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St. Louis Waren es zur Zeit der
WM 2006 nur Gerüchte, dass der damals noch als Cheftrainer der Nationalelf
Deutschlands arbeitende Jürgen Klinsmann dieses Amt beim US-Fussballverband
übernehmen würde, hat sich die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung
nun eingenistet. Klinsmann selbst sagte am vergangenen Wochenende der
Nachrichtenagentur AP: Ja, ich rede mit dem US-Verband. Alles was auf mich
zukommt, werte ich aus." Und weiter: Ich bleibe mit Sunil (Gulati, Präsident
im US-Verband, d. Red.) in Verbindung. Bisher war alles nicht formal sondern
sehr entspannt."
Klinsmann wohnt mit seiner amerikanischen Frau Debbie und ihren zwei Kindern
in Südkalifornien in der Nähe des ständigen Trainingslagers der US-Nationalmannschaft
in Carson. Dort war er schon Berater der Los Angeles Galaxy, im Home Depot
Center in Carson beheimatet.
Über kurz oder lang werde ich wieder ins Trainermetier einsteigen", sagte
Klinsmann.
Verbandspräsident Gulati hält sich weiter bedeckt mit Pauschalaussagen, er
werde den Posten vor Ende des Jahres besetzen. Er gab keinen Kommentar ab zu
Verhandlungen mit etwaigen Kandidaten. Zum Zeitpunkt der Entlassung des
verdienten Trainers Bruce Arena im Juli als Nachspiel der enttäuschenden WM
in Deutschland wurde Gulati zitiert: Wir brauchen einen Trainer, der uns zum
nächsten Level bringt, der nicht nur den amerikanischen Fussball kennt,
sondern auch international Erfahrung aus dem Weltfussball erster Güte
mitbringt." Vor seinem Rücktritt nach der WM 1998 in Frankreich, trug
Klinsmann das Trikot Deutschlands in 108 Länderspielen. Dabei erzielte der
einstige Schwabenpfeil" 47 Tore, 11 davon bei der WM-Turnieren 1990, 1994
und 1998. Im Klubfussball war er Star-Stürmer bei Stuttgarter Kickers, VfB
Stuttgart, Bayern München, Inter Mailand, Sapdoria Genua, AS Monaco und
Tottenham Hotspurs. Bei Tottenham war er gegen Ende seiner Spielerkarriere
Schützenkönig der English Premier League (EPL).
Ich habe nun acht Jahre in den USA gelebt und verfolge die Entwicklung des
Fussballs hier", meinte Klinsmann. Die Situation hier ist total anders (als
in Deutschland, d. Red.). Spielerentwicklung ist die grosse Herausforderung."
Klingt ganz, als ob zum Jahresende, oder vielleicht schon zuvor, Klinsi" als
neuer Cheftrainer der USA präsentiert wird.
USA nur 1:1 gegen Dänemark beim Peace Cup der Damen
Ghimhae Trotz erwartete
Überlegenheit im Feldspieler, kam die Damen-Nationalmannschaft der USA beim
Auftakt zum Peace Cup in Südkorea nur zu einem mageren 1:1 gegen Dänemark.
Vor einer Kulisse von 8,200 im Ghimhae-Stadion dauerte es bis zur 73.
Minute, ehe die US-Mädel die in der 12. Minute erzielte 1:0-Führung der
Däninnen ausgleichen konnten. Kristine Lilly verwandelte eine Vorarbeit der
Abby Wambach aus 13m unter die Latte. Es war der 114. Treffer der Lilly in
ihrem 314. Länderspiel.
Die Däninnen machten ein grossartiges Tor, und wir waren lange im
Hintertreffen", meinte Nationaltrainer Greg Ryan. Wir hatten genügend
Chancen zum Sieg. Nun müssen wir die beiden Spiele gegen Australien und die
Niederlande gewinnen, wollen wir eine Chance zum Endspiel bewahren."
Die US-Damen kamen auf 11:1 Ecken, konnte aber die vielbeinige Abwehr der
Däninnen nur ein Mal überwinden.
Für die USA und Kanada dient der Peace Cup zur Vorbereitung auf die später
im November anstehende Qualifikation zur WM 2007 in China. Die Qualification
findet im Rahmen des Gold Cup der Damen statt, der vom 22. bis 26. November
mit Semifinale und Finale im Home Depot Center in Carson, Kalifornien zur
Austragung kommt.
Als gesetzte" Länder greifen USA und Kanada erst im Semifinale ein. Die USA
trifft auf den Sieger aus Mexiko/Trinidad-Tobago, und Kanada misst sich mit
dem Sieger aus Jamaika/Panama. Die Sieger im Semifinale sind automatisch für
die Damen-WM 2007 qualifiziert.
