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Carson/Troy Die Auferstehung des Landon Donovan
nach einer gründlich missratenen WM so könnte man das Viertelfinale im US
Open Cup 2006 zwischen Los Angeles Galaxy und Colorado Rapids betiteln. Der
US-Fussballer des Jahres für 2004 und 2005 tauchte unter bei der WM, in der
Woche vom 21. August tauchte er wieder auf, zuerst im Open Cup und dann in
der Liga.
Donovan schlug in
der 93. und 115. Minute zwei Mal zu und führte den Titelverteidiger mit 3:1
in die nächste Runde, in welcher ein weiteres Heimspiel gegen Houston
Dynamos am 6. September ansteht. Es war überdies der erste Sieg der Galaxy
gegen Rapids in dieser Saison.
Der vormalige
Nationalspieler und Bundesligist bei Hannover 96, Clint Mathis, erzielte das
1:0 der Rapids bereits in der 3. Minute, und es sah lange nach einer
erneuten Pleite der Galaxy gegen ihren Angstgegner aus bis Quavas Kirk der
Ausgleich gelang und das Spiel in die Verlängerung ging. Dann kam die grosse
Zeit des Landon Donovan, selbst auch zwei Mal Bundesligist, beide Male bei
Bayer Leverkusen.
Jami Walkers zwei
Treffer schalteten die Red Bulls New York unter dem neuen Trainer Bruce
Arena aus. Washington United schlug New York 3:1. Arena war Trainer der
United im Gründerjahr der MLS, in welchem Jahr Arena das Double, Meister der
MLS und Sieger im Open Cup schaffte.
Houston Dynamos
gewann das Viertelfinale mit 3:0 klar gegen Gast FC Dallas, Chicago hingegen
benötigte einen Elfmeter zum 2:1 gegen New England Revolution. Andy Herron
erzielte beide Treffer für Chicago.
Semifinale
6. September
22:30 Uhr LA
Galaxy Houston
(in Carson, CA)
20:30 Uhr Chicago
Washington
(in Bridgeview,
IL)
USA
Deutschland 4:1 bei der Damen-WM U20
St.
Petersburg/Troy
Sensationell mit 4:1 schaltete die USA den Weltmeister Deutschland bei der
in Russland laufenden Juniorinnen-WM U20 aus. Deutschland hatte schon in der
Gruppenrunde beim 0:2 gegen Nordkorea Schwächen gezeigt, war aber als
Zweiter der Gruppe C in das Viertelfinale vorgerückt. Die US-Vertretung
brachte Deutschland mit einem Doppelschlag in der 36. und 37. Minute mit 0:2
an den Rand der Niederlage und setzte mit 3:1 zum K.O. an lediglich fünf
Minuten nach dem 1:2 Deutschlands in der 65. Minute. Das 4:1 besorgte die
USA in der 90. Minute. Danesha Adams traf zwei Mal für die USA, Kelly O'Hara
und Amy Rodriquez ein Mal.
Gruppe A
SP T P
Brasilien 3 2:0 5
Russland 3 4:3 5
Australien 3 4:3 4
Neuseeland 3 2:6 1
Gruppe
B
China 3 6:1 9
Nigeria 3 11:5 6
Kanada 3 4:4 3
Finnland 3 1:12 0
Gruppe
C
Nordkorea 3 10:0 9
Deutschland 3 15:3
6
Mexiko 3 5:15 3
Schweiz 3 2:14 0
Gruppe
D
USA 3 7:2 9
Frankreich 3 6:1 6
Argentinien 3 5:9
3
DR Congo 3 1:7 0
21.
August
USA Argentinien
4:1
24.
August
USA Frankreich
1:0
Viertelfinale
26. August
Brasilien
Nigeria 2:1
China Russland
4:0
27.
August
USA Deutschland
4:1
Nordkorea
Frankreich 2:1
Semifinale
31. August
China USA
Brasilien
Nordkorea
Endspiel
3. September
A-Damen
USA China 4:1
Bridgeview/Troy
Vor 7, 119 Besuchern im neuen Toyota Park in dieser Vorstadt Chicagos
stand das Freundschaftsspiel zwischen Olympiasieger USA und dem Anwärter auf
die Olympia-Goldmedaille 2008, China, lange auf Messers Schneide bis die
Heldin der ersten Stunde die endgültige Entscheidung einbrachte. Kristine
Lilly, bereits Bestandteil der Weltmeistermannschaften der Jahre 1991 (in
China) und 1999 (in USA), schoss die USA in der 85. und 88. Minute zum 4:1
Sieg. China ging in der 24. Minute durch Han Duan 1:0 in Führung, Cat
Whitehill glich sechs Minuten später aus. Ein von Aly Wagner verwandelter
Elfmeter brachte der USA endgültig die Führung.
