2
2. November
Portugal Uruguay 5:4
Solomon-Inseln Kamerun 5:2
4. November
Uruguay Solomon-Inseln 10:5
Portugal Kamerun 10:3
6. November
Kamerun Uruguay 3:3
Kamerun gewinnt 1:0 im Elfstechen)
Portugal Solomon-Inseln 14:2
Gruppe D
Argentinien 3Sp 10:6T 9P
Bahrain 3 10:9 5
Nigeria 3 13:13 3
Italien 3 6:11 0
2. November
Argentinien Nigeria 5:4
Bahrain Italien 4:2
4. November
Nigeria Italien 4:3
Argentinien Bahrain 2:1
6. November
Bahrain Nigeria 5:5
(Bahrain 4:3-Sieger im Elferstechen)
Argentinien Italien 3:1
Viertelfinale
9.
November
Frankreich Japan 3:2
Brasilien Kanada 12:1
Portugal Bahrain 6:2
Uruguay Argentinien 2:1
Halbfinale
11. November
Uruguay Frankreich 2:2
(Uruguay 1:0-Sieger im Elferstechen)
Brasilien Portugal 7:4
12. November
3.
Platz
Frankreich Portugal 6:4
Finale
Brasilien Uruguay 4:1
Der WM-Titel 2006 war der 10. im Strandfussball für Brasilien.
8,190
erlebten 2. Ignition-Sieg
Philadelphia Das Wachovia Spectrum hält beträchtlich mehr Zuschauer als
die Compuware Arena im Detroiter Vorort Plymouth. Mehr als doppelt so viele
Besucher kamen zum Heimauftakt der Philadelphia Kixx als beim Saisonbeginn
in Plymouth vor einer Woche, und doch gab es einen Nenner in beiden
Begegnungen. Nämlich beide Male hiess der Sieger Detroit Ignition. Nach dem
Paukenschlag am 4. November gegen Meister Baltimore, gewann der MISL-Neuling
am 11. November auch in Philadelphia.
Wieder waren es die letztjährigen Stars bei St. Louis und Chicago, Novi
Marojevic, Jamar Beasley und Carlos Farias, die den Sieg in Philadelphia in
der Verlängerung ermöglichten. Marojevic bereitete den Ausgleich durch
Jonathan Greenfield kurz vor Ende der regulären Spielzeit vor und beendete
das Spiel mit Golden Goal in der Verlängerung. Ignition gewann 10:8. (Weil
in der MISL Tore allgemein zwei Punkte zählen, entstand dieses Ergebnis
eigentlich genau genommen aus 5:4 Treffern.)
Carlos Farias steuerte zwei der Treffer bei (vier Punkte), der Brasilianer
Ricardinho erzielte den verbleibenden Ignition-Treffer. Erstlingsspieler
Shawn Boney trug zwei der Tore Philadelphias bei.
MISL-Tabelle
Detroit 2S 0N 1.000SZ
California 2 0 1.000
Baltimore 1 1 0.500
Chicago 1 1 0.500
Milwaukee 0 2 0.000
Philadelphia 0 2 0.000
S
= Siege, N = Niederlage, SZ = Siegprozentsatz
11. November
Philadelphia Detroit 8:10 n.V.
Baltimore Chicago 18:12
California Milwaukee 14:11
17. November
19:35 Uhr Baltimore Detroit
19. November
16:35 Uhr Detroit Philadelphia
2. Dezember
14
Uhr Chicago Detroit
3. Dezember
16:35 Uhr Detroit California
Hahnemann, Reading:
Wieder aufwärts
London Wenn wir in der EPL bestehen, ist das ein noch grösserer Erfolg als
unser Aufstieg nach der Saison 2005/2006", urteilte Manager Steve Coppell
nach Readings 3:1 daheim gegen Tottenham Hotspurs. Der Aufsteiger und sein
amerikanischer Torhüter Marcus Hahnemann kamen nach fünf Niederlagen
hintereinander gegen die Schwergewichtler der English Premier League,
darunter Chelsea und Arsenal, wieder zu einem Sieg. Markant dabei, dass die
Provinzler einer beeindruckenden Serie Tottenhams ein Ende bereiteten. Die
Hauptstädter hatten
nämlich in zehn Spielen hintereinander in der Liga, im Liga-Pokal (Carling
Cup) und im UEFA-Cup keine Niederlage einstecken müssen. In dieser Serie
befand sich auch ein 2:1-Sieg über Meister Chelsea in der Wochen zuvor.