Peace Cup der Damen in Südkorea
Gruppe A
Kanada 1Sp 3:2T 3P
Brasilien 1 1:0 3
Italien 1 2:3 0
Südkorea 1 0:1 0
28. Oktober
Südkorea Brasilien 0:1
Kanada Italien 3:2
Gruppe B
Australien 1Sp 1:0T 3P
USA 1 1:1 1
Dänemark 1 1:1 1
Niederlande 1 0:1 0
29. Oktober
USA Dänemark 1:1
Australien Niederlande 1:0
31. Oktober
USA Australien
Niederlande Dänemark
2.
November
USA Niederlande
Australien Dänemark
4.
November
Endspiel
Sieger A Sieger B
Debüt der Detroit Ignition am heutigen Samstag
Plymouth Ab 4. November ist in
Gross-Detroit nach Jahren der Abwesenheit wieder Profi-Fussball beheimatet.
Detroit Ignition, ein Neuling in der Profi-Hallenliga MISL, gibt ihr
Heimdebüt gleich gegen den Meister Baltimore Blast. Anstoss in der Compuware
Arena in Plymouth ist um 19:35 Uhr vor den live-Kameras von Comcast Local.
Ungewöhnlich als Neuling bringt Ignition eine starke Vertretung auf den
Platz begünstigt von der Auflösung der St. Louis Steamers und der
Gepflogenheit der MISL, von jedem anderen Klub der Liga Spieler heranziehen
zu dürfen. Dahinaus kann Ignition mit Jamar Beasley (von St. Louis) und Novi
Marojevic (Chicago) zwei der besten Torjäger der vergangenen MISL-Saison
auflaufen lassen.
Gleich im ersten Spiel des Vorbereitungsturniers am vergangenen Wochenende
in Chicago stand Marojevic im Mittelpunkt. Beim 11:4-Sieg über Milwaukee
Wave dirigierte er das Spiel und leistete die Vorarbeit zu zwei der fünf
Ignition-Treffer. Zur Erklärung: Es gibt dreierlei Tore in der MISL. Ein
Treffer aus dem Spielfluss innerhalb einer bestimmten Entfernung zählt zwei
Punkte, ein Treffer von weiter als dieser Entfernung zählt drei Punkte. Ein
Tor bei Mehrzahl, wenn ein Geg-ner auf die Strafbank muss, zählt nur einen
Punkt. Das 11:4 der Ignition wäre demnach eigentlich ein 5:2.
Im
zweiten Spiel des Turniers gewann Ignition 15:4 gegen California Cougars.
Diesmal stach Carlos Farias hervor, in der Vorsaison einen der
Leistungsträger bei Baltimore.
Am
Sonntag trugen Marojevic und Jamar Beasley mit Treffern zum
9:9-Unentschieden gegen Gastgeber Chicago Storm bei.
Nach dem Heimspiel am 4. November, geht Ignition auf Reisen. Am 11. November
ist der Gastgeber Philadelphia Kixx, am 17. November empfängt Baltimore die
Ignition. Erst am 19. November tritt Ignition wieder daheim an.
MLS: Colorado siegte im Elferstechen in Dallas
Frisco, TX Der einstige Star in
der US-Nationalelf, Clint Mathis, schlüpfte in eine letzthin für ihn
ungewöhnliche Rolle. Nach langer Abwesenheit im Rampenlicht in einer
Zeitpanne, in welcher er von der Bühne der Bundesliga bei Hannover 96 und
der Nationalelf der USA scheint, trumpfte der aus Stone Mountain stammende
Georgier am Samstag im Staffel-Semifinale der US-Profiliga MLS auf. In der
Verlängerung des Rückspiels beim FC Dallas lagen Colorado Rapids bei 2:2 im
Aggregat 2:3 im Rückstand und befanden sich kurz vor dem Ausscheiden. Dann
schlug Mathis zu. Er entkorkte eine 22m-Bombe zur 3:2-Führung und zum
4:4-Gleichstand im Aggregat der Serie.
Um
den 4:4-Gleichstand zu brechen, trat man nach der 3:2 für Colorado
ausgegangenen Verlängerung zum Elfmeterstechen an. Der US-Nationalspieler
Pablo Mastroeni verwandelte den Sieg bringenden Elfmeter für Colorado,
nachdem Torhüter Joe Cannon zuvor den Elfmeter des Dario Sulas abgewehrt
hatte. Colorado das Elferstechen 5;4.
Es
war das zweite Jahr in Folge, dass Colorado den FC Dallas in dessen
Heimstadion Pizza Hut Park im Elfmeterstechen nach Verlängerung ausschaltete.