Knoten
geplatzt 6:0 für Arenas Red Bulls
East
Rutherford/Troy das
Zauberhändchen des Bruce Arena ist bei den New York Red Bulls eingekehrt.
Knapp zwei Wochen im Amt, hat der amerikanische Erfolgstrainer mit den
vordem anfälligen Möchte Gern Titelanwärtern bereits einen Rekord in der
US-Profiliga MLS aufgestellt. Beim sensationellen 6:0 gegen Real Salt Lake
fielen alle sechs Tore in der zweiten Halbzeit, und das bedeutet einen neuen
Rekord für die MLS. Der frühere Torjäger der US-Juniorennationalmannschaft
Ed-son Buddle, um den es in den letzten zwei Jahren still geworden war,
erzielte den Hattrick, und zwar einen reinen" zum 3:0 (54., 61., 72.), in
den letzten 13 Minuten schlugen die Red Bulls nochmals drei Mal zu.
New York hat nun
echte Chancen, die Playoff-Runde zu erreichen, in welcher der MLS-Titel 2006
entschieden wird.
United
im Tief nach 2:5 daheim
Washington/Troy
Wie schnell der Ruhm entflieht vor zwei Wochen noch unantastbar als
bester MLS-Klub, ein weithin beachtetes 1:1 gegen Real Madrid auf der Kerbe,
ist Washington United nun in ein Tief gesaust. Und just einer der bisher
schwächsten Klubs der Liga trat die Mannschaft des bis daheim mit Erfolg
betrauten Trainers Peter Nowak noch tiefer in die Krise. Vor 24,159
Zuschauern, der weitaus grössten Kulisse am letzten Samstag, degradierte
Gast Los Angeles Galaxy die Heimmannschaft mit 2:5 und stieg dadurch selbst
aus dem Keller der Staffel West. Landon Donovan hat augenscheinlich die
Enttäuschung der WM abgestreift. In Washington gelangen ihm zwei Treffer,
nun vier in den letzten zwei Spielen.
MLS-Tabellen
Eastern Conference
SP T P
Washington 24
41:25 47
Chicago 23 30:28
31
New England 23
27:28 28
New York 23 29:27
28
Kansas City 24
27:32 26
Columbus 24 18:34
23
Sp = Spiele, T =
Tore, P = Punkte (Siege = 3, Unentschieden = 1, Niederlage = 0)
Western Conference
FC Dallas 22 35:28
39
Houston 24 34:31
35
Chivas USA 24
39:33 34
Colorado 23 28:35
32
Los Angeles 24
24:27 29
Real Salt Lake 24
34:38 29
20.
August
New England
Chicago 0:1
Los Angeles
Dallas 2:0
26.
August
Washington Los
Angeles 2:5
New York Real
Salt Lake 6:0
Chicago Colorado
1:0
Chivas USA
Houston 3:2
MLS am TV
2. September
21 Uhr Real Salt
Lake Colorado
(live bei Fox
Soccer Channel)
9.
September
21:30 Uhr
Washington Real SL
(live bei Fox
Soccer Channel)
17.
September
16 Uhr Chicago
Washington
(live bei ESPN2)
MLS-Torjäger
T V
J. Cunningham (Rsl)
14 9
A. Razov (Chiv) 14
8
J. Moreno (Wash)
10 6
B. Ching (Hou)* 10
2
T. Twellman (NE) 9
3
C. Gomez (Wash) 8
9
D. DeRosario (Hou)
8 5
C. Ruiz (Dal) 8 5
K. Cooper (Dal) 8
3
L. Donovan (LA)* 7
4
*In 16 Spielen
wegen WM-Abwesenheit
T = Tore, V =
Vorbereitungen
Finale
im MPSL-Ligapokal: 3. Titel gelang den Kickers nicht
Sterling Heights
Die Carpathia Kickers müssen sich für 2006 mit dem Titel im Staatspokal
Michigans, nunmehr Gerhard-Mengel-Pokal genannt, und dem Sieg im Turnier der
Donauschwaben der USA begnügen. Der Sieg im etwas tiefer angesiedelten
Ligapokal der Michigan Premier Soccer League zum möglichen dritten Titel der
Saison liess sich trotz Heimvorteils und 1:0-Führung bis nach der 90. Minute
nicht einfahren. Nach dem Ausgleich in der 93. Minute, der 3. Minute der
Nachspielzeit, besiegte Detroit United die Kickers am Ende der torlosen
Verlängerung im Elfmeterschiessen 7:6 zum Endergebnis 8:7.