Durch den Sieg kletterte Reading vom 14. auf den 11. Platz, Tottenham fiel
auf Platz 12 zurück. Readings amerikanischer Mittelfeldspieler Bobby Convey
trug nach seiner Genesung am Knöchel zum Sieg bei.
Friedel
steckte drei Niederlagen ein
Blackburn Beim Duell Blackburns gegen die Mega-Stars Chelsea unterstrich
der Amerikaner Brad Friedel im Tor der Rovers seine anhaltend gute Form,
aber auch seine Heldentaten gegen Michael Essien (Ghana), Arjen Robben
(Holland), Joe Cole und Shawn Wright Phillips (beide England) konnten
Blackburn nicht vor einer 0:2-Niederlage bewahren. Cole und Salomon Kalou,
Chelseas jüngsten Star aus Afrika, trafen für den Meister zum Vorrücken im
Carling Cup (Liga-Pokal der FA). Am Sonntag danach musste sich Friedel gegen
den 40-jährigen Teddy Sheringham geschlagen geben beim unerwarteten 1:2
gegen West Ham, um 11. November wiederum hielt Friedel wieder ausgezeichnet
gegen Tabellenführer Manchester United, das 0:1 konnte er aber nicht
verhindern.
Bei West Ham durfte der amerikanische Verteidiger Jonathan Spector die
vollen 90 Minuten durchspielen, Blackburns Spielplan konzentrierte sich auf
ihn, doch der neueste US-Nationalspieler bestand die Prüfung. Spector gehört
Manchester United, er ist an West Ham ausgeliehen.
Beasley
erstmals in der Anfangsformation bei City
Manchester Vor 36,720 Zuschauern im Stadion der Stadt Manchester und vor
den live-Kameras der BBC, welche die Partie Manchester City gegen
Middlesbrough landesweit ausstrahlte, durfte der amerikanische
Nationalspieler DaMarcus Beasley erstmals bei City in der Standard-Elf
auflaufen, neben seinem amerikanischen Kollegen Claudio Reyna. In Gegenwart
des Nationaltrainers Englands, Steve McClaren, gewann City knapp 1:0.
Beasley und Reyna bildeten in den ersten 45 Minuten ein schlagkräftiges Paar
auf der linken Seite im offensiven Mittelfeld ausgewechselt, Reyna zur 80.
Während der grosse Nachbar United die Tabelle der EPl anführt, liegt City in
der zweiten Tabellenhälfte. Die Zuschauerzahl gegen Middlesbrough war die
geringste seit der Spielzeit 2003, und Klub-Präsident John Wardle fordert
bessere Ergebnisse.
Tim
Howard glänzte vor 60,047
London Ein Amerikaner stoppte den Höhenflug Arsenals in der EPL, noch dazu
in der Höhle des Löwen. Tim Howard, von Manchester United an Everton
ausgeliehen, wartete mit einer ausgezeichneten Parade nach der anderen auf,
zwölf an der Zahl, gegen Arsenals Stars Thiery Henry (Frankreich), Tomas
Rosicky (Tschechien, vormals Borussia Dortmund) und Robin Van Persie
(Holland) beim 1:1 der Liverpooler in Arsenals funkelnagelneuem Stadion.
Über 60.000 drängen sich ins Emirates Stadium im Grossraum London, umeinen
sechsten Sieg in Folge ihrer Gunners" zu erleben. Howard aber stand im
Mittelpunkt des Endes der Siegesserie. Lediglich einen Freistoss Van Persies
über die Mauer konnte er nicht parieren.