15,486 enttäuschte Anhänger erlebten nach Ende des Elfmeterschiessens eine
für die MLS äusserst aussergewöhnliche Szene. Es gab eine Rauferei, bei
welcher der Dallas-Spieler Sala die Colorado-Spieler Jovan Kirovski und
Hunter Freeman hinterrücks attackiert haben soll.
In
der Punktsaison schloss Dallas mit klarem Vorsprung vor Houston auf Platz 1
der Western Conference ab, Colorado hingegen schaffte gerade noch die
Playoffrunde vor Los Angeles und Real Salt Lake. Colorado trifft im Endspiel
der Western Conference bei Houston Dynamo an. Houston hat Heimrecht, weil
Dynamo höher als Colorado in der Punktrunde abschnitt.
Red Bulls: Warten auf nächstes Jahr
Washington Auch im elften Jahr
wird es für New York keinen MLS-Titel geben. Die mittlerweile vom
erfolgreichen US-Nationaltrainer Bruce Arena betreuten Red Bulls kämpften in
der Landeshauptstadt bei United bis zur letzten Sekunde, mehr als ein 1:1
schaute jedoch nicht heraus. Damit war das Ausscheiden nach der
0:1-Heimniederlage am 21. Oktober beschlossene Sache.
Vor dem grössten Publikum am Wochenende, 21,955 an der Zahl, stand bereits
eine Verlängerung an, als Christian Gomez in der 86. Minute noch der
1:1-Ausgleich gelang. Durch das Unentschieden und dem 1:0 in der Woche zuvor
in East Rutherford, gewann Washington die Semifinalserie knapp.
Ein Trostpflaster durften die Red Bulls trotz des Ausscheidens mitnehmen.
Nach dem 1:0 in der 70. Minute durch Josmer Altidore dürfen die Red Bulls
nun einen Rekord an ihre Fahne heften. Altidore ist der jüngste Spieler
jemals, dem ein Treffer in der MLS-Playoffrunde gelang. Altidore ist 16, er
wird in November 17.
Im
Endspiel der Eastern Conference an diesem Wochenende empfängt Washington den
Nachbarn New England. Die Revolution besiegte Chicago 2:1 vor nur 9,372 am
vergangenen Samstag in Foxborough, Massachusetts. Eine Verlängerung war
nötig, das Chicago das Hinspiel am 22. Oktober 1:0 gewonnen hatte. Im
Elferstechen bestand New England mit 4:2.
Die vierte Semifinalserie gewann Houston mit 2:1 im Aggregat gegen Chivas
USA.
MLS-Playoffrunde
Rückspiele der Semifinalserie
Eastern Conference
28. Oktober
New England Chicago 2:1 n.V.
(Gleichstand
2:2 nach zwei Spielen. NE Sieger 4:2 im Elfmeterschiessen)
29. Oktober
Washington New York 1:1
(Washington 2:1-Sieger nach zwei Spielen)
Western Conference
28. Oktober
Dallas Colorado 2:3 n.V.
(Gleichstand
4:4 nach zwei Spielen. Colorado 5:4-Sieger im Elfmeterschiessen)
29. Oktober
Houston Chivas USA 2:0
(Houston 3:2-Sieger nach zwei Spielen)
Conference-Endspiel
4./5. November
Eastern
Washington New England
Western
Houston Colorado
MLS am TV
5. November
16
Uhr Washington NE
oder
16
Uhr Houston Colorado
(live bei ESPN2)
Anmerkung: Bei Redaktionsschluss war noch nicht bekannt, welches der beiden
Staffel-Endspiele bei ESPN2 übertragen wird. Auch die Anstosszeit des
Endspiels am 4. November war nicht bekannt. Die Begegnung, welche am 5.
November nicht übertragen wird, findet am 4. November statt.
Endspiel MLS-Cup
12. November
15:30 Uhr Sieger Ost Sieger West
(live bei ABC-TV aus Frisco, TX)
Kickers-Mädchen U13 in der Halle
Sterling Heights Folgend ist die
Vorschau der nächsten zwei Wochen für die von Randy Mathy betreuten
U13-Mädchen der Carpathia Kickers.
3.
November
17Uhr Kickers U13M Future Stars
19Uhr Silver Bullets Berk Storm
10. November
17Uhr Kickers U13M Berk. Storm
18Uhr Silver Bullets Future Stars
(alle
Spiele im Liberty Park, an Mound Road nördlich 14 Mile Road in Sterling
Heights)
Ergebnisse
21. Oktober
Kickers-B U12 Gold Troy 1:2
Kickers-B U12 Blau 4:1
Kickers-B U11 Livonia 7:0
22. Oktober
Kickers-B U9 Bl. PSG Nova 7:2
Kickers-B U9 G. GSSC Stars 5:0 |