Es war der dritte
Vergleich zwischen Kickers und United in knapp zwei Wochen. Die Kickers
gewannen das Endspiel im Staatspokal im Elfmeterschiessen am 13. August, das
punktspiel am 20. August endete 2:2, nun gestaltete United das Messen im
Ligapokal am 25. August zu ihrer Gunst.
Vor 300 Zuschauern
auf dem Carpathia-Platz verschoss Thomas Eschenburg den 8. Elfmeter im
Stechen, worauf United zum Sieg verwandelte. Mario Piacentini, Sebastien
Gouverneur, Ryan Rzepka und Mike Matalavy trafen im ersten Durchgang ins
Netz, während Chris Oakroy am Pfosten scheiterte. United verwandelte
ebenfalls vier Mal im ersten Durchgang, in welchem jeder Mannschaft fünf
Chancen zur Verwandlung geboten sind. Im zweiten Durchgang, in welchem ein
einziger Erfolg der einen Mannschaft und eine Nichtverwandlung der anderen
in der gleichen Runde zur sofortigen Beendung der Partie führt, trafen Jason
Oakroy und Brendan McCarthy, der Schuss Eschenburgs über die Latte führte,
dann zur Entscheidung.
Mike Matalavy
brachte die Kickers früh in Führung. Neben ihm stand Gouverneur in der
Spitze, wo der am Anfang der Saison gross aufgelaufene Torjäger Craig Hearn
arg fehlte. Hearn konnte wegen Verletzung in keiner der drei Begegnungen mit
United eingesetzt werden.
Ausser Eschenburg
stellte die B-Elf mit Nick Gullivery, Matt Romano, Greg Larkin und Mark
Spencer vier weitere Spieler im Ligapokal-Endspiel.
Der Sieger United
schlug Plymouth Premier 5:1 im Achtelfinale, gewann im Viertelfinale glatt
4:1 gegen die B-Elf der Michigan Bucks und stiess nach hartem Kampf im
Semifinale gegen Detroit Eagles knapp mit 2:1 ins Endspiel vor.
Die Kickers zogen
durch ein äusserst knappes 1:0 gegen die eigene B-Elf ins Finale. Im
Viertelfinale hatten sie Intra SC deutlich mit 4:1 ausgeschaltet.
Kickers: Wie geht's weiter?
Der langjährige
scheidende Manager der Carpathia Kickers A-Elf, Michael Talan, gab Einblick
in die Zukunft der Mannschaft am Ende der Saison 2006, welche mit dem Finale
im Ligapokal abschloss.
Wochen-Post: Herr
Talan, die Saison 2006 ist vorbei, was hält die Zukunft?"
Talan: Meines
Erachtens stehen wir vor einem totalen Umbruch für das kommende Jahr. Wir
müssen uns verjüngen. Es gab viele Verletzungen der ältern Spieler in
kritischen Phasen der eben vergangenen Saison."
W-P: Wie soll
dieser Umbruch in die Wege geleitet werden?"
Talan: In Ryan
Rzepka haben wir nun einen neuen Führungsspieler. Als er Anfang der Saison
zu uns kam von Michigan Bucks, konnte man eine solch positive Entwicklung
nicht erwarten. Um ihn muss der Umbruch vollzogen werden."
W-P: Und woher
soll die Verjüngung kommen?"
Talan:
Hauptsächlich aus der B-Elf. Trainer Ralph Schwager und Manager Phil Murphy
haben da sehr gute Arbeit geleistet."
W-P: In etwa?"
Talan: Sie haben
ihre wahre Aufgabe darin gesehen, nicht unbedingt den besten Tabellenplatz
in ihrer Staffel zu erreichen, sondern in ersten Linie Spieler unter ihrer
Obhut für die A-Elf der Zukunft aufzubauen."