Sir Alex
will Freddy Adu
Manchester MLS-Jungstar Freddy Adu wird im November zwei Wochen bei
Manchester United mittrainieren dürfen, diese Erlaubnis erteilte ihm sein
Klub Washington United und die US-Profiliga MLS. Der 17-jährige Adu: Mein
Ziel ist es, in Übersee zu spielen, je schneller, desto besser." Manchester
mächtiger Manager Sir Alex Ferguson: Wir haben Adu schon länger in den Augen.
Wir haben versucht, ihn vor Jahren schon bei uns einzubinden."
Adu aber unterschrieb als 15-Jähriger einen Vertrag bei Washington, laut
MLS-Regel darf er deshalb erst ab seinem 18. Geburtstag (am 2. Juni 2007)
nach Übersee wechseln. Im Gegensatz zu Lionel Messi, der mittlerweile beim
FC Barcelona zum Star geworden ist, blieb Adu in seiner Entwicklung seit der
U16-WM 2005 stecken. Bei jener WM war die Frage aktuell, wer von den zwei,
Messi oder Adu, als Star der WM hervortreten würde. Die USA schied in der
Vorrunde aus, Adu war überhaupt kein Faktor, Messi aber führte Argentinien
als bester Spieler ins Finale.
Bei Washington sass Adu in der vergangenen Saison oft auf der Reservebank,
während Messi bei Barcelona auch in der Champions League Furore machte.
Manchester Amerikaner Rossi schielt nach Italien
Newcastle Er wurde in New Jersey geboren als Sohn italienischer Immigraten.
Deshalb darf Giuseppe Rossi sich Hoffnungen machen, als Nationalspieler
entweder für die USA oder für Italien antreten zu können. Denn Italien
erkennt das doppelt Bürgertum an, das seiner Eltern und jenes seiner Geburt.
Rossi gehört in den Fohlenstall Manchester Uniteds, vom Rennpferdliebhaber
Sir Alex Ferguson bestens betreut. Gegenwärtig ist Rossi an Newcastle United
in der EPL ausgeliehen, ab Januar 2007 soll er zur United in Manchester
zurückkehren. Sollte er dort einschlagen, wird seine Karriere als
zukünftiger Nationalspieler Italiens wohl ihren Anfang nehmen. Am 6.
September stand Rossi bereits in Italiens U21 im Länderspiel gegen Spanien.
Kickers-Jugend
in der Halle
Sterling Heights Die Kickers-Mädchen U13 und die Kickers-Buben U16 mit
zwei Mannschaften spielen die Herbst-Winter-Saison im Hallenfussball im
Liberty Park. Die Mädchen spielen freitags am Abend und die Buben samstags
am Nachmittag oder zu Mittag.
U13-Mädchen
MI
Future Stars 2S 0N 0U 4P
Kickers 1 1 0 2
Berkley Storm 1 1 0 2
Silver Bullets 0 2 0 0
S
= Sieg, N = Niederlage, U = Unentschieden, P = Punkte (S = 2P, U = 1P, N =
0P)
17. November
20
Uhr Berkley Future Stars
21
Uhr Kickers Silver Bullets
24. November
17
Uhr Silver Bullets Berkley
18
Uhr Kickers Future Stars
U16-Buben
Cubs 1S 0N 0U 2P
Pato's Magic 1 0 0 2
Rockers 1 0 0 2
NMSC Dragons 0 0 1 1
Kickers II 0 0 1 1
TSC Panthers 0 1 0 0
Kickers I 0 1 0 0
Rebels 0 1 0 0
18. November
12
Uhr Kickers I NMSC Dragons
15
Uhr Kickers II TSC Panthers
25. November
14
Uhr Kickers II Rockers
15
Uhr Kickers I TSC Panthers
(alle
Spiele im Liberty Park of America, Mound Road, nördlich 14 Mile Road, in
Sterling Heights) |