W-P: Ist diese
Zukunft nicht schon teilweise in der abgelaufenen Saison Tatsache gewesen?"
Talan: Eigentlich
ja, denn letzthin setzten wir regelmässig fünf, sechs Spieler aus der B-Elf
in Punkt und Pokalspielen der A-Elf ein."
W-P: Wie kam das
mit über 20 unterschriebenen Spielern im A-Aufgebot zu Anfang der Saison
2006?"
Talan: Ein Spieler
muss dem Verein verbunden sein, wenn das nicht der Fall ist, kann er bei uns
auf Dauer nicht bestehen. Das heisst, er muss immer verfügbar sein. Leider
trat das bei manchen nicht ein, sie gingen. Und dann hatten wir auch mit
Verletzungen zu kämpfen."
W-P: Was ist die
Stand der bereits angesagten Trainersuche?"
Talan: Die
Gespräche mit Dave Lakatos laufen. Er ist Wunschkandidat. Er muss seine
Stelle in der Leitung der Michigan Bucks noch aussortieren."
W-P: Bleibt das
Amt des Managers des A-Aufgebots für kommende Jahr. Gibt es da Entwicklungen?"
Talan: Ich kann mir vorstellen, dass Phil Murphy von der B- zur A-Elf
aufsteigt."
Kickers-Mädchen U13 Turniersieger
Gegen zwei der
besten Mannschaften Michigans in ihrer Alterseinstufung bestanden die
Kickers-Mädchen U13 im Turnier St. Clair Shores Waterfront. In vier Spielen
liessen die von Randy Mathy betreuten Mädchen keinen Gegentreffer zu, selbst
erzielten sie 12. Gegen den auf Rang 6 im Staat eingestuften Rochester
Lightning zogen die Kickers-Mädchen mit 0:0 ins Finale, wo sie dann 1:0
gegen Michigan Burn (Rang 7) gewannen.
Kickers-Vorschau
6. September
18 Uhr Kickers-Buben
U14
(Carpathia-Anlage,
Utica Road in Sterling Heights)
7.
September
18:30 Uhr Kickers
Über 40
(Carpathia-Anlage)
18 Uhr Kickers-Buben
U10Blau
18 Uhr Kickers-Buben
U11
(Bishop Gallagher-Plätze)
8.
September
18:30 Uhr Kickers-Mädchen
U9
(Bishop Gallagher-Platz)
9.
September
14 Uhr Kickers-Mädchen
U16
Hans
Stampfer
Vor dem Anpfiff
zum Ligapokal-Endspiel zwischen Carpathia Kickers und Detroit United legte
der Schiedsrichter Augenblicke der Stille und des Bedenkens ein. Hiermit
würdigten die Kickers das Scheiden einer ihrer treuesten Anhänger, der am
gleichen Tag, dem 25. August, zu Grabe getragen worden war.
Über 50 Jahre war
Hans Stampfer da bei Sonntagsspielen, wenn es sein musste auch mit seinem
klappbaren Gartenstuhl, der im Kofferraum seines Wagens immer seinen Platz
hatte. Seine Lieblingsspiele aber waren die an Freitagen auf dem Carpathia-Platz
nach dem traditionellen Fischgericht in der Halle.
Gebürtig in
Krindja in Slawonien im Jahr 1936, brachte die grosse Einwandererwelle Mitte
des letzten Jahrhunderts Stampfer wie viele der Mitglieder der Carpathia
nach Amerika. Er leistete Metallarbeit in Tool & Die-Betrieben, und mit
seiner Frau Elisabeth zog er eine Famlie mit fünf Kindern gross. Wöchentlich
unterstützte er die Kickers, auch ein über fünfjähriger Kampf gegen Krebs
liess ihn nicht davon abhalten, bis die tückische Krankheit ihn schliesslich
als 70-Jährigen dahinraffte.
Ausser seiner Frau
Elisabeth hinterlässt Stampfer eine Tochter, Irene, und vier Söhne, John,
Michael, Robert und Brian mit Familien. Irene ist mit Kickers-Manager
Michael Talan verheiratet. Enkelsohn Nicholas Talan (14) wurde in der
Kickers-Jugend gross.
Hans Stampfer
wurde im Friedhof Resurrection an der Clinton River Road zu ewigen Ruhe
gelegt